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Lehrberufe

Einzelhandelskauffrau
Einzelhandelskaufmann

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Einzelhandelskaufmann/-frau

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 Jahre


Hinweis

Dieser Lehrberuf kann mit folgenden Ausbildungsschwerpunkten erlernt werden:

 

  • Allgemeiner Einzelhandel
  • Baustoffhandel
  • Einrichtungsberatung
  • Eisen- und Hartwaren
  • Elektro-Elektronikberatung
  • Feinkostfachverkauf
  • Gartencenter
  • Kraftfahrzeuge und Ersatzteile
  • Lebensmittelhandel
  • Parfümerie
  • Schuhe
  • Sportartikel
  • Telekommunikation
  • Textilhandel
  • Uhren- und Juwelenberatung

 



Tätigkeitsmerkmale

Einzelhandelskaufleute führen in Einzelhandelsbetrieben (Fachgeschäften, Großkaufhäusern, Supermärkten, Einkaufszentren) den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (Bürotätigkeiten) durch. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist der Verkauf von Waren (z.B. Nahrungs- und Genussmittel, Textilien, Elektrowaren).

Im Einkauf ermitteln die Einzelhandelskaufleute anhand des Lagerbestandes und entsprechend der Kundennachfrage den Warenbedarf des Betriebes. Sie wählen Waren aus den Angeboten von Zentralen (bei Einzelhandelsbetrieben mit mehreren Filialen), Großhändlern bzw. Erzeugern und führen die Bestellung durch. In größeren Betrieben führen die Einzelhandelskaufleute mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) die Ermittlung des Warenbedarfs, die Bestellung und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs durch. Die Einführung von integrierten Warenwirtschaftssystemen (mittels EDV) ermöglicht die automatische Nachbestellung von Waren. Die Einzelhandelskaufleute lesen die Artikelnummern, die in Form von maschinenlesbaren Strichcodes auf den Erzeugnissen angebracht sind, mit einem Lesegerät ("Scanner") an der Kasse ein. Dabei werden neben der automatischen Abrechnung die Lagerbestandsveränderungen erfasst.

Bei der Einkaufsplanung berücksichtigen sie aktuelle Trends, saisonale und regionale Erfordernisse sowie die Verkaufsschwerpunkte des Betriebes.

Bei der Warenübernahme kontrollieren die Einzelhandelskaufleute, ob Bestellung und Lieferung hinsichtlich Menge, Qualität und Preis übereinstimmen. Über eventuelle Mängel der Waren oder Transportschäden verständigen sie die Lieferanten schriftlich durch eine sogenannte "Mängelrüge", in der sie je nach Vertragsbedingungen und Ausmaß des Schadens eine Herabsetzung des Kaufpreises, den Umtausch bzw. die Rücknahme der Ware oder Schadenersatz fordern.

Anschließend nehmen sie die gelieferten Waren in die Lagerbuchhaltung auf. Diese wird in den meisten Betrieben bereits mit EDV abgewickelt, sodass nur mehr die entsprechenden Daten in den Computer eingegeben werden müssen. Außerdem überwachen die im Lager tätigen Einzelhandelskaufleute die sachgemäße Lagerung der gelieferten Waren.

Bevor die Waren zum Verkauf angeboten werden, müssen die Einzelhandelskaufleute die Verkaufspreise kalkulieren. Im Lager oder beim Einschlichten der Waren in die Verkaufsregale zeichnen sie die Preise aus. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt auch die Gestaltung vorhandener Werbeflächen wie Schaufenster, Verkaufspulte und Regale sowie die Zusammenstellung von Katalogen oder Sonderangeboten.

Beim Verkauf beraten sie die KundInnen bzw. führen sie Verkaufsgespräche. Dabei erkundigen sie sich nach den Wünschen und geben Informationen über bestimmte Eigenschaften der geforderten Artikel (z.B. Handhabung, Preis, Preisunterschiede zu ähnlichen Waren, Qualitätsmerkmale). Schließlich stellen die Einzelhandelskaufleute die Rechnung aus, nehmen den Geldbetrag entgegen und verpacken die gekaufte Ware. Sie wickeln Zahlungen auch im bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Kreditkarten und Schecks ab.

Bei einiger Berufserfahrung kann zu ihrem Aufgabenbereich außerdem die Mitarbeiterführung gehören.

