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Elektronikerin
Elektroniker

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ElektronikerIn (mit MODULEN)

Lehrberufe

Lehrzeit:
3 1/2 Jahre.
Bei Absolvierung eines zusätzlichen Spezialmoduls oder Hauptmoduls: 4 Jahre.


Hinweis

Dieser Lehrberuf ersetzt seit 1. Juni 2011 die Vorläufer-Lehrberufe "ElektronikerIn" (alte Form mit den Ausbildungsschwerpunkten "Angewandte Elektronik" und "Mikrotechnik"), "KommunikationstechnikerIn - Audio- und Videoelektronik", "KommunikationstechnikerIn - EDV und Telekommunikation" und "KommunikationstechnikerIn - Nachrichtenelektronik".

 

Die Ausbildung in diesem Lehrberuf besteht aus einem Grundmodul (Dauer: 2 Jahre) und mindestens einem der folgenden Hauptmodule (Dauer: 1 1/2 Jahr):
- Angewandte Elektronik
- Mikrotechnik
- Kommunikationselektronik
- Informations- und Telekommunikationstechnik

 

Zusätzlich zu Grundmodul und Hauptmodul können entweder ein weiteres Hauptmodul (Dauer: 1/2 Jahr) oder eines der folgenden Spezialmodule (Dauer: 1/2 Jahr) absolviert werden, wodurch sich die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert:
- Netzwerktechnik
- Eisenbahntelekommunikationstechnik

 

Die Kombinationsmöglichkeiten der Hauptmodule untereinander sowie der Hauptmodule mit den Spezialmodulen sind genau festgelegt: Das Hauptmodul "Angewandte Elektronik" ist mit allen anderen Hauptmodulen sowie mit den beiden Spezialmodulen kombinierbar. Das Hauptmodul "Mikrotechnik" kann nur mit dem Hauptmodul "Angewandte Elektronik" kombiniert werden (nicht jedoch mit den Spezialmodulen). Das Hauptmodul "Kommunikationselektronik" kann mit dem Hauptmodul "Angewandte Elektronik" und dem Spezialmodul "Netzwerktechnik" kombiniert werden. Das Hauptmodul "Informations- und Telekommunikationstechnik" kann mit dem Hauptmodul "Angewandte Elektronik" und den beiden Spezialmodulen "Netzwerktechnik" und "Eisenbahntelekommunikationstechnik" kombiniert werden.

  



Tätigkeitsmerkmale

Die Elektronik befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung elektronischer Bauteile und Schaltkreise, die heute als Steuerelemente in fast der gesamten Technik nicht mehr wegzudenken sind. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind die Maschinen- und Anlagensteuerung, die Computertechnik, die Kommunikationstechnik, die Gebäudetechnik, die Fahrzeugtechnik, die Medizintechnik usw. ElektronikerInnen stellen elektronische Bauelemente, Schaltungen, Leiterplatten usw. her, bauen sie in Geräte/Maschinen/Fahrzeuge ein, sorgen für die Wartung und Reparatur der elektronischen Teile und Schaltungen und wirken an der Entwicklung neuer Anwendungen mit. Der Beruf ist sehr vielseitig und stellt hohe Anforderungen; hier einige Kenntnisse, die ElektronikerInnen benötigen: Elektrische Messtechnik (Messung elektrischer Größen mit Messgeräten und Sensoren), Analog- und Digitaltechnik, Gebäudetechnik, Erdungs- und Überspannungsschutzanlagen, Anfertigung von technischen Zeichnungen und Schaltplänen, Herstellung und Design von Leiterplatten, elektronische Schaltungen und Baugruppen, Herstellung von Verbindungen (Klemm-, Steck-, Schraubverbindungen, Kerbverbindungen, Weichlöten), Verlegen und Anschließen von Leitungen und Kabeln, Instandhaltung/Wartung elektronischer und elektromechanischer Bauteile, Mikrocomputersysteme, Betriebssysteme und Bedieneroberflächen, Netze/Netzwerke und Verbindungstechniken, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und elektrostatische Entladung (ESD).

