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BinnenschifferIn

Berufsbereiche: Verkehr, Transport und Zustelldienste
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Für die Schifffahrt auf den schiffbaren österreichischen Gewässern (Donau, Drau, Inn, Salzach, zahlreiche Seen) kann die Ausbildung bei den jeweiligen privaten Schifffahrtsunternehmen absolviert werden.

Tätigkeitsmerkmale

BinnenschifferInnen arbeiten auf Gütertransportschiffen und auf Fahrgastschiffen.

 

Auf Fahrgastschiffen führen die BinnenschifferInnen hauptsächlich Reinigungs-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durch. Beim An- und Ablegen der Schiffe erledigen sie die Seilverheftungsarbeiten (Befestigung der Schiffe mit Seilen am Ufer). Um den Fahrgästen das Aus- und Einsteigen zu ermöglichen, legen die BinnenschifferInnen bei jeder Station zwischen Schiff und Anlegestelle einen Steg.

 

Im Gütertransport sind sie für die Vorbereitung und Überwachung der Be- und Entladung des Schiffes, für die Verankerung des Schiffes im Hafen, für die Vorbereitung des Schiffes zur Fahrt, für die Zusammenstellung von Schiffskonvois sowie für die Reinigung, Instandhaltung und Wartung des Schiffes und der Schiffsausrüstung zuständig. Während der Fahrten führen sie auch Wachdienste (vor allem in der Nacht) und sonstige für die Fahrt erforderliche Tätigkeiten (z.B. Schleusenarbeiten) durch.

Beim Beladen und Entladen ("Löschen") des Schiffes kontrollieren sie anhand von Skalen auf der Rumpfaußenseite regelmäßig den Ladetiefgang, um einseitige Be- oder Entladung zu verhindern. Bei den Verstellarbeiten im Hafen ziehen die BinnenschifferInnen die Schiffe mit Wurfleinen oder dünnen Drahtseilen und Winden an den vorgesehenen Platz und befestigen die Schiffe an den Anlegeplätzen mit starken Drahtseilen an Metallpfosten. Zur Wartung und Instandhaltung der Schiffe streichen sie regelmäßig alle Holz- und Metallteile der Schiffsbauten mit Holz- und Rostschutzmitteln und führen kleinere Reparaturen durch.

Eine wichtige Aufgabe ist auch die Zusammenstellung von sogenannten Schiffsverbänden bzw. Schubschiffsverbänden (Gruppe von antriebslosen Lastkähnen und einem Antriebsschiff). Die BinnenschifferInnen verbinden die Güter- und Tankkähne ("Bargen" oder "Leichter") mit dem Schubschiff zu einem starren Verband ("Schubkoppelverband"). Dabei verbinden sie Schubschiff und Leichter mit dicken Stahldrahtseilen, die in Form eines Achters um Metallpfosten ("Poller") gelegt und mit einer Zurrwinde angezogen werden, bis sie straff gespannt sind. Das Schubschiff wird mit dem Leichter meist drei- bis vierfach "verheftet". Zentrierseile (sich überkreuzende Seile) verhindern dabei das seitliche Verrutschen der Leichter.

 

BinnenschifferInnen arbeiten auf Gütertransportschiffen und auf Fahrgastschiffen.

 

Auf Fahrgastschiffen führen die BinnenschifferInnen hauptsächlich Reinigungs-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durch. Beim An- und Ablegen der Schiffe erledigen sie die Seilverheftungsarbeiten (Befestigung der Schiffe mit Seilen am Ufer). Um den Fahrgästen das Aus- und Einsteigen zu ermöglichen, legen die BinnenschifferInnen bei jeder Station zwischen Schiff und Anlegestelle einen Steg.

 

Im Gütertransport sind sie für die Vorbereitung und Überwachung der Be- und Entladung des Schiffes, für die Verankerung des Schiffes im Hafen, für die Vorbereitung des Schiffes zur Fahrt, für die Zusammenstellung von Schiffskonvois sowie für die Reinigung, Instandhaltung und Wartung des Schiffes und der Schiffsausrüstung zuständig. Während der Fahrten führen sie auch Wachdienste (vor allem in der Nacht) und sonstige für die Fahrt erforderliche Tätigkeiten (z.B. Schleusenarbeiten) durch.

