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Ärztin, Arzt
(Allgemeinmedizin)

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Arzt/Ärztin (Allgemeinmedizin)

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Tätigkeitsmerkmale

AllgemeinmedizinerInnen sind die erste Anlaufstelle für Erkrankte. Sie führen das Erstgespräch mit den PatientInnen und nehmen eine eingehende körperliche Untersuchung vor. Typische Untersuchungsformen sind das Abklopfen und Abhorchen des Brustkorbes, Blutdruckmessungen, Begutachtungen von Organen und allfälligen Verletzungen, Befunde der körperlichen Konstitution der PatientInnen und die Erstellung von EKGs. Manche AllgemeinmedizinerInnen haben in ihrer Ordination auch ein Labor eingerichtet, um Untersuchungen kleineren Umfanges (z.B. Harn- oder Blutuntersuchungen) selbst durchführen zu können. Anhand des PatientInnengesprächs und der Untersuchungsergebnisse erstellen sie eine Erstdiagnose. Besteht Verdacht auf eine schwer wiegende Erkrankung, sind zusätzliche diagnostische Maßnahmen oder eine stationäre Behandlung der PatientInnen notwendig, erfolgt eine Überweisung in ein Krankenhaus. PatientInnen mit Erkrankungen, die zum Aufgabengebiet eines bestimmten Facharztes gehören, werden an die jeweils zuständigen Fachärztinnen/-ärzte überwiesen.

AllgemeinmedizinerInnen behandeln in erster Linie Infektions- und Erkältungskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen (v.a. Diabetes, Gicht), ernährungsbedingte gesundheitliche Störungen (z.B. Verdauungsprobleme), Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck), psychische bzw. psychisch bedingte Leiden (z.B. Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen) und kleinere Verletzungen. Die wichtigsten therapeutischen Maßnahmen sind dabei Beratungsgespräche, das Verschreiben von Medikamenten, das Verabreichen von Injektionen und Impfungen, die Versorgung von Wunden (Reinigung, Desinfektion, Nähen, Verbinden) sowie die Durchführung kleinerer chirurgischer Eingriffe (z.B. Öffnen von Abszessen, Entfernen kleiner gutartiger Tumore) sowie physikalische Therapien (z.B. Bestrahlungen).

Ein wichtiger allgemeinmedizinischer Aufgabenbereich ist die Betreuung chronisch kranker Menschen. Dabei ist der Krankheitsverlauf zu beobachten, die erforderlichen Medikamente zu verschreiben und die PatientInnen über die jeweils zu treffenden Verhaltensmaßnahmen (z.B. Diät) zu beraten. Ärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin sind aber auch für die Nachbetreuung von SpitalspatientInnen zuständig. Sie kontrollieren den Heilungsprozess, wechseln Verbände, verabreichen Injektionen und führen auch physikalische Therapien durch.

Ein stark an Bedeutung zunehmender Tätigkeitsbereich für AllgemeinmedizinerInnen ist die Prävention (vorbeugende Gesundheitsberatung und -pflege). Hier klären sie PatientInnen über gesundheitsschädigende Verhaltensweisen, wie z.B. Rauchen, Bewegungsmangel, Drogenmissbrauch und deren Folgen auf, stellen Ernährungsrichtlinien auf, führen Impfungen durch und beraten über Schutzmaßnahmen gegen Infektionskrankheiten.

AllgemeinmedizinerInnen organisieren für ihre PatientInnen auch Unterstützung, wie z.B. Essen auf Rädern oder Pflegeheimplätze und entscheiden über die Arbeitsfähigkeit von Kranken. Bei bettlägerigen PatientInnen führen sie auch Hausbesuche durch.



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