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BautechnikerIn - Ökotechnik, Umwelttechnik

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Umwelt
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Ökobautechnik bzw. Bauökologie ist ein Gebiet der Bauphysik und beschäftigt sich mit dem Einsatz ressourcenschonender Materialien und dem effizienten Energieverbrauch von Gebäuden.

Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen zu den Bereichen Konstruktion und Architektur, Wärmedämmung, Klimaschutz, Schallschutz, Lichttechnik, Solartechnik u.a.

ÖkobautechnikerInnen beschäftigen sich mit dem ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes - vom Herstellungsprozess und den Auswirkungen verwendeter Materialien, über die Bestandssanierung (z.B. aktive Lüftung) bis zum Rückbau, also dem Abriss und dem Recycling.

Sie berücksichtigen kurz- und langfristige Auswirkungen der Bautätigkeit auf Natur und Umwelt sowie die Aspekte des Transportes von Baustoffen.

BauökologInnen beraten ArchitektInnen, BauingenieurInnen und GebäudeeigentümerInnen bei der Planung von Gebäuden und bei der Auswahl der Baumaterialien und Baustoffen. Typische Aufgabenbereiche sind die Planung und Umsetzung von Lösungen in den Bereichen:

  • Einsparung von Energie und Wasser im Wohnungsbau
  • Anlagen zur Stromerzeugung und Warmwasserbereitung mit Sonnenenergie
  • Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen
  • Kläranlagen für das Recycling von Abwasser
  • Anlagen zur Nutzung und Versickerung von Regenwasser, Vakuum- und Trenntoiletten
  • Abwasserverdunstungsbeete
  • Sanierungstechnik bei Altbauten (Wärmedämmung und Isolierung)
  • Recycling von Baustoffen
  • u.v.m.

 

ÖkobautechnikerInnen arbeiten im Team mit Fachkräften und SpezialistInnen aus den Bereichen Gebäudetechnik, Baukonstruktionstechnik, Energieberatung, Ökosystemwissenschaften u.a.

 

Grundlegendes naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, Freude an Physik (Thermik, Thermodynamik, Klimaschutz, Schall, Lichttechnik), räumliches Vorstellungsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Kontaktfähigkeit, hohes Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz, Bereitschaft zur Mobilität.

BauökologInnen arbeiten in Architektur-, Ziviltechnik-, Umwelttechnik- und Planungsbüros sowie in Betrieben der Immobilien- und Gebäudewirtschaft.

Sie finden v.a. in Unternehmen des Baugewerbes, Ingenieurbüros und weiteren Ziviltechnikbüros, in Hoch- und Tiefbaubetrieben, in Konstruktionsbüros bei Planungsgesellschaften, in Planungsbüros der Industrie, in Bauämtern der Öffentlichen Bauträger, sowie als Selbstständige Beschäftigung.

Aufgrund zahlreicher EU-Verordnungen und Neuregelungen in den Bereichen energieeffizientes, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen, sowie intelligente Steuerungssysteme und umweltfreundliche Baustoffe entstehen zunehmend neue Ausbildungsmöglichkeiten, welche diese Schwerpunkte aufgreifen. Dementsprechend steigen auch die Karrierechancen im gesamten Bauwesen, insbesonders in allen Bereichen, die innerhalb des Lebenszyklus eines Gebäudes bzw. Objektes eine Rolle spielen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "BautechnikerIn - Ökotechnik, Umwelttechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als berufliche Vorbildung für Berufe im Bereich Bautechnik kommen vor allem Fachschul-, HTL- und akademische Ausbildungen in Betracht.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Aus- und Weiterbildungsangebote in Form von Kursen bieten insbesondere die Bauakademien (Lehrbauhöfe) mit Bildungsangeboten in Bereichen wie Arbeitssicherheit, Bauleitung, Baurecht, Bauphysik, Projektmanagement, Sprengtechnik u.a.m.

Infos über Aus- und Weiterbildung bietet die Website des IBO – Institut für Baubiologie und Bauökologie und der Green Academy.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Bautechnik, Bauwirtschaft, Baubedarf"

Weiterbildungsangebote: z.B. Althaussanierung und Denkmalpflege, computergestütze Konstruktionsverfahren, Baurecht und Baunormen, Baubiologie und Bauphysik, Baukalkulation, Bauleitung, Bauvermessung u.a.

Für spezifische Aufgaben im Umfeld der Bautechnik sind aber auch Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen in Bereichen wie Maschinenbau (Baumaschinenwesen), Holztechnik oder EDV (Konstruktionsprogramme wie vor allem CAD-Anwendungen) möglich.

Möglichkeiten bieten auch Universitätslehrgänge in den Bereichen Solararchitektur, Klimatechnik, Sanierungsmanagement, nachhaltige Entwicklung im Städtebau oder Facility Management, International Construction Law, Life Cycle Management-Bau, Building Science, Urban Strategies, MEng Nachhaltiges Bauen, Future Building Solutions, Nachhaltigkeitsmanagement.

Weiterbildungsangebote im Bereich Bautechnik gibt es auch z.B. von ATGA (Akademie für technische Gebäudeausrüstung) und Nimmerrichter (Weiterbildung für Baufachleute). Das WIFI bietet spezielle Ausbildungen für BaustoffberaterInnen an.

 

 Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie Werksleitung, leitende Ein- und Verkaufspositionen, Betriebsorganisation, Leitung von Konstruktionsbüros, eine Tätigkeit als Technik-Consultant, leitende Funktionen im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich (z.B. ChefkonstrukteurIn, ProjektingenieurIn), LeiterIn/Entwicklungstechnische Abteilung, PrüfingenieurIn, Technik-Consultant.

HolzkonstruktionstechnikerInnen mit Spezialisierung im konstruktiven Holzbau haben nach Erbringung des Befähigungsnachweises im Holzbau-Meistergewerbe (früher Zimmermeistergewerbe) die Möglichkeit, die Berechtigung zur selbständigen Planung, Leitung und Ausführung von Holzbau-Meisterarbeiten (bzw. Zimmermeisterarbeiten) zu erwerben.

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