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LeichtflugzeugbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LeichtflugzeugbauerInnen stellen Segelflugzeuge und Motorsegler her und führen Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Als Baustoff verwenden sie hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und Holz. Für die Anfertigung der einzelnen Bauteile benützen sie werkstoffbezogene Verfahren und Verarbeitungstechniken. Sie setzen auch Maschinen ein, zum Beispiel Fräsmaschinen sowie Löt- und Schweißgeräte. Die Passgenauigkeit der Teile wird mit Mess- und Prüfgeräten kontrolliert. Lacke, Farben und Imprägniermittel benötigen sie für die Oberflächenbehandlung der Bauteile. Leichtflugzeuge werden nach einem vom Bundesamt für Zivilluftfahrt geprüften und typisierten Prototyp (erste Ausführung) gefertigt. LeichtflugzeugbauerInnen sind dabei für alle Aufgaben von der Herstellung von Einzelteilen über den Zusammenbau der Flugzeugteile bis zur Endkontrolle zuständig. Anhand von Anweisungen der Herstellerfirma des Flugzeugs führen sie Wartungs- und Reparaturarbeiten durch, wobei sie mitunter Ersatzteile selbst anfertigen. Bei der Flugzeugherstellung stellen die LeichtflugzeugbauerInnen das Stahlrohrgerüst für den Flugzeugrumpf aus nahtlosen Stahlrohren her. Sie schneiden die Rohre mit einer Eisensäge auf die entsprechende Länge zu, spannen sie in einer Spannvorrichtung ein und verschweißen sie. Sie bereiten verschiede Beschläge vor und bringen sie an. Anschließend reinigen sie die Schweißnähte und grundieren bzw. lackieren das Stahlrohrgerüst. Für den Bau des Flugzeugrumpfes stellen sie einzelne "Rumpfschalen" aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) her. Zur Formung benützen sie eine Negativform, die sie mit einem Trennmittel bestreichen, um dann die Rumpfschale aus der Form herauslösen zu können. Dann bringen sie schichtweise Glasfasergewebe ein und tragen darauf ein flüssiges Kunstharz-Härter-Gemisch auf. Nach dem Aushärten des Kunststoffes in der Form montieren sie das Stahlrohrgestell in die Rumpfteile, kleben die Rumpfschalen zusammen und lassen sie fertig austrocknen. Schließlich schleifen sie den Flugzeugrumpf glatt. In die Tragflächen, die ebenfalls aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder aus Holz gefertigt werden, bauen die LeichtflugzeugbauerInnen Schubstangen zur Bedienung des Querruders (für die Steuerung) ein. Sie montieren den Antrieb für das Ein- und Ausfahren der Bremsklappen. Schließlich befestigen sie die Bremsklappen und das Querruder an der Tragflügelendkante. An der Flügelwurzel montieren sie hohle Beschläge und passen die Tragflächenanschlussbolzen in die Beschläge ein. Sie tragen auf die Holzbeplankungen der Tragflächen und des Leitwerks (dieses dient zur Stabilisierung und Steuerung des Flugzeugs) ein Mittel zum Abdichten der Poren auf und schleifen die Holzteile ab. Die Stellen des Leitwerks, die keine Holzbeplankung aufweisen, bespannen sie mit Leinenstoff und tränken die Stoffporen in Spannlack. Schließlich lackieren sie die Tragflächen und das Leitwerk und bringen die vorgeschriebenen Kennzeichen an. In den Flugzeugrumpf bauen die LeichtflugzeugbauerInnen den Steuerknüppel, die Pedale, die Steuerungsseile und die Steuerstangen ein. Sie montieren die Instrumente und verkabeln sie anhand eines Schaltplanes. Bei der Herstellung eines Motorseglers prüfen sie den Kolbenmotor (z.B. auf Leistungsfähigkeit) und montieren ihn. Sie kleiden den Innenraum aus und befestigen die Sitze. Die Fenster schneiden sie aus Plexiglas zu und bauen sie in den Rumpf ein. Anschließend montieren sie die beweglichen Teile des Leitwerks und das Fahrwerk am Flugzeugrumpf. Dann werden die Tragflächen angeschraubt und eingestellt. Bei der Endkontrolle überprüfen sie die Betriebstüchtigkeit sämtlicher Flugzeugteile. Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten prüfen die LeichtflugzeugbauerInnen entsprechend dem Wartungsplan die Bauteile und Bordinstrumente. Bei Fehlfunktionen suchen sie die Fehlerquelle und tauschen den beschädigten Bestandteil aus bzw. reparieren ihn. Die durchgeführten Arbeiten tragen sie in eine Kontrollliste ein.
LeichtflugzeugbauerInnen stellen Segelflugzeuge und Motorsegler her und führen Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Als Baustoff verwenden sie hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und Holz. Für die Anfertigung der einzelnen Bauteile benützen sie werkstoffbezogene Verfahren und Verarbeitungstechniken. Sie setzen auch Maschinen ein, zum Beispiel Fräsmaschinen sowie Löt- und Schweißgeräte. Die Passgenauigkeit der Teile wird mit Mess- und Prüfgeräten kontrolliert. Lacke, Farben und Imprägniermittel benötigen sie für die Oberflächenbehandlung der Bauteile. Leichtflugzeuge werden nach einem vom Bundesamt für Zivilluftfahrt geprüften und typisierten Prototyp (erste Ausführung) gefertigt. LeichtflugzeugbauerInnen sind dabei für alle Aufgaben von der Herstellung von Einzelteilen über den Zusammenbau der Flugzeugteile bis zur Endkontrolle zuständig. Anhand von Anweisungen der Herstellerfirma des Flugzeugs führen sie Wartungs- und Reparaturarbeiten durch, wobei sie mitunter Ersatzteile selbst anfertigen. Bei der Flugzeugherstellung stellen die LeichtflugzeugbauerInnen das Stahlrohrgerüst für den Flugzeugrumpf aus nahtlosen Stahlrohren her. Sie schneiden die Rohre mit einer Eisensäge auf die entsprechende Länge zu, spannen sie in einer Spannvorrichtung ein und verschweißen sie. Sie bereiten verschiede Beschläge vor und bringen sie an. Anschließend reinigen sie die Schweißnähte und grundieren bzw. lackieren das Stahlrohrgerüst. Für den Bau des Flugzeugrumpfes stellen sie einzelne "Rumpfschalen" aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) her. Zur Formung benützen sie eine Negativform, die sie mit einem Trennmittel bestreichen, um dann die Rumpfschale aus der Form herauslösen zu können. Dann bringen sie schichtweise Glasfasergewebe ein und tragen darauf ein flüssiges Kunstharz-Härter-Gemisch auf. Nach dem Aushärten des Kunststoffes in der Form montieren sie das Stahlrohrgestell in die Rumpfteile, kleben die Rumpfschalen zus ...
  • Körperliche Wendigkeit: Arbeiten im Rumpf von Flugzeugen
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Tragflächen und Gerüsten
  • Handgeschicklichkeit: Anfertigen, Aus- und Einbauen von Bauteilen
  • Fingerfertigkeit: Einbauen von Kleinteilen, Einstellarbeiten
  • Auge-Hand-Koordination: Befestigen von Kleinteilen
  • Sehvermögen: Erkennen von Fehlern, Feinbearbeitung
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Kunstharzen und Lacken
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Lesen von Konstruktionsplänen
  • technisches Verständnis: Arbeiten nach Plänen, Wartungs- und Reparaturarbeiten
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit bei Montagearbeiten
  • logisch-analytisches Denken: Aufsuchen und Beseitigen von Fehlern

