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Lehrberufe

Pflasterin
Pflasterer

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Pflasterer/Pflasterin

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 Jahre


Tätigkeitsmerkmale

Pflasterer/Pflasterinnen verlegen und versetzen alle Arten von Pflasterungen, vor allem Groß-, Klein- und Mosaikpflaster sowie Platten und Pflasterplatten, Rasenkantensteine, Rand- und Einfassungssteine, Rinnen, Gurte und Mulden; zu ihren Aufgaben gehört weiters die fachgerechte Instandsetzung von Pflasterflächen nach Aufgrabungsarbeiten.

Pflasterer/Pflasterinnen gestalten öffentliche und private Verkehrsflächen wie Fahrbahnen, Fußgängerzonen, Park- und Abstellflächen, Gehsteige, Hof- und Hauseinfahrten, Terrassen, Gehwege, Parkplätze, Böschungen, Mauern und Stiegen. Sie fassen Grünflächen und Baumscheiben ein und pflastern, verlegen und versetzen Rand- und Bordsteine, Stufenplatten und Randleisten. Als Material für die Pflasterarbeiten verwenden sie entsprechend zugerichtete Natursteine und -platten aus Granit, Porphyr, Syenit und Gneis. Aber sie verwenden auch die handelsüblichen Kunstwerksteine und –platten aus Beton, Ziegel und Klinker. Die gebräuchlichsten Pflastersteine sind der Großstein und der Kleinstein. Diese weisen jeweils genau festgelegte Abmessungen auf.

Vor Beginn der Arbeiten führen die Pflasterer/Pflasterinnen eine Reihe vorbereitender Arbeiten durch, wie z.B. das Absperren und Vermessen der Baustelle und das Durchführen der Aushubarbeiten.

Das Pflastern, Verlegen und Versetzen der Pflasterung führen sie auf der Grundlage von Projektplänen oder von Verlegeskizzen, die Angaben über die Art der Pflasterung und deren Lage und Höhe enthalten, durch.

Die Pflasterer/Pflasterinnen stellen den Oberbau her. Dessen Tragfähigkeit ist auf die zu erwartende Verkehrsbelastung abgestimmt. Auf den fertigen Oberbau tragen sie eine ungebundene Bettung aus speziellen Pflastersand auf. Dann pflastern, verlegen oder versetzen sie die Pflastersteine oder –platten ihrem Typ entsprechend. Arbeiten sie in gebundener Bettung, mischen sie den Mörtel - bestehend aus speziellem Pflastersand, Zement und Wasser - meist direkt auf der Baustelle.

Beim Pflastern treiben die Pflasterer/Pflasterinnen den Stein oder die Platte mit einem entsprechenden Hammer in die Bettung hinein, sodass er in Lage und Höhe mit der Pflasterfläche übereinstimmt. Sie verlegen nur gleich starke Steine oder Platten auf die mit Metallprofilen abgezogene Bettung.

Für die Herstellung einer ungebundenen Fuge bringen sie anschließend auf die Fläche Pflasterfugensand auf und kehren diesen mit einem Besen ein. Dann verdichten sie die Pflasterfläche mit Flächenrüttlern unter Zugabe von Wasser, kehren und schlämmen die Fugen nochmals ein (Bewässern). Für das Herstellen von gebundenen Fugen müssen die Pflasterer/Pflasterinnen spezielle Techniken der Verfugungsverfahren beherrschen.


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