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Lehrberufe

Platten- und Fliesenlegerin
Platten- und Fliesenleger

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Platten- und FliesenlegerIn

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 Jahre


Tätigkeitsmerkmale

Platten- und FliesenlegerInnen bearbeiten und verlegen Boden- und Wandbelagsmaterialien aus Keramik, Natur- und Kunststein und Beton. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt allerdings auf der Verlegung von keramischen Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten. Platten- und FliesenlegerInnen verlegen Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten in Wohn- und Industriebauten sowie in öffentlichen Gebäuden. Sie führen Verfliesungen von Badezimmern, Küchen und Toiletten sowie Verfliesungen in Schwimmanlagen, öffentlichen Bädern und Toiletten, Saunas, Hotels, Großküchen, Schulen und Krankenhäusern durch. Dabei gestalten sie z.B. Wände mit dekorativen Fliesen oder verfliesen Böden mit hochstrapazierbaren Steinzeugplatten. Im Bereich der modernen Fassadengestaltung führen sie Verfliesungen von Hauswänden und Portalen durch.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Verlegeverfahren, das Dünnbettmörtelverfahren und das Klebeverfahren. Beim traditionellen Mörtelverfahren, das jedoch kaum mehr angewandt wird, entfernen die Platten- und FliesenlegerInnen den mürben Verputz von den Wänden und bringen mit der Kelle eine Schicht feinen Kalkmörtels auf die Wand auf. Danach befeuchten sie die Fliesen mit Wasser und tragen auf die Rückseite der Fliesen ebenfalls eine dünne Mörtelschicht auf. Sie drücken die so vorbehandelten Fliesen in das vorher auf die Wand bzw. den Boden aufgebrachte Mörtelbett, richten sie unter Beachtung der gewünschten Fugenbreite aus und klopfen sie mit einem Hammer leicht fest.

Bei der heute vorwiegend gebräuchlichen Klebeverlegung ist ein sauberer, ebener und fettfreier Untergrund notwendig. Daher werden vorhandene Unebenheiten mit speziellen Ausgleichsmassen geglättet und Staubreste mit einer Bürste abgekehrt. In Feuchträumen isolieren die Platten- und FliesenlegerInnen den Untergrund mit speziellen Voranstrichen, um ein Durchdringen der Feuchtigkeit zu verhindern. Zur Verlegung der Fliesen verwenden sie synthetischen Klebemörtel, den sie mit einer gezahnten Spachtel gleichmäßig auf den Untergrund auftragen. In diese dünne Kleberschicht drücken sie die Fliesen ein. Zur Sicherung eines gleichmäßigen Fugenabstandes zwischen den einzelnen Fliesen verwenden sie Fugenkreuze oder Fugenhölzer, die sie zwischen die einzelnen Fliesenreihen stecken. Die an den Wandrändern benötigten Teilfliesen schneiden sie mit dem Glasschneider oder der Fliesenschneidemaschine zu. Runde Aussparungen für Wasseranschlüsse oder Abflüsse lochen sie mit dem Spitzhammer vor und brechen sie mit der Lochzange aus.

Nach Trocknung des Mörtels bzw. Klebers verfugen die Platten- und FliesenlegerInnen die verlegte Fläche mit speziellen Fugenmassen. Sie rühren die Fugenmasse in der gewünschten Beschaffenheit mit Wasser an und bringen sie mit einer Gummispachtel in die Fugen ein. Nach Antrocknen der Fugenmasse reinigen die Platten- und FliesenlegerInnen die Fliesenfläche mit einem Schwamm.



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