Ausbildungsform auswählen

AnwendungstechnikerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

AnwendungstechnikerInnen bildet eine Schnittstellenfunktion zwischen technisch-industriellen Unternehmen und ihren KundInnen bzw. dem Markt.

Grundsätzlich geht es darum, die Produkte und Angebote eines Unternehmens für spezielle KundInnenbedürfnisse zu adaptieren.

AnwendungstechnikerInnen befassen sich mit der technischen Unterstützung des Verkaufsprozesses. Dazu gehören Aufgaben wie das Erkennen von Marktbedürfnissen und deren produktionstechnische Umsetzung, die Analyse der Kundensituation, Vertrieb und Marketing. Vor allem erarbeiten sie technische Lösungen für spezielle, meist maßgeschneiderte KundInnenbedürfnisse. Zudem modifizieren sie technische Anlagen und Systeme entsprechend neuer oder erweiterter Anforderungen. Auch erstellen sie Programme mittels CAM-System zur computergestützten Konstruktion und Fertigung.

Sie beraten KundInnen und setzen Maßnahmen zur Produktionsoptimierung um, wirken bei der Durchführung von Versuchen und Tests mit, bearbeiten technische Anfragen und betreuen KundInnen vor Ort.

Anwendungs- und ApplikationstechnikerInnen finden auch in verschiedenen technischen Bereichen Tätigkeitsfelder, z.B. in der Informationstechnik, Bautechnik, Maschinen- und Anlagentechnik, Feinwerktechnik, Mikrosystemtechnik u.v.a.

Siehe auch die Berufe FlugzeugbautechnikerIn, WerstofftechnikerIn, MedizintechnikerIn, VerbundstofftechnikerIn, ChemikerIn (Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik).

Logisch-analytisches Denkvermögen, grundsätzliches naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, sehr gutes Auftreten, gutes schriftliches und verbales Ausdrucksvermögen, Problemlösungsfähigkeit, tlw. gute Englischkenntnisse, Argumentations- und Verhandlungskompetenz, tlw. interkulturelle Kompetenz, sehr gutes Zeitmanagement.

Team- und Kommunikationsfähigkeit sind ebenso erforderlich. Für manche Einsatzgebiete sind auch verschiedene körperlich-physische Voraussetzungen notwendig (z.B. Arbeit unter Tag, unter großer Hitzeentwicklung, in großer Höhe u.v.a.m.).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei allen größeren Unternehmen, insbesondere im industriellen Wirtschaftssektor. Die Aufgabenfelder reichen hier von speziellen Bereichen (z.B. Personal, Produktion, Logistik) bis hin zu zentralen Managementpositionen.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbstständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentInnen, GutachterInnen u.Ä. Technische KontrollorInnen arbeiten v.a. bei Sicherheits- und Kontrollinstituten (wie z.B. TÜV) sowie in Ziviltechnikbüros.

Für Personen mit einer europaweit anerkannten Ingenieursausbildung und mehrjähriger berufspraktischer Erfahrung besteht auch die Möglichkeit bei der FEANI um den Titel einer/eines EURO-Ingenieurin/-Ingenieurs anzusuchen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "VerkaufstechnikerIn", dem der Beruf "AnwendungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

AnwendungstechnikerInnen verfügen üblicherweise über ein abgeschlossenes technisches Studium, wie etwa Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt (Metallbearbeitung, Maschinenbau, Werkzeugbau, Elektrotechnik, auch Bauwesen o.Ä.) - meist mit Spezialisierung im Bereich Produktionstechnik oder Verfahrenstechnik und in Kombination mit betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen (Marketing, Vertrieb, Projektmanagement etc)

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Technische Angestellte - Ingenieurberufe"

Fachschulen
  • Fachschule für Mechatronik  (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Haslach; Klagenfurt; Lienz).
  • Fachschule für Berufstätige für Mechatronik (Dauer: 3,5 Jahre; Standorte: Graz-Gösting; 1200 Wien).
  • Fachschule für Mikroelektronik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Karlstein).
  • Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Kapfenberg; Weiz).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: St. Pölten).

 

Berufsbildende höhere Schulen
  • Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Sporttechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: 1200 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Textiltechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: Dornbirn).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen,Ausbildungsschwerpunkt Betriebsmanagement (Dauer: 5 Jahre; Standort: Kapfenberg).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Qualitätsmanagement (Dauer: 4 Jahre Standort: Graz-Gösting).

 

Kollegs
  • Kolleg für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsmodul Qualitätsmanagement (Dauer: 2 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Kolleg für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsmodul Betriebsinformatik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz; Wiener Neustadt).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Facility Management (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Linz; Pinkafeld).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Facility Management (Dauer: 2 Jahre; Standort: Pinkafeld).

 

Berufsbildende höhere Schulen (einschließlich Kollegs) für Berufstätige
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Braunau am Inn; Eisenstadt; Kaindorf; Karlstein; Klagenfurt; Lienz; Linz; Wels; 1030 Wien; 1100 Wien).
  • (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standort: 1200 Wien).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsmanagement (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standorte: Linz; Weiz; 1200 Wien; Wolfsberg).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Qualitätsmanagement (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standort: Linz; 1200 Wien).

 

Werkmeisterschulen
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Bad Ischl; Braunau am Inn; Dornbirn; Graz; Kirchdorf an der Krems; Köflach; Leibnitz; Linz; Oberwart; Perg; Ried im Innkreis; Schärding; Steyr; Vöcklabruck; Weiz; Wels; Graz; Dornbirn; 1200 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik, Vertiefung Fertigung und Montage (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz).

 

Gefragte (Zusatz)qualifikationen: Logistik- und/oder Produktionsplanungsprozess, Prozessmanagement (Informatik), Software Engineering, Qualitätsmanagement oder Betriebs- und Wirtschaftstechnik.

Die konkreten Ausbildungsanforderungen hängen vom konkreten Berufsfeld ab. Allgemein lässt sich allerdings feststellen, dass technische Ausbildungen, die Qualifikationen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen beinhalten, für Berufe in diesem Bereich besonders gute Voraussetzungen bieten.

Darüber hinaus werden für viele Spezialaufgaben Weiterbildungs- und Spezialisierungskurse (Wirtschaftsingenieurwesen, technisches Management, Innovationsmanagement, Produktionstechnik, Qualitätssicherung u.a.m.) angeboten.

Ein spezielles Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Je nach erreichter Qualifikation sind bestimmte Aufgabenbereiche möglich, die durch folgende Berufsbezeichnungen charakterisiert sind: REFA-SachbearbeiterInnen, REFA-Fachmann/ frau, REFA-TechnikerInnen für Industrial Engineering, REFA-OrganisationsassistentInnen, REFA-OrganisatorInnen, REFA-IngenieurInnen für Industrial Engineering, Infolink Refa.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik). Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen ist für solche Karriereschritte üblicherweise grundsätzlich erforderlich. Für kaufmännische Leitungsfunktionen sind darüber hinaus in der Regel eine kaufmännische (Grund )Ausbildung sowie in der Praxis erworbene Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzierung und Personalwesen notwendig.

Für leitende Funktionen im Verkauf, aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben, sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar. Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung: Es handelt sich dabei um einen europaweit einheitlich anerkannten Berufstitel für Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung; obwohl es sich hier eher um einen Formalismus handelt, wird die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn in Zukunft voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein, Infolink.

Weitere berufliche Entwicklungsperspektiven bieten auch die Berufsbilder von Auditors, Industrial Engineers, Clinical Engineers u.a.m.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus den Bereichen "Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht" und "Maschinen, Kfz und Metall" anzeigen