Ausbildungsschwerpunkt "Allgemeiner Einzelhandel":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Allgemeiner Einzelhandel führen in Einzelhandelsbetrieben (Fachgeschäften, Großkaufhäusern, Supermärkten, Einkaufszentren) den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist der Verkauf von Waren.

Ausbildungsschwerpunkt "Baustoffhandel":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Baustoffhandel führen in Einzelhandelsbetrieben des Baustoffhandels den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch.

Sie unterstützen die KundInnen bei der richtigen Wahl der Wandbaustoffe in Hinblick auf Wärme- und Schalldämmung, Feuchtigkeits- und Brandschutz. Außerdem helfen sie bei der Auswahl umwelt- und gesundheitsverträglicher Baustoffe und Einrichtungsmaterialien. Bei Verdacht auf Innenraumschadstoffe bieten sie Sanierungskonzepte. Sie beraten von der Planung bis zur Rohbau-Ausführung und besitzen Kenntnisse über die verschiedenen Bauverfahren (z.B. Tiefbau, Hochbau), Baukonstruktionen und ihre Merkmale. Einzelhandelskaufleute im Baustoffhandel können Baupläne lesen und beraten die KundInnen über die fachgerechte Verwendung bzw. den Einsatz von Baumaterialien und informieren über die wesentlichen baurechtlichen Bestimmungen. Ebenso können sie über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten Auskunft geben. Sie beraten sowohl Laien als auch Fachleute über die richtige Verwendung von Baustoffen aller Art sowie über die Anwendung von Arbeitstechniken, Maschinen und Werkzeugen. In Baumärkten und im Baustoffhandel bietet sich eine breite Palette von Spezialisierungen, wobei hier eine Ausrichtung auf die jeweilige Produktgruppe oder aber eine Tätigkeit im Innen- und/oder Außendienst erfolgt. Im Innendienst eingesetzt, besteht die Tätigkeit des Einzelhandelskaufleute mit dem Schwerpunkt Baustoffhandel vor allem in der Kundenberatung, dem Verkaufsgespräch, dem Bestellwesen mit Katalog- und PC-Anwendung sowie der Lagerbevorratung. So beschäftigen sich die Einzelhandelskaufleute mit dem Schwerpunkt Baustoffhandel ebenso mit Fragen und Produkten der Heizungs- und Sanitärinstallation wie mit der Elektrotechnik, mit Maler- und Tapezierarbeiten, Fliesenlegen oder Holz- und Metallbearbeitung, mit Kraftfahrzeugzubehör und Kraftfahrzeugpflege, mit Garten- oder mit Heimtierbedarf und mit der großen Produktpalette der spezifischen Maschinen und Werkzeuge.

Die Tätigkeit im Außendienst beinhaltet die Erstellung von Angeboten und Kostenvoranschlägen, die Abwicklung von Gesamtbauaufträgen sowie die Kontrolle der termingerechten Baustofflieferungen. Einzelhandelskaufleute mit dem Schwerpunkt Baustoffhandel sind auch Ansprechpartner für Reklamationen.

Ausbildungsschwerpunkt "Einrichtungsberatung":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Einrichtungsberatung führen in Einzelhandelsbetrieben der Einrichtungsbranche, in Filialen von Einrichtungshäusern, in Kaufhäusern bzw. in Fachgeschäften für Innenraumgestaltung den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch.

Sie beraten die KundInnen und unterstützen deren Entscheidungsfindung, indem sie Einrichtungsideen entwickeln und dabei Funktion, Form und Farbe berücksichtigen. Bei speziellen Kundenwünschen müssen sie auch Skizzen und Einrichtungspläne erstellen und dann bei den Lieferanten Angebote einholen. Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Einrichtungsberatung wirken auch beim Gestalten der Verkaufsräume mit und stellen unter ästhetischen Gesichtspunkten Kojen und Musterensembles zusammen.

Ausbildungsschwerpunkt "Eisen- und Hartwaren":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Eisen- und Hartwaren führen in Einzelhandelsbetrieben des Eisen und Hartwarenhandels den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch.

