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Lehrberufe

Blumenbinderin und -händlerin (Floristin)
Blumenbinder und -händler (Florist) [auslaufend]

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BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn) [auslaufend]

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 Jahre


Hinweis

ACHTUNG: Dieser Lehrberuf ist seit 1.6.2016 AUSLAUFEND. Siehe den Nachfolgelehrberuf "FloristIn"!



Tätigkeitsmerkmale

BlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) stellen aus Schnittblumen, Topfpflanzen, Trocken- und Kunstblumen verschiedene Blumengestecke (z.B. Weihnachts-, Muttertags- und Ostergestecke, Hochzeitssträuße, Kränze und Grabgestecke, Adventkränze usw.) her und verkaufen diese an die KundInnen. Weiters führen sie Dekorationsarbeiten in Ballsälen, Empfangshallen usw. durch. Sie beraten die KundInnen über die Dekorationsmöglichkeiten und stellen fallweise die Blumenarrangements auch selbst zu.

Bei der Herstellung eines Gesteckes schneiden die BlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) zunächst die Steckmasse (schwammartiges Kunststoffmaterial) auf die erforderliche Größe zu. Falls sie frische Blumen verwenden, befeuchten sie die Steckmasse und pressen sie auf ein Steckgitter. Sodann stecken sie die Blumen sowie sonstige Pflanzenteile (Blätter, Zweige, Fruchtkapseln usw.) einzeln in die Steckmasse. Abschließend bedecken sie die noch sichtbare Steckmasse mit Blättern, Moos usw.

Bei der Herstellung eines Kranzes verwenden die BlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) als Unterlage einen Reifen aus Draht oder Weingerten, auf dem sie büschelweise Tannengrün, Laubwerk, Föhrenzapfen usw. anbringen. Für trockenes Material wie z.B. Strohblumen oder Moos verwenden sie als Unterlage auch Stroh oder Kunststoff (Styropor). Die Stiele der für den Kranz vorgesehenen Frischblumen schneiden sie mit einem Messer schräg an, um ein frühes Verwelken zu verhindern. Dann durchstechen sie den Blütenkopf mit dünnem Draht, wickeln diesen zur Festigung um den Stiel der Blume, stecken ihn durch das gebundene Tannengrün und befestigen ihn am Reifen des Kranzes.

Ein weiterer Aufgabenbereich der BlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) ist die Pflege und der Verkauf von Topfpflanzen, die heute sowohl als Erdkulturen (die Pflanzen sind in Erde gepflanzt) als auch als sogenannte Hydrokulturen angeboten werden, bei denen sich die Wurzeln der Pflanzen in Gefäßen mit feuchtigkeitsspeichernden Leka-Steinen befinden. Sie versorgen die Topfpflanzen und Schnittblumen regelmäßig mit Wasser, sortieren vertrocknete Pflanzenteile aus und stellen die von Großhändlern oder Gärtnereien übernommenen Schnittblumen zu Sträußen zusammen. Sie gestalten damit die Auslage des Geschäftes und gruppieren sie im Laufe des Tages um, falls die Blumen direkt aus dem Schaufenster verkauft werden. Sie beraten die KundInnen über Art, Haltbarkeit und Pflege der Topfpflanzen und Schnittblumen. Auf Wunsch der KundInnen stellen sie die Pflanzen auch selbst zu.

BlumenbinderInnen und –händlerInnen haben engen Kundenkontakt und müssen daher neben handwerklichem Geschick und kaufmännischen Fähigkeiten auch sprachgewandt sein, um ihre KundInnen entsprechend beraten zu können.



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