
Die traditionellen Aufgaben von KulturtechnikerInnen lagen v.a. im landwirtschaftlichen Meliorationswesen (d.h. der landwirtschaftlichen Strukturverbesserung). Daraus ergibt sich auch die Bezeichnung des Fachgebiets: Kulturtechnische Maßnahmen sind Maßnahmen zur Verbesserung von Kulturlandschaften, z.B. die Neulandgewinnung und -erhaltung durch Dämme. Durch die Einbeziehung ökologischer Aspekte erweiterte sich der Aufgabenbereich sukzessive.
Schwerpunkte der beruflichen Tätigkeit sind Ertragsverbesserung landwirtschaftlich genutzter Flächen, Erstellung von Wasserwirtschaftskonzepten, Reinhaltung und Sanierung von stehenden und fließenden Gewässern, die Planung von Wasserversorgungs- und Kanalisationsanlagen, die Trinkwasseraufbereitung und Abwasserreinigung, Kommassierungen (das ist die Zusammenlegung, Flurbereinigung, Neugestaltung und Erschließung von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Gebieten) und Grundstückzusammenlegungsverfahren, Brückenbau für ländliche Bereiche, Arbeiten zur Wildbach- und Lawinenverbauung, z.T. auch Verkehrsplanung und Bauplanung.