Sie bieten fachmännische Hilfestellung für Heimwerker als auch für gewerbliche Abnehmer und beraten über die Ver- und Bearbeitung von Holz, Metall und Beton sowie über die dafür notwendigen Werkzeuge und Maschinen. Ihr Warenangebot umfasst Haushaltsgeräte, Werkzeuge für Befestigungstechnik, für Holz- und Metallbearbeitung; Garten- und Freizeitgeräte, Mess- und Bauwerkzeuge sowie Maschinen- und Zubehörteile. Sie beraten ebenso über Brandschutz wie über Energie und Wirtschaftlichkeit der Produkte. Sie wissen über die produktbezogenen Normen und rechtlichen Bestimmungen Bescheid, wie zum Beispiel die Entsorgung von typischen Produkten des Eisen und Hartwarenhandels, die damit verbunden Kosten sowie über die Rücknahmeverpflichtungen der Händler etwa bei Batterien und Lampen.

Zusätzlich sind sie noch im Bestellwesen und Einkauf tätig. Dabei erledigen sie spezifische Schriftverkehrsarbeiten wie Auftragsbestätigungen und Bestellungen, geben Lieferauskünfte und stellen Lieferpapiere und Rechnungen aus. Unter Berücksichtigung von Garantie und Gewährleistungsbestimmungen übernehmen und wickeln sie Reparaturaufträge ab. Sie wirken bei Verkaufsfördernden Maßnahmen, wie Schaufenster- und Ladengestaltung oder Erstellung von Kundeninformationen in Form von Katalogen und Preislisten mit.

Ausbildungsschwerpunkt "Elektro-/Elektronikberatung":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Elektro-Elektronikberatung führen in Einzelhandelsbetrieben des Elektro- bzw. Elektronikfachhandels den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch.

Sie verkaufen Elektrohaushaltsgeräte (wie zum Beispiel Kühl- und Gefrierschränke, Haushaltsreinigungsgeräte oder Gar- und Heizgeräte), Wohnraum- und technischen Leuchten für den privaten und gewerblichen Bereich, Leuchtmittel und Elektroinstallationswaren oder auch elektrische Körperpflegegeräte. Im Bereich der Elektronik beraten sie über den Aufbau, die Eigenschaften und die Anwendungsmöglichkeiten von elektronischen Baugruppen und Geräten der verschiedensten Art, insbesondere aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Sie informieren über technische Entwicklungen und Trends und empfehlen das Zubehör zur besseren Nutzung der technischen Möglichkeiten der Elektro- und Elektronikgeräte. Sie erklären die Funktionsweise von hauswirtschaftlich-technischen Geräten und Anlagen, das Preis-Nutzen-Verhältnis sowie Rationalisierungs- und Einsparungsmöglichkeiten.

Oft müssen die Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Elektro- Elektronikberatung beim Verkauf von Elektroprodukten zuvor auch die technische Infrastruktur und die räumlichen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der technischen Geräte abklären. Dabei ermitteln sie, ob Anschlüsse für Strom und Wasser laut Typenschein bzw. Gebrauchsanleitung oder Schaltplan vorhanden sind und sie stellen fest, ob Verbindungselemente notwendig sind. Dafür brauchen sie entsprechende Kenntnisse über produktspezifische physikalische Kennwerte, Leistungsmerkmale (z.B. Leistung, Spannung) und Anschlusswerte. Ebenso zählt die Beratung über die fachgerechte Entsorgung von Elektrogeräten (z.B. Kühlschränken), Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen zu ihrem Tätigkeitsbereich.

Bei der Einkaufsplanung berücksichtigen sie die neuen Technologien und Trends sowie die Produktzyklen und Preisentwicklung. Kaufleute im Elektro- und Elektronikfachhandel erledigen den für ihre Branche spezifischen Schriftverkehr wie Auftragsbestätigungen und Bestellungen und geben Lieferauskünfte. Sie wirken bei der Erstellung von Verkaufsprogrammen genauso mit wie bei produktbezogenen Dekorationsarbeiten.

