
ArchäologInnen stützen ihre Arbeit auf vielfältigste, aus der zu untersuchenden Kultur und Epoche überlieferte Quellen, wie z.B. Texte, Gebrauchsgegenstände oder Gebäude. Viele Quellen können erst durch archäologische Grabungen erschlossen werden.
Bei der Analyse der Ausgrabungsobjekte richtet sich das Interesse vor allem auf Material, Fundort, Inhalt, Funktion und Form. Durch Einordnung der Objekte in bestimmte Zeitepochen und Zuordnung zu bestimmten Kulturgruppen versuchen ArchäologInnen das tägliche Leben und die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen einer Epoche und/oder gesellschaftlichen Gruppe zu rekonstruieren. Für die Nachprüfbarkeit der Ergebnisse einer Ausgrabung ist umfassende Dokumentationsarbeit (Vermessungspläne, Fotomaterial, Beschreibung, Katalogisierung) unumgänglich. Darüber hinaus sind ArchäologInnen mit zeichnerischen sowie geländetechnischen Aufnahmen befasst.
Nach der Reinigung der Fundstücke bereiten ArchäologInnen die Fundgegenstände - oft in Zusammenarbeit mit ->> RestauratorInnen und ->> KonservatorInnen - für Transport, weitere wissenschaftliche Analysen und allfällige Ausstellungen vor.
Zum Zweck der Einordnung vergleichen sie die Fundgegenstände mit anderen verwandten oder ähnlichen Objekten (Methode des Typenvergleichs) und nehmen sowohl materialkundliche (z.B. röntgenologische) als auch vergleichende kunsthistorische Untersuchungen vor bzw. rekonstruieren aus Bruchstücken die ursprüngliche Gestalt von Funden.
Neben Tätigkeiten im eigentlichen Berufsbereich sind ArchäologInnen aber auch in anderen, verwandten Bereichen tätig: z.B. im Bereich der Museumsdidaktik, der Publizistik, des Presse- und Verlagswesens, in audiovisuellen und elektronischen Medien sowie im Kulturmanagement und Kulturtourismus.