Beim Beladen und Entladen ("Löschen") des Schiffes kontrollieren sie anhand von Skalen auf der Rumpfaußenseite regelmäßig den Ladetiefgang, um einseitige Be- oder Entladung zu verhindern. Bei den Verstellarbeiten im Hafen ziehen die BinnenschifferInnen die Schiffe mit Wurfleinen oder dünnen Drahtseilen und Winden an den vorgesehenen Platz und befestigen die Schiffe an den Anlegeplätzen mit starken Drahtseilen an Metallpfosten. Zur Wartung und Instandhaltung der Schiffe streichen sie regelmäßig alle Holz- und Metallteile der Schiffsbauten mit Holz- und Rostschutzmitteln und führen kleinere Reparaturen durch.

Eine wichtige Aufgabe ist auch die Zusammenstellung von sogenannten Schiffsverbänden bzw. Schubschiffsverbänden (Gruppe von antriebslosen Lastkähnen und einem Antriebsschiff). Die BinnenschifferInnen verbinden die Güter- und Tankkähne ("Bargen" oder "Leichter") mit dem Schubschiff zu einem starren Verband ("Schubkoppelverband"). Dabei verbinden sie Schubschiff und Leichter mit dicken Stahldrahtseilen, die in ...

  • Kräftiger Körperbau: Seilverheftungsarbeiten
  • physische Ausdauer: Zusammenstellen von Konvois, Seilverheftungsarbeiten, Arbeiten im Freien bei jeder Witterung
  • körperliche Wendigkeit: Seilverheftungsarbeiten
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf schmalen Schiffsstegen und Leitern, Schwankungen durch Wellen
  • Handgeschicklichkeit: Seilverheftungsarbeiten, Warten und Instandhalten der Schiffe
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Reinigungs- und Rostschutzmitteln
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Mannschaftsteam
  • Reaktionsfähigkeit: Unfallgefahr bei Seilverheftungsarbeiten
  • psychische Belastbarkeit: langdauernde Fahrten, Nachtdienst

BinnenschifferInnen arbeiten bei Unternehmen der Donauschifffahrt (Fracht- und Passagierschiffe) und der Schifffahrt auf Drau, Inn und Salzach sowie bei Schifffahrts-Unternehmen auf den österreichischen Seen (z.B. im Salzkammergut, auf den Kärntner Seen oder am Bodensee).

Die Beschäftigungssituation für BinnenschifferInnen ist derzeit einigermaßen stabil und es gibt auch eine Nachfrage nach Lehrlingen und Fachkräften. Teilweise ist die Beschäftigungslage in diesem Beruf durch saisonbedingte Schwankungen in der Passagierschifffahrt beeinträchtigt, da der Betrieb im Winter teilweise reduziert oder eingestellt wird.

Der Beruf ist zwar stark männlich dominiert; aber unter den Lehrlingen gibt es bereits vereinzelt auch Mädchen. Die Berufsmöglichkeiten der Frauen liegen vor allem in der Passagier-Schifffahrt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Schiffspersonal (m/w)", dem der Beruf "BinnenschifferIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

BinnenschifferIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Schifffahrtsunternehmen - PERSONENSCHIFFFAHRT (Schiffsdienst und Landdienst) auf europäischen Wasserstraßen (Arbeiter) 01.01.2017
Schifffahrtsunternehmen - FRACHTSCHIFFFAHRT auf europäischen Wasserstraßen (Arbeiter) 01.01.2017
BinnenschifferIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 20 19 19 16 18 18 19 20 20 18
weiblich 1 0 0 1 3 3 2 1 3 5
gesamt 21 19 19 17 21 21 21 21 23 23
Frauenanteil 4,8% 0,0% 0,0% 5,9% 14,3% 14,3% 9,5% 4,8% 13,0% 21,7%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
BinnenschifferIn
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* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Kein Eintrag.

Der zunehmende Technikeinsatz an Bord, insbesondere die Fahrt mit Radar und GPS-Systemen, und die Verwendung neuer Umschlagtechniken erfordern eine ständige Weiterbildung. Binnenschiffer/innen müssen den eigenen Kenntnisstand den neuen Entwicklungen anpassen. Entsprechende Qualifikationen können durch den Besuch von Lehrgängen bei öffentlichen und privaten Bildungsträgern erworben werden. Für eine Spezialisierung auf einzelne Augabenfelder kann das ebenfalls förderlich sein.

BinnenschifferInnen können in die Aufstiegspositionen "Bootsmann/-frau", "Erst(er/e) Steuermann/-frau", "Zweiter Kapitän" und "Erster Kapitän" aufsteigen.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Verkehrs- und Transportwesen (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe im Bereich Verkehr
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Transport und Lager, Seite 152
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