Ausbildungsschwerpunkt "Feinkostfachverkauf":
Einzelhandelskaufleute mit dem Schwerpunkt Feinkostfachverkauf sind auf den Verkauf aller Arten von Feinkost, also von Brot und Gebäck, Käse, Wurst, Fleisch und speziellen Feinkostprodukten spezialisiert. Sie wirken bei der Einkaufsplanung mit und berücksichtigen dabei saisonale und regionale Erfordernisse. Bei der Warenannahme und Warenübernahme kontrollieren sie die Qualität der gelieferten Waren (Haltbarkeit, Frische, Aussehen) und sorgen für die fachgerechte Lagerung der Feinkostprodukte. Den Verkauf bereiten sie vor, indem sie die Feinkostprodukte auspacken und sortieren, sie auszeichnen (Beschriftung mit Bezeichnung und Preis) und in den Regalen und Vitrinen fachgerecht platzieren. Sie schneiden Wurstwaren und Käse in dünne Scheiben ("aufschneiden") und stellen daraus sogenannte Aufschnittplatten her, indem sie die Wurst- und Käsescheiben kunstvoll arrangieren und garnieren. Teilweise stellen sie auch selbst kalte und warme Imbissartikel her. Eine wichtige Aufgabe der FeinkostfachverkäuferInnen ist die tägliche Wartung und Reinigung der verwendeten Werkzeuge, Maschinen, Geräte und Kühlanlagen und die Erfüllung der strengen Hygienevorschriften im Lebensmittelbereich. Für ihre Arbeit benötigen die FeinkostfachverkäuferInnen umfangreiche Kenntnisse in wichtigen Lebensmittelbereichen, so vor allem über Fleisch (Vieharten, Bezeichnungen und Eigenschaften der Fleischteile, Wurstarten und Wurstbestandteile usw.), Käse (Käsearten, Geschmack, Verwendungsmöglichkeiten) sowie Brot und Gebäck (Arten und Bezeichnungen, Zusammensetzung und Eigenschaften). Sie beraten die KundInnen in Fragen der küchenmäßigen Verwendung und Zubereitung der Feinkostprodukte sowie verschiedener anderer Fragen der praxisgerechten Verwendung (Mengenbedarf, Aufbewahrung, Servierarten, Zusammenstellung, Verzehr). Weitere Aufgaben der FeinkostfachverkäuferInnen sind die Mitwirkung an Werbemaßnahmen und verkaufsfördernden Maßnahmen (z.B. Bereitstellung und Bewerbung von Kostproben), die Dekorierung der Verkaufstheke sowie die Entgegennahme und Abwicklung von Bestellungen.

 

Ausbildungsschwerpunkt "Gartencenter":
Ein "Gartencenter" ist ein Warenhaus, in dem es alles gibt, was zur Gartengestaltung gebraucht wird: verschiedenste Zier- und Nutzpflanzen (Blumen, Gräser, Büsche und Bäume, Gemüsepflanzen usw.), Pflanzensamen und Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Gartengeräte (vom Handwerkzeug bis zum Kleintraktor), Ziergegenstände (z.B. Gartenzwerge) und vieles mehr. Bei dieser Fülle von Produkten ist eine fachkundige Beratung der KundInnen unbedingt erforderlich, ebenso eine sachgerechte Betreuung der Pflanzen und eine sorgfältige Lagerung der sonstigen Gartenartikel. Für all dies sind die Einzelhandelskaufleute im Gartencenterbereich zuständig.


Ausbildungsschwerpunkt "Kraftfahrzeuge und Ersatzteile":
Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile verfügen nicht nur über grundlegende Kenntnisse der KFZ-Technik, sondern beraten ihre KundInnen auch über Dienstleistungsangebote im Bereich der Finanzierung. Das betrifft ebenfalls die Themen Versicherung, Leasing, Garantie, Gewährleistung oder Kulanz. Dabei vermitteln sie oft auch die Verträge.

Neben dem Service sorgen sie für die Ersatzteilversorgung. Sie erledigen die für den Automobilhandel und den Handel mit Ersatzteilen und Zubehör spezifischen Schriftverkehr, wie Auftragsbestätigungen, sie führen Bestellungen mit dem betriebsüblichen Bestellsystem für Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör durch und sie geben Lieferauskünfte, prüfen und erstellen Rechnungen. Sie beobachten Markttrends und sind bei der Entwicklung von Marketingmaßnahmen eingebunden. So wirken sie etwa bei der Gestaltung von Produktpräsentationen mit oder sie erstellen Kundeninformationen in Form von Katalogen und Preislisten.

Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt sich von der Beschaffung, dem Vertrieb und Verkauf von neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen auch auf Nutzfahrzeuge und Motorräder.

