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KonditorIn (ZuckerbäckerIn)

Berufsbereiche: Lebensmittel
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) stellen alle Arten von Konditorwaren her, vor allem Torten, Konditorbackwaren (z.B. Kuchen aus verschiedenen Teigen wie etwa Germteig, Blätterteig, Plunderteig, Mürbteig, Biskuitmassen usw.), Zuckerwaren (z.B. Marzipanerzeugnisse, Zuckerl), Obsterzeugnisse (z.B. Marmelade, Gelees, Dickobst) und Schokoladewaren (z.B. Bonbons und Konfekt). Konditoren fertigen auf Kundenwunsch auch spezielle Waren (z.B. Hochzeits- und Geburtstagstorten) an. Zahlreiche Maschinen erleichtern die Arbeit in der Backstube, z.B. Teigbearbeitungsmaschinen wie Rühr- und Ausrollmaschinen oder computergesteuerte Backöfen, Frostanlagen und Gärunterbrecher. Auch die Pflege und Reinhaltung dieser Maschinen und Öfen sowie der Backbleche und -formen und aller anderen Arbeitsgeräte gehört zu den täglich anfallenden Arbeiten.

Bei der Teig- und Masseherstellung bereiten die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) die benötigten Zutaten (z.B. Mehl, Fett, Eier, Zucker) vor, wiegen sie und verarbeiten sie meist maschinell unter Verwendung einer Teigknet- oder Rührmaschine zu einem Teig.

Die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) formen die verschiedenen Teige händisch oder maschinell (z.B. Kipferln mit der Wickelmaschine). Sie bringen geformte Teigstücke aus Germ- oder Plunderteig vor dem Backen in die sogenannte "Gärkammer", wo der Gärvorgang im Teig stattfindet. Tortenmassen füllen die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) zum Backen in entsprechende Backformen.

Vor dem Backvorgang heizen die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) den Backofen - je nach Teigart - auf Temperaturen zwischen 190°C und 260°C vor und stellen dann die für das jeweilige Backgut erforderliche Backtemperatur ein. Das Backgut wird auf Bleche gelegt und in den Backofen transportiert. Konditoreibetriebe verwenden üblicherweise elektronisch gesteuerte Etagenbacköfen, in denen Backwaren mit unterschiedlicher Backtemperatur und Backdauer gleichzeitig, jedoch in verschiedenen Etagen, gebacken werden. Nach dem Backen wird ein Teil der Backwaren sofort weiterverarbeitet, der andere Teil der Ware wird in Kühlanlagen tiefgekühlt, wodurch ein längeres Frischhalten der Ware und ein Arbeiten auf Vorrat möglich wird.

Die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) stellen verschiedene Füllungen (z.B. Nuss-, Mohn- oder Topfenfüllungen) und Cremes (z.B. Butter-, Vanille- oder Schokoladecreme) her, mit denen sie die Backwaren entweder vor oder nach dem Backvorgang füllen. Strudel oder Golatschen werden z.B. vor dem Backen gefüllt, Tortenmassen werden nach dem Backvorgang ein- oder mehrfach aufgeschnitten und anschließend gefüllt. Bestimmte Backwaren (z.B. Torten) werden mit einer Glasur (kakaohältige Fettglasur, Fondant usw.) überzogen. Die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) dekorieren mit einem Dressiersack bzw. einer Spritztüte die glasierten Torten mit Creme oder Schlagobers und belegen sie mit Früchten, Bonbons oder Marzipan.
KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) stellen alle Arten von Konditorwaren her, vor allem Torten, Konditorbackwaren (z.B. Kuchen aus verschiedenen Teigen wie etwa Germteig, Blätterteig, Plunderteig, Mürbteig, Biskuitmassen usw.), Zuckerwaren (z.B. Marzipanerzeugnisse, Zuckerl), Obsterzeugnisse (z.B. Marmelade, Gelees, Dickobst) und Schokoladewaren (z.B. Bonbons und Konfekt). Konditoren fertigen auf Kundenwunsch auch spezielle Waren (z.B. Hochzeits- und Geburtstagstorten) an. Zahlreiche Maschinen erleichtern die Arbeit in der Backstube, z.B. Teigbearbeitungsmaschinen wie Rühr- und Ausrollmaschinen oder computergesteuerte Backöfen, Frostanlagen und Gärunterbrecher. Auch die Pflege und Reinhaltung dieser Maschinen und Öfen sowie der Backbleche und -formen und aller anderen Arbeitsgeräte gehört zu den täglich anfallenden Arbeiten.

Bei der Teig- und Masseherstellung bereiten die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) die benötigten Zutaten (z.B. Mehl, Fett, Eier, Zucker) vor, wiegen sie und verarbeiten sie meist maschinell unter Verwendung einer Teigknet- oder Rührmaschine zu einem Teig.

Die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) formen die verschiedenen Teige händisch oder maschinell (z.B. Kipferln mit der Wickelmaschine). Sie bringen geformte Teigstücke aus Germ- oder Plunderteig vor dem Backen in die sogenannte "Gärkammer", wo der Gärvorgang im Teig stattfindet. Tortenmassen füllen die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) zum Backen in entsprechende Backformen.

