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ZollsachbearbeiterIn; ZolldeklarantIn

Berufsbereiche: Verkehr, Transport und Zustelldienste
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.490,- bis € 2.050,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ZolldeklarantInnen vertreten Unternehmen sowie Import- oder Exportfirmen gegenüber der Zollbehörde.

ZolldeklarantInnen kalkulieren Transport- und Verpackungskosten, erstellen Speditionsausschreibungen, auch für komplexe Schwertransporte. Sie bewerten Zollnebenabkommen und berechnen die Zolltarife und gegebenenfalls die Einfuhrumsatzsteuer. Sie werten die Angebote aus und treffen Vergabeentscheidungen. Sie fertigen die Zollpapiere formgerecht aus und berücksichtigen dabei Zollermäßigungen und Zollbefreiungen.

ZolldeklarantInnen verfügen meist über eine betriebswirtschaftliche bzw. kaufmännische Ausbildung (Speditionskaufmann/frau) und über fundierte Kenntnisse im Zollwesen und Luftfrachtbereich. Sie kennen alle Zolltarife, Zollgesetzgebungen, wichtigen Erlässe sowie Eisenbahn-, Post-, Schiffs- und Luftzollordnungen.

Sie pflegen den Umgang mit elektronischer Zoll-Software wie z.B. e-Zoll, Intrastat und ZK-DVO (Zollkodex-Durchführungsverordnung) bzw. TARIC (Zolltarifdatenbank der Europäischen Union).

Die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Zollabwicklung im Im- und Export sowie Transit (E-Zoll)
  • Erstellen der Transportdokumente (Zoll, CMR, Lieferscheine)
  • Umsatzsteuerrelevante Nachweise einholen
  • Zusammenarbeit und Abstimmung mit KundInnen, Behörden und Zollämtern
  • Durchführung von Sammelanmeldungen und Intrastat Meldungen
  • Mitarbeit bei Themen wie z.B. Produktpiraterie, Verbote, Beschränkungen

 

Bei der Warenübernahme kontrollieren sie die Beschaffenheit und die Verpackung der Ware. Der Großteil der Berechnungsarbeiten und Dokumentenerstellung erfolgt computergestützt.

Siehe auch den Beruf WirtschaftsingenieurIn für Logistik oder die Lehrberufe Speditionskaufmann/-frau, Betriebslogistikkaufmann/-frau und SpeditionslogistikerIn.

Analytisches Denkvermögen verbunden mit Führungs- und sehr guter Kommunikationsfähigkeit, verhandlungssicheres Deutsch, Sprachkenntnisse (Fremdsprachenkompetenz) sowie EDV-Kenntnisse (berufsspezifische Software), gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, Bereitschaft zu unregelmäßiger Arbeitszeit (Nachtdienst, Wochenendarbeit).

Berufstätige aus diesem Berufsbereich arbeiten vorwiegend für Speditionsbetriebe, größere Handelsbetriebe sowie Produktionsbetriebe mit Außenhandelsbeziehungen.

Arbeitseinätze finden statt an: Grenzbahnhöfen, Strassenzollämtern von Autobahnen, internationalen Flughäfen, Zollfreilagern oder in Büros von Industriebetrieben und grossen Warenhäusern.

Die Aufgabenfelder reichen grundsätzlich von speziellen Bereichen (z.B. Personal, Produktion, Logistik) bis hin zu zentralen Managementpositionen, beratende Tätigkeit als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn, GutachterIn o.Ä.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FrächterIn", dem der Beruf "ZollsachbearbeiterIn; ZolldeklarantIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

ZolldeklarantInnen verfügen meist über eine kaufmännische Ausbildung, wie etwa Speditionskaufmann/frau (Z.B. HAK) - eventuell auch VerwaltungsfachbeamtIn mit entsprechender Zusatzqualifikation.

Wichtige Kenntnisse: Kenntnisse im Zollwesen und Luftfrachtbereich sowie im Umgang mit elektronischen Zollprogrammen (e-Zoll, Intrastat) sind unerlässlich. 
Weiters: Ausfuhrbestimmungen und Anwendung des ATLAS-Verfahrens, AEO-Bewilligungen, Bafa-Genehmigungen,
Incoterms, Einreihung der Waren zum jeweiligen Gebrauchszolltarif und Warenursprungsrecht.

Nach der Grundausbildung erfolgt entweder eine innerbetriebliche Schulung bzw.   entsprechende Kurse in den Bereichen Verkehr, Import, Export oder Lagerhaltung etc.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Logistik evtl. SpeditionsfachwirtIn bieten Institute wie die Donau-Universität Krems, BFI, WIFI u.a. bieten Lehrgänge in Logistik und Logistikmanagement an.

Spezialisierungen sind in Bereichen wie Betriebslogistik (vormals: Lagerlogistik) und Produktionslogistik möglich. Weiterbildungsmöglichkeiten bieten hier z.B. die Universitätslehrgänge Professional Logistics MBA (Donau-Universität Krems), Akademische/r LogistikmanagerIn (WIFI) sowie Produktionslogistik (BFI).

Aufstiegsmöglichkeiten für Berufstätige in diesem Bereich bestehen z.B. in Funktionen wie LeiterIn der Zollabteilung oder AbteilungsleiterIn für Zoll- und Außenhandelsangelegenheiten.

 

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