Ausbildungsschwerpunkt "Lebensmittelhandel":
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel arbeiten vorwiegend im Verkauf. Sie stellen für die KundInnen das richtige und ausreichende Warenangebot aus dem gesamten Lebensmittelbereich bereit. Der Fachbereich Lebensmittel umfasst dreizehn Warengruppen (Milch/Milcherzeugnisse/Eier; Obst und Gemüse; Wurst- und Fleischwaren; Fisch; Wild und Geflügel; Brot und Backwaren; Getränke; Nährmittel; Speisefette und –öle; Kaffee/Tee/Kakao; Süßwaren und Dauergebäck; Gewürze; freiverkäufliche Arzneimittel). Im Fachbereich Diät- und Reformwaren wird eine ähnliche, jedoch diätetisch ausgerichtete Produktpalette angeboten. Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel präsentieren und verkaufen die Produkte und beraten die KundInnen. Bei der Bestellung von Waren berücksichtigen sie die Einkaufsmenge, den vorliegenden Lagerbestand, die spezifischen Vorlaufzeiten der Nahrungs- und Genussmittel (Haltbarkeit verderblicher Waren) und saisonale Gesichtspunkte. Bei der Warenübernahme kontrollieren sie die Qualität der gelieferten Lebensmittel, mit besonderem Augenmerk auf die Haltbarkeit, die Frische und das Aussehen der Nahrungs- und Genussmittel. Bei der Lagerung müssen sie produkt- und betriebsspezifische Lagerungsvorschriften einhalten. Dabei werden im Besonderen die Hygiene, das Licht und die Temperatur berücksichtigt.

Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel dekorieren, portionieren und garnieren Lebensmittel und Imbisse zur "appetitanregenden" Verkaufspräsentation unter Berücksichtigung der Qualitätsmerkmale wie Frische, Haltbarkeit und Aussehen. Hierzu wiegen sie die Erzeugnisse ab, verpacken sie fachgerecht und zeichnen sie aus. Sie stellen auch einfache essfertige Produkte her. In Bäckereien schneiden sie Torten und Kuchen auf, verzieren sie mit Schlagobers und präsentieren sie den KundInnen. In Konditoreien verpacken sie Marzipan und Schokoladenspezialitäten zu attraktiven Geschenken und stellen Gebäck-, Konfekt- und Pralinenmischungen zusammen. In Fleischereien müssen sie oft auch Feinkostsalate herstellen und Wurst- und Käseplatten garnieren. Für den Imbiss- oder Café-Bereich bereiten sie Schnellgerichte vor und garnieren sie entsprechend. Weiters stellen sie Geschenkkörbe zusammen, bereiten kalte Büfetts vor und liefern sie aus.

Außerdem wirken Einzelhandelskaufleute im Lebensmittelhandel bei der Gestaltung des Sortiments mit und machen Vorschläge zu verkaufsfördernden Maßnahmen, wie z.B. Verkostungen und Stammkundenbetreuung. Sie bereiten Werbeaktionen vor, platzieren Aktions- und Ergänzungsartikel und gestalten den Verkaufsraum ansprechend. Dazu gehört auch, die Dekoration und Präsentation regelmäßig zu wechseln.

Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel beraten und informieren die KundInnen über die Verkaufspalette und unterstützen sie dabei, die für ihren Bedarf geeigneten Produkte zusammenzustellen. Dabei geben sie einfache Ratschläge für die Aufbewahrung, Zusammenstellung, Zubereitung, das Servieren und den Verzehr der von ihnen angebotenen Nahrungs- und Genussmittel und gehen auf individuelle Wünsche ein. Bei allen Tätigkeiten müssen Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel die Einhaltung der jeweiligen Vorschriften und Gesetze sowie die geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften beachten.

Darüber hinaus können sie aber auch entsprechende betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen übernehmen.