Vor dem Backvorgang heizen die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) den Backofen - je nach Teigart - auf Temperaturen zwischen 190°C und 260°C vor und stellen dann die für das jeweilige Backgut erforderliche Backtemperatur ein. Das Backgut wird auf Bleche gelegt und in den Backofen transportiert. Konditoreibetriebe verwenden üblicherweise elektronisch gesteuerte Etagenbacköfen, in denen Backwaren mit unterschiedlicher Backtemperatur und Backdauer gleichzeitig, jedoch in verschiedenen Etagen, gebacken werden. Nach dem Backen wir ...
  • Handgeschicklichkeit: Teig formen, Torten schneiden, Dekorieren
  • Fingerfertigkeit: Dekorieren, Glasieren
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Abschmecken von Teigen und Füllungen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Teigformen, Modellieren
  • Organisationstalent: Planen der Arbeitsabläufe
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten in der Gruppe bei Arbeitsteilung
  • gestalterische Fähigkeit: Dekorieren
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Herstellen von Torten usw.

Betriebe/Lehrbetriebe: KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) arbeiten vorwiegend in kleinen und mittleren Gewerbebetrieben, wobei an die Konditoreien häufig Bäckereien oder Kaffeehäuser angeschlossen sind. Größere Hotels und Restaurants stellen KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) für die Herstellung von Desserts ein. Eine geringe Zahl von KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) ist in der Backwaren- und Süßwarenindustrie beschäftigt.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge in diesem Lehrberuf bewegt sich jährlich insgesamt im unteren vierstelligen Bereich und schwankte in den letzten Jahren nur leicht. Interessierte Jugendliche können in den nächsten Jahren voraussichtlich mit einem gleichbleibenden Angebot an Lehrstellen rechnen. Rund ein Fünftel der Lehrlinge absolviert die Ausbildung im Zuge einer Doppellehre.

Unterschiede nach Geschlecht: Die weiblichen Lehrlinge sind deutlich in der Mehrzahl. Im Schnitt waren in den letzten Jahren mehr als drei Viertel der Lehrlinge weiblich.

Berufsaussichten: Konkurrenz besteht für Konditoreien durch die Back- und Süßwarenindustrie. Die Lage der Gewerbebetriebe ist weitgehend stabil. Viele Konditoreien sind Mischbetriebe mit Café, Bäckerei oder gastronomischem Zusatzangebot.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten für KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) sind gleichbleibend.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KonditorIn", dem der Beruf "KonditorIn (ZuckerbäckerIn)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KonditorIn (ZuckerbäckerIn)
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Konditoren BURGENLAND (Arbeiter) 01.05.2018
Konditoren KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Konditoren NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2018
Konditoren OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.02.2018
Konditoren SALZBURG (Arbeiter) 01.09.2018
Konditoren STEIERMARK (Arbeiter) 01.07.2018
Konditoren TIROL (Arbeiter) 01.11.2017
Konditoren VORARLBERG (Arbeiter) 01.03.2018
Konditoren VORARLBERG - Wenn nach einer dreijährigen Bäckerlehre eine 1 1/2-jährige Zusatz-Ausbildung als KonditorIn in einem anderen Betrieb (Konditorei) absolviert wird. (Arbeiter) 01.03.2018
Konditoren WIEN (Arbeiter) 01.04.2018
Großbäcker (Brotindustrie) (Arbeiter) 01.10.2018
Süßwarenindustrie (Arbeiter) 01.01.2018
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.01.2018
KonditorIn (ZuckerbäckerIn) (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 389 405 379 372 343 287 254 243 237 213
weiblich 856 841 826 856 895 923 923 920 934 988
gesamt 1.245 1.246 1.205 1.228 1.238 1.210 1.177 1.163 1.171 1.201
Frauenanteil 68,8% 67,5% 68,5% 69,7% 72,3% 76,3% 78,4% 79,1% 79,8% 82,3%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
KonditorIn (ZuckerbäckerIn)
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bonbon- und KonfektmacherIn nein
BäckerIn nein
Gastronomiefachmann/-frau nein
Koch/Köchin nein
LebzelterIn und WachszieherIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Lebensmitteltechnologie, Ausbildungszweig "Getreidewirtschaft" (in Wels/OÖ).
Möglichkeiten zur Weiterbildung bieten das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) mit verschiedenen berufsspezifischen Kursen (z.B. Dekorarbeiten, Dessertbäckerei) sowie der Fachausschuss der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice. Das WIFI bietet außerdem Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Meisterschule für Müller, Bäcker und Konditoren (1 Jahr) in Wels/OÖ und die Werkmeisterschule für Berufstätige für Bio- und Lebensmitteltechnologie (2 Jahre, Abendunterricht) in Wien und Dornbirn (Vorarlberg).

Aufstiegsmöglichkeiten:

KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) können nur in größeren Betrieben aufsteigen; hier gibt es Positionen wie VorarbeiterIn, BackstubenleiterIn oder AbteilungsleiterIn.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) in folgenden reglementierten Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) einschließlich der LebzelterInnen und der Kanditen-, Gefrorenes- und Schokoladewarenerzeugung (Handwerk)
  • Gastgewerbe

Weiters können KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) folgende freie Gewerbe ausüben:

  • Erzeugung von Speise-Eis
  • verschiedene freie Gastgewerbe-Betriebsarten, für die keine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, z.B. wenn Speisen in einfacher Art verabreicht werden, nichtalkoholische Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr als acht Verabreichungsplätze eingerichtet werden oder es sich um eine Schutzhütte handelt

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Lebens- und Genussmittel, Seite 101
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Lebensmittel, Seite 88
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