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Lehrberufe

Schilderherstellerin
Schilderhersteller [auslaufend]

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SchilderherstellerIn [auslaufend]

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 Jahre


Hinweis

ACHTUNG: Dieser Lehrberuf ist seit 1.6.2016 AUSLAUFEND. Siehe den Nachfolgelehrberuf BeschriftungsdesignerIn und WerbetechnikerIn!



Tätigkeitsmerkmale

SchilderherstellerInnen entwerfen, gestalten, erzeugen und montieren Schilder, Beschriftungen und Werbeankündigungen unter Verwendung verschiedener Techniken und Materialien.

Die wichtigsten Erzeugnisse der SchilderherstellerInnen sind Firmen- und Straßenschilder, Verkehrsschilder, Türschilder, Autobeschriftungen, bedruckte bzw. bemalte Selbstklebefolien, Aufkleber und Abziehbilder, plastische Buchstaben oder Embleme, Leuchtschriften, Neonanlagen, Leuchtschilder und Displays, die sie aus verschiedenen Materialien (wie z.B. Holz, Stein, Aluminium, Messing, Kupfer, Niro- und Eisenblech, Kunststoff, Folien, Textilien, Glas) anfertigen und teilweise auch montieren bzw. aufstellen.

SchilderherstellerInnen bedienen sich vieler unterschiedlicher Arbeitsmethoden und –techniken. Diese reichen vom händischen Zeichnen und Malen an Mauerflächen bis zu modernen digitalisierten Bildbearbeitungen mittels Grafik- und CAD-Programmen (computer aided design = computergestütztes Design). Auch Sgraffito ("graffiare" bedeutet ritzen), Fresko, Sandstrahlen, Gravieren, Ätzen und Schablonieren gehören zu den Arbeitstechniken von SchilderherstellerInnen. Bei der Ausgabe ihrer Entwürfe verwenden sie Zeichen- und Schneideplotter, Sieb-, Digital und Thermotransfer-Druckanlagen sowie Laser- und Gravuranlagen.

Infolge der Vielfalt des verwendeten Materials und der dadurch bedingten unterschiedlichen Arbeitstechniken spezialisieren sich die SchilderherstellerInnen meist auf ein Aufgabengebiet wie z.B. Beschriftungsarbeiten oder die Arbeit im Siebdruck.

Bei der Herstellung und Beschriftung eines Geschäftsschildes bereiten die SchilderherstellerInnen die Grundfläche des Schildes vor und fertigen eine Textschablone an. Diese legen sie auf die zuvor gereinigte und eventuell schon vorgemalte Fläche und übermalen die Schablone mit der gewünschten Farbe.

Bei der Herstellung von Schildern oder Lichtreklameflächen fertigen die SchilderherstellerInnen auch Trägerkonstruktionen an und bringen im Zuge der Montagetätigkeit die entsprechenden Verankerungen an Fassaden und Dächern an.

Bei Serienanfertigungen von Selbstklebefolien oder Selbstklebeschildern arbeiten die SchilderherstellerInnen nicht mehr mit dem früher üblichen Schneideverfahren (Anfertigen und Ausschneiden von Schablonen), sondern mit Fotosatz und Siebdruck. Dazu verwenden sie eine Schablone, die sie fototechnisch mit einem sogenannten Titelsatzgerät herstellen. Dabei wird der Text auf einen Film projiziert, wobei die SchilderherstellerInnen auch Größe, Breite und Abstand der Buchstaben beliebig variieren können. Diese Schablone dient als Grundlage für die Herstellung eines Siebes, durch das die SchilderherstellerInnen dann die Farbe im voll- oder halbautomatischen Druckverfahren auf den Untergrund (PVC-Folie) aufdrucken. Zum Zuschneiden von Schablonen werden meist computerisierte Maschinen eingesetzt.

Besondere Fachgebiete sind weiters die Hinterglasbeschriftung und Blattvergoldung, Airbrusharbeiten (Luftpinselarbeiten) und die Renovierung historischer Schilder.



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