Betriebe/Lehrbetriebe: LeichtflugzeugbauerInnen arbeiten in Betrieben des Leichtflugzeugbaus, in Wartungs- und Reparaturbetrieben für Leichtflugzeuge sowie in privaten Segelfliegerklubs.

Lehrstellensituation: In den letzten Jahren wurden keine Lehrlinge als LeichtflugzeugbauerInnen ausgebildet.

Unterschiede nach Geschlecht: In den letzten 10 Jahren standen keinerlei Lehrlinge in Ausbildung.

Berufsaussichten: Der Flugzeugbau in Österreich ist auf Kleinflugzeuge und die Zulieferung von Komponenten beschränkt. Betriebe befinden sich vor allem im Umfeld von Flughäfen, z.B. in Wien, Wiener Neustadt und Graz.

Beschäftigungsaussichten: LeichtflugzeugbauerInnen können nur mit eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten rechnen. Der Beruf wird jedoch auch sehr selten erlernt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FlugzeugbautechnikerIn", dem der Beruf "LeichtflugzeugbauerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

LeichtflugzeugbauerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
LeichtflugzeugbauerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Frauenanteil - - - - - - - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Flugtechnik; Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt "Flugtechnik".
Für LeichtflugzeugbauerInnen ist ständige Weiterbildung hinsichtlich neuer Werkstoffe (vor allem Kunststoffverarbeitung-Verbundwerkstoffe) unbedingt notwendig. Entsprechende Kurse (z.B. Kunststoffschweißen, Kleben) werden vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) angeboten. Auch Kenntnisse auf dem Gebiet der Elektronik sind von Bedeutung (z.B. elektronische Instrumente). LeichtflugzeugbauerInnen haben die Möglichkeit, durch das Ablegen von Prüfungen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt stufenweise ihre Qualifikation zu verbessern (Luftfahrzeugwart). Der Erwerb eingeschränkter Wartscheine berechtigt zur Durchführung verschiedener Reparatur- und Wartungsarbeiten an bestimmten Flugzeugtypen. Eingeschränkte Wartscheine (nach zweijähriger Praxis) und Wartscheine 1. Klasse für qualifizierte Wartungen (nach fünfjähriger Praxis) gibt es für das Flugwerk (Zelle, Rumpf, Tragflächen), für das Triebwerk, für die Bordausrüstung und für die Elektronik. Zur Vorbereitung auf die Segelfliegerprüfung werden innerbetriebliche Kurse angeboten. Voraussetzung ist die Vollendung des 16. Lebensjahres. Voraussetzung für eine selbständige Berufsausübung ist laut Gewerbeordnung eine entsprechende Gewerbeberechtigung im Luftfahrzeugmechanikergewerbe. Zu deren Erlangung sind Belege über eine entsprechende Qualifikation zu erbringen. Dafür ist in der Regel der Luftfahrzeugwartschein Klasse 1 sowie entsprechende Praxis erforderlich. Genaue gesetzliche Regelungen über die Art der zu erbringenden Belege bestehen aber derzeit noch nicht.

Aufstiegsmöglichkeiten:

LeichtflugzeugbauerInnen können nach entsprechender Weiterbildung zu LuftfahrzeugwartInnen, LuftfahrzeugwartInnen 1. Klasse, LuftfahrzeugwartlehrerInnen, WerkstättenleiterInnen und KontrollwartInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für LeichtflugzeugbauerInnen in folgenden reglementierten Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • TischlerIn, ModellbauerIn, BootbauerIn, BinderIn, DrechslerIn (verbundenes Handwerk)
  • Kunststoffverarbeitung (Handwerk)

Weiters können LeichtflugzeugbauerInnen folgende freie Gewerbe ausüben:

  • WagnerIn
  • Fahrradtechnik
  • Zusammenbau von Möbelbausätzen

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 111
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Auto, Flugzeug, Transport, Seite 8
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