Ausbildungsschwerpunkt "Parfümerie":
Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Parfümerie benötigen Spezialkenntnisse vor allem in Mode- und Stilberatung, Kosmetik und Gesundheitslehre. Sie kenne die in der Kosmetik verwendeten Mittel, Wirkstoffe und Duftstoffe sowie deren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten. Eine große Rolle in der KundInnen-Beratung spielen weiters Kenntnisse über die Haut, über ihre Struktur und Funktion, über die Hauttypen und –zustände, über Hautveränderungen, Hautanomalien sowie Veränderungen der Fingernägel. In der Beratung führen die Einzelhandelskaufleute – Parfümerie auch einfache Hautdiagnosen durch (Feststellung von Hauttyp, Hautzustand usw.) und weisen auf mögliche Hautreaktionen auf bestimmte Kosmetika und Maßnahmen dagegen hin. Dafür benötigen sie gute Kenntnisse der auf Kosmetika bezogenen Gesundheitslehre. Eine der zentralen Aufgaben der Einzelhandelskaufleute – Parfümerie ist die Farb-, Duft- und Stilberatung der KundInnen, wobei sie jeweils die aktuellen modischen Einflüsse und Trends in der dekorativen Kosmetik berücksichtigen müssen. Daher ist es erforderlich, dass sie sich ständig über die neuen Entwicklungen in Mode und Kosmetik informieren. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Präsentation der Waren, teilweise auch das Vorführen typengerechten Schminkens.

Ausbildungsschwerpunkt "Schuhe":
Einzelhandelskaufleute im Schuhfachhandel haben sehr viel Kundenkontakt. Sie beraten die KundInnen beim Kauf unterschiedlicher Schuhmodelle, wie Straßen-, Freizeit-, Sport- oder Berufsschuhe. Neben Damen-, Herren- und Kinderschuhen führen sie Strümpfe, Einlegesohlen, Schuhlöffel und Schuhpflegemittel in ihrem Warenangebot. Im Verkaufsgespräch ermitteln sie nicht nur die Wünsche, sondern auch etwaige gesundheitliche Probleme der Füße. Sie beraten bei der Produktauswahl hinsichtlich Passform, Farbe und Stil. Dabei berücksichtigen sie modische Einflüsse und Trends. Unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Aspekte und der Anatomie des Fußes informieren sie über die bestimmten Schuhtypen. Sie geben Auskunft über die verschiedenen Materialien, deren Eigenschaften und Verarbeitung, Haltbarkeit, Verwendungs- und Tragemöglichkeiten sowie über den Einfluss der unterschiedlichen Sohlenmaterialien auf Passform und Trageeigenschaft. Sie erläutern diverse Schnittformen, Weiten, Absatzhöhen und ihre Auswirkungen auf Passform, Formbeständigkeit oder Bequemlichkeit. Bei Kindern ermitteln sie die entsprechende Schuhgröße mit einem Fußmessgerät. Außerdem geben Einzelhandelskaufleute für Schuhe Informationen über die richtige Anwendung von Schuhpflegemitteln, -einlegesohlen und anderem Zubehör, wie zum Beispiel Strecker. Ebenso beraten sie beim Kauf von Accessoires wie Taschen, Gürtel oder anderer Modeartikel, die zum angebotenen Sortiment gehören. Außerdem übernehmen und leiten sie unter Berücksichtigung von Gewährleistung und Garantie Reparaturaufträge weiter. Die Einkaufsplanung passiert unter Berücksichtigung aktueller Modetrends, Designerlinien, jahreszeitlichen sowie örtlichen Gegebenheiten und natürlich mit Rücksicht auf die spezifische Zielgruppe und das Marktsegmente des Betriebes.

Ausbildungsschwerpunkt "Sportartikel":
Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Sportartikel haben sehr viel Kundenkontakt. Sie informieren über Material, Funktion und Anwendungsbereiche von Sportgeräten und Sportzubehör. Im Verkaufsgespräch beraten sie auch über die gesundheitlichen Vorteile der Sportartikel, ihre Verwendung und die dafür notwendigen gesundheitlichen Voraussetzungen bei der Ausübung der Sportart. Ihre Kenntnisse reichen entsprechend von Sport im Allgemeinen über die Vielfalt der Sportarten bis zu adäquaten Schutzausrüstungen.

Im Bereich Sportmode informieren sie über die Zusammensetzung, Funktionalität und Verträglichkeit sowie die Pflege der Textilien. Sie beraten bezüglich der Abstimmung auf die entsprechende Sportart sowie die jeweilige sportliche Belastung. Außerdem erläutern sie Qualitäts- und Preisunterschiede.