 

Hauptmodul "Angewandte Elektronik":
ElektronikerInnen im Bereich "Angewandte Elektronik" sind für die elektrischen, elektronischen und elektropneumatischen Steuerungen der Maschinen und Anlagen (Automatisierungstechnik, Mess- und Regeltechnik usw.) sowie für die elektrischen/elektromechanischen und mechanischen Geräte und Betriebsmittel eines Betriebes zuständig. Sie montieren die Steuerungen, nehmen sie in Betrieb und überprüfen ihre Funktionen. Weiters sorgen sie laufend für die Instandhaltung und Wartung der Steuerungen. Zu ihren Aufgaben gehört weiters der Zusammenbau, die Montage und Prüfung sowie die Instandhaltung, Wartung und Reparatur der elektrischen/elektromechanischen Geräte und Betriebsmittel.

 

Hauptmodul "Mikrotechnik":
Im Bereich "Mikrotechnik" geht es um die Herstellung elektronischer Elemente (Sensoren, Mikrochips, Halbleiter, Schaltkreise) und mikrotechnischer Systeme, die sich aus diesen Elementen zusammensetzen (z.B. Leiterplatten bzw. "Leiterkarten", "Platinen", "gedruckte Schaltungen" oder "Printplatten"). In der Mikrotechnik wird daher auch häufig in Labors sowie in sogenannten Reinräumen gearbeitet, also in Räumen, die eine möglichst staubfreie Umgebung gewährleisten, was für die Qualität der mikrotechnischen Elemente von höchster Wichtigkeit ist; üblich ist hier auch die Arbeit mit bestimmten Gasen und Ätzmitteln. Die wichtigste Aufgabe der ElektronikerInnen in der mikrotechnischen Produktion ist die Betreuung der Produktionsmaschinen (Programmieren, Einstellen Bedienen, Beschicken, Umrüsten, Überwachen). Sie warten die Maschinen und führen bei Störungen die erforderlichen Reparaturarbeiten durch. Den Produktionsprozess überwachen sie ständig, wobei sie auch regelmäßig Produktprüfungen und Endtests machen.


Hauptmodul "Kommunikationselektronik":
Die Kommunikationselektronik umfasst die Hochfrequenztechnik (Funktechnik, Modulation, Empfangs- und Sendetechnik, Antennentechnik, Satellitenempfangstechnik usw.) und die Video- und Audiotechnik (Fernseh-/Radiotechnik, DVD- und CD-Geräte, Lautsprechersysteme usw.). Die ElektronikerInnen für Kommunikationselektronik stellen die hier erforderlichen Bauteile und Baugruppen her und führen Instandhaltungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten daran durch.

 

Hauptmodul "Informations- und Telekommunikationstechnik":
Die Informations- und Telekommunikationstechnik umfasst die Telefontechnik und die Internettechnik. Die ElektronikerInnen dieses Bereichs errichten, warten und reparieren die hier verwendeten Anlagen (Antennen- und Relaisstationen, Serverstationen, Telefonanlagen, Computersysteme), Netzwerke und Mobilnetze.

 

Spezialmodul "Netzwerktechnik":
In der Netzwerktechnik geht es um Serverbetriebssysteme und die zugehörigen Applikationen im speziellen Anwendungsbereich der Kommunikationstechnik (Audio, Video, Voip, Breitbandtechnologie, Kompression). ElektronikerInnen sorgen für die Einrichtung, Inbetriebnahme, Verwaltung und Absicherung sowie für die Instandhaltung/Wartung und Reparatur dieser Systeme.

 

Spezialmodul "Eisenbahntelekommunikationstechnik":
Darunter fallen spezielle Telekommunikationseinrichtungen der Bahn wie vor allem Videoanlagen, Lautsprecheranlagen, Uhrenanlagen, automatische Zugzielanzeigeanlagen, rechnergestützte Zugüberwachung, Bedienplätze an Heißläuferortungsanlagen uä. ElektronikerInnen sorgen für die Prüfung dieser Anlagen und für die rasche Reparatur im Fehlerfall.

 



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