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HandhabungstechnikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.490,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Aufgabe von HandhabungstechnikerInnen ist es, die Ablaufprozesse in der Industrie (z.B. bei der betrieblichen Produktion) zu rationalisieren um eine Optimierung von Zeit und Kosten zu bewirken.

HandhabungstechnikerInnen planen daher, wie die Objekte im Rahmen des Materialflusses fixiert, bearbeitet und bewegt werden sollen.

Aufgabengebiet und Funktionsumfang der Handhabungstechnik sind dabei das Schaffen, das definierte Verändern sowie die vorübergehende Aufrechterhaltung von geometrisch bestimmten Körpern in einem Bezugskoordinatensystem (dazu gibt es die VDI-Richtlinie 2860).

HandhabungstechnikerInnen befassen sich daher mit sämtlichen Teilfunktionen, wie Speichern (Halten von Mengen), Mengen verändern, Bewegen (Schaffen und Verändern einer definierten räumlichen Anordnung), Sichern (Aufrechterhalten einer definierten räumlichen Anordnung) sowie Kontrollieren von Objekten bzw. Gütern. Sie verfügen über Kenntnisse im Bereich Antriebssysteme, Bewegungsabläufe, Verzweigungseinrichtungen, Verhalten von Werkstücken und Materialien sowie Speicherformen.

Die Handhabung bewirkt eine Änderung der Orientierung und Positionierung von Objekten im Bereich der Fertigungseinrichtungen. Dagegen findet beim Transport eine Ortsveränderung bzw. Position von Gütern (geometrisch bestimmte Körper, Schüttgüter, flüssige Materialien) statt.

Anwendungsgebiete der Handhabungstechnik:

Planen, Bauen, Warten und Reparieren von Robotersystemen für Schweißapplikationen, Fertigungs- und Montageanlagen, Zuführeinrichtungen, Förderanlagen, kamerabasierte Lichtschranken, Transportsysteme, Einlegegeräte mit Kurvensteuerung, Sensorsysteme.

Siehe auch die Berufe FeinwerktechnikerIn und MikrosystemtechnikerIn und SchiffbautechnikerIn.

Dieser Beruf erfordert naturwissenschaftlich-technisches Verständnis und mathematische Begabung (Darstellende Geometrie, Berechnungen)

  • Freude an Physik (Mechanik, Kinematik, Hydraulik, Messtechnik) und
  • Analytisches Denkvermögen
  • Handwerkliches Geschick (fräsen, schleifen, löten usw.)
  • Bereichsübergreifendes (interdisziplinäres) Denken
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen (wird in Jobausschreibungen meist verlangt)
  • Umgang mit Softwaretools
  • Körperliche Belastbarkeit (Montage schwerer Gegenstände)
  • Umgang mit Statistiksoftware

Da sich insbesondere flexible Automatisierung zunehmend in Richtung einer Managementstrategie entwickelt, finden AutomatisierungstechnikerInnen in den meisten Bereichen der industriellen Produktion Beschäftigung, z.B. in der Verpackungsindustrie, Automobilindustrie, Medizintechnik (Roboter, Greifer und Heber für Ultraschallgeräte), Nahrungsmitteltechnik (Vakumheber für Käse, Kürbiskernsäcke), Bau von Krananlagen, Sondergreifanlagen, Anlagen für Transport- und Hebetechnik.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "AutomatisierungstechnikerIn", dem der Beruf "HandhabungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Handhabungstechnik ist ein wichtiger Baustein innerhalb der Fertigung und Montage. Ausbildungen gibt es im Bereich Fertigungstechnik, Produktionstechnik, Verfahrenstechnik, auch Automatisierungstechnik, Maschinenbau oder in anderen Bereichen.

Handhabungstechnik ist überall dort ein wichtiges Thema, wo es um Lagerung und Bewegung von geometrischen Teilen geht (z.B. Transport von Werkstücken, Formteilen, Schüttgut, großen Behältern mit Flüssigkeiten).

Daher ist Handhabungstechnik in verschiedensten Branchen und Unternehmen zu finden: Materialfluss, Fördertechnik, Karusellbau, Beschickungsspeicher, Schwingförderer, Sensorunterstützte Ordnungssysteme, Sicherungstechnik, Bauwesen (Hochbau, Tiefbau)
vgl. Script Handhabungstechnik der www.igp.fraunhofer.de.

 

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Studien an Universitäten bestehen z.B. in Form von Studienrichtungen in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Universitätslehrgängen, z.B. in den Bereichen Aviation, Internationales Management, Industrial Management. Unter anderem gibt es an einigen WIFI-Standorten eigene Fachakademien für Automatisierungstechnik. In diesem Bereich gibt es verschiedenste Fort- und Weiterbildungsangebote.

Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen weiters in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit) sowie in der Unfallforschung und -prävention, Sicherheitstechnik in der Automatisierungstechnik, Systeme der Automatisierungstechnik.

Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind z.B. Funktionen wie Projektleitung und Abteilungsleitung. Eine entsprechende berufliche Funktion ist z.B. LeiterIn der Abteilung Fertigung/Produktion.  

Die technologische Entwicklung führte mit der fortschreitenden Digitalisierung zur Entwicklung von Industrierobotern und vollautomatischen Produktionsstraßen sowie Techniken wie der Mustererkennung und künstlicher Intelligenz. Hier eröffnen sich stets neue innovative Möglichkeiten zur Entwicklung weiterer Anlagen und Systeme.

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