Zur Verkaufsvorbereitung und Nachbearbeitung gehören die Montage und der Zusammenbau der Sportartikel. Das beinhaltet auch Service- und Reparaturarbeiten (welche laut Gewerbeordnung im Sinne der Rechte der Händler durchgeführt werden dürfen). Die fach- und funktionsgerechte Wartung, Prüfung und Einstellung von Geräte- und Anlageteilen fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich der Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Sportartikel.

Für diese Arbeit benötigen sie Kenntnisse über Werk- und Hilfsstoffe und deren Eigenschaften, Verwendungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Sie müssen Gebrauchs- und Aufbauanleitungen lesen und umsetzen können.

Die Einkaufsplanung passiert unter Berücksichtigung aktueller Trends, saisonaler und regionaler Erfordernisse sowie der Verkaufsschwerpunkte des Betriebes.

Ausbildungsschwerpunkt "Telekommunikation":
Einzelhandelskaufleute im Telekommunikations-Handel sind im Verkauf mobiler Telefongeräte ("Handys") tätig. Sie beraten die KundInnen über die verschiedenen Gerätearten und ihre Funktionen, Kennwerte und Leistungsmerkmale, über die Konditionen der Mobilfunkanbieter und über die Vorraussetzungen für die Inbetriebnahme bzw. den Einbau (z.B. Freisprecheinrichtungen) von Telekommunikationsgeräten, -zubehör und -diensten. Weiters führen sie die Beratung und Servicierung der branchenüblichen Kundenanliegen durch (z.B. SIM-Karten tauschen, Sperren, Reparaturannahme, Auskunft über Tarife und Einzelgesprächsnachweise usw.).

Ausbildungsschwerpunkt "Textilhandel":
Kaufleute im Einzelhandel des Bereichs Textil arbeiten vorwiegend im Verkauf. Sie stellen ein ausreichendes Warenangebot an Herren-, Damen- und Kinderbekleidung, Wäsche und Badebekleidung, Bettwaren, Haus- und Küchenwäsche, Teppiche, Heimtextilien, Meterwaren und Kurzwaren (eingeschränkt) bereit.

Im Verkaufsgespräch beraten sie die KundInnen bei der Produktauswahl vor allem hinsichtlich Passform, Farbe und Stil, wobei sie modische Einflüsse und Trends berücksichtigen. Sie informieren über die Zusammensetzung der Stoffe, die Verträglichkeit und die Pflege der Textilien. Außerdem erläutern sie Qualitäts- und Preisunterschiede.

Die Einkaufsplanung passiert unter Berücksichtigung aktueller Modetrends, Designerlinien, jahreszeitlicher sowie örtlicher Gegebenheiten und natürlich mit Rücksicht auf die spezifische Zielgruppe. Die Warenpräsentation und -platzierung unter verkaufspsychologischen Gesichtspunkten (Visual Merchandising) nimmt vor allem auch in Selbstbedienungsgeschäften einen wichtigen Stellenwert ein. Das betrifft die Dekoration der Verkaufsräume und Schaufenster genauso, wie Verkaufsaktionen (zum Beispiel Schlussverkäufe und Sonderverkäufe). Bei vielen Handelsketten ist es aber üblich, dass ein speziell ausgebildetes Fachpersonal (z.B. Auslagendekorateure) diese Tätigkeiten übernimmt.

Ausbildungsschwerpunkt "Uhren- und Juwelenberatung":
Einzelhandelskaufleute im Uhren- und Juwelenhandel sind Fachleute für Schmuck, Edelmetalle, Edelsteine, Uhren usw. Für die Beratung der KundInnen benötigen sie genaue Kenntnisse der verschiedenen Arten von Edelmetallen und Edelmetall-Legierungen sowie ihrer Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten, der Edel- und Schmucksteine und Diamanten (Bezeichnungen, Schliffarten, Farben, Vorkommen, Synthesen und Imitationen, Klassifizierung nach Farbe, Reinheit, Schliff und Gewicht) sowie der Perlen und Korallen. Ein wichtiger Beratungsbereich sind auch die verschiedenen Uhrentypen (elektronisch, mechanisch), ihre Funktionsweise (Quarz, Handaufzug, Automatik), ihre Eigenschaften (Wasserdichte, Ganggenauigkeit) und ihre Handhabung.



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