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SanierungstechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.010,- bis € 2.400,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SanierungstechnikerInnen befassen sich mit vielfältigen Tätigkeiten im Zuge der der Komplettsanierung oder Einzelmaßnahmen zur Sanierung von Altbauten, Wohnungs- und Geschäftseinrichtungen.

Sie übernehmen die planerische und handwerkliche Umsetzung von Projekten, Dies umfasst die Bestands- und Bedarfsanalyse, Messungen und Berechnungen, die Koordination von Fachfirmen bzw. HandwerkerInnen (MaurerInnen, MalerInnen, TischlerInnen, ElektrikerInnen) bis zur Überprüfung und Fertigstellung.

Um die Ursachen zu ermitteln, analysieren das Ausmaß des Schadens und beraten über nötige Sanierungsmöglichkeiten. Je nach gewählter Sanierungsmethode wählen sie Verfahren und Geräte. Zur Mauerwerksentfeuchtung setzen sie Trocknungsanlagen oder elektroosmotischen/elektrophysikalischen Systeme ein..

Nach Wasser- und Brandschäden sorgen sie für die Sanierung von Boden- und Wandflächen. Nach einem Brand kümmern sie sich um die Löschwasserbeseitigung und die Ruß-Entfernung. Sie beseitigen sie Schäden, welche durch die Einwirkung von Brand und Löschmittel oder Schlamm verursacht wurden. Zudem dokumentieren sie die Beschädigungen für die Schadenabwicklung mit der Versicherung.

Im Rahmen der Umweltschadensanierung führen sie Schadstoffmessungen in Luft, Boden und Wasser durch. Bei Schäden an alten Gas- und Ölleitungen in Gebäuden übernehmen sie die Ortung von Lecks und Rissen in der Rohrleitung, veranlassen deren Sanierung und führen, falls nötig, eine Sonderreinigung durch.

Bei der thermischen Wohnhaussanierung steht die Reduktion von Luftschadstoffen und CO2 im Fokus: Wärmedämmung von Außenwänden und Geschossdecken, Beseitigung von Wärmebrücken etc. Mit Wärmebildkameras (Thermografie) überprüfen sie die Isolierung von Häuser, spüren Risse in der Rohrleitung auf, prüfen Energieverteilungen und elektrische Anlagen.

Im Zuge von Altbausanierungen analysieren sie den Zustand des Gebäudes um nötige Sanierungsmaßnahmen festlegen zu können. Sie prüfen, ob die Fassade feucht oder trocken ist, ermitteln den Zustand der Innenwände, testen ob Dacheindeckung und Dämmung intakt sind und prüfen Rauchfänge auf Risse oder Putzschäden.

Sie erfassen auch die Elektro- und Sanitärinstallationen sowie den Zustand des Heizsystems.

Bauschäden an historischen und denkmalgeschützten Objekten (Gebäuden, Mauern) führen sie mit Baustoffen durch, die auch früher verwendet wurden, wie z.B. Kalkputze und -farben, Lehm oder Holzfasern. Alte Holzhäuser und Berghütten behandeln sie zum Schutz des Holzes vor Luftschadstoffen, Regen und zum setzten farblicher Akzente.
SanierungstechnikerInnen verfügen über umfangreiche rechtliche, ökologische finanzielle Aspekte der Gebäudesanierung. Der Trend zu energieeffizienten Sanieren wird zunehmend stärker.

Spezialisierungsmöglichkeiten: Z.B: Schimmelsanierung in Wohnräumen, Sanierung von Hausrat, wertvollen Dokumenten oder antiken Gegenständen; Graffiti-Entfernung von Fassaden, Böden und Denkmälern; Kanal- und Schachtsanierung; energetische Sanierung an Industriegebäuden und Hallendächern wo „kalte“ Hallen benötigt werden (Kühlhäuser, Brauereien, Produktionsstätten); Gutachtertätigkeiten bei Baumängeln, Bauschäden an denkmalgeschützten Gebäuden u.v.m.

 

 

SanierungstechnikerInnen befassen sich mit vielfältigen Tätigkeiten im Zuge der der Komplettsanierung oder Einzelmaßnahmen zur Sanierung von Altbauten, Wohnungs- und Geschäftseinrichtungen.

Sie übernehmen die planerische und handwerkliche Umsetzung von Projekten, Dies umfasst die Bestands- und Bedarfsanalyse, Messungen und Berechnungen, die Koordination von Fachfirmen bzw. HandwerkerInnen (MaurerInnen, MalerInnen, TischlerInnen, ElektrikerInnen) bis zur Überprüfung und Fertigstellung.

Um die Ursachen zu ermitteln, analysieren das Ausmaß des Schadens und beraten über nötige Sanierungsmöglichkeiten. Je nach gewählter Sanierungsmethode wählen sie Verfahren und Geräte. Zur Mauerwerksentfeuchtung setzen sie Trocknungsanlagen oder elektroosmotischen/elektrophysikalischen Systeme ein..

Nach Wasser- und Brandschäden sorgen sie für die Sanierung von Boden- und Wandflächen. Nach einem Brand kümmern sie sich um die Löschwasserbeseitigung und die Ruß-Entfernung. Sie beseitigen sie Schäden, welche durch die Einwirkung von Brand und Löschmittel oder Schlamm verursacht wurden. Zudem dokumentieren sie die Beschädigungen für die Schadenabwicklung mit der Versicherung.

Im Rahmen der Umweltschadensanierung führen sie Schadstoffmessungen in Luft, Boden und Wasser durch. Bei Schäden an alten Gas- und Ölleitungen in Gebäuden übernehmen sie die Ortung von Lecks und Rissen in der Rohrleitung, veranlassen deren Sanierung und führen, falls nötig, eine Sonderreinigung durch.

Bei der thermischen Wohnhaussanierung steht die Reduktion von Luftschadstoffen und CO2 im Fokus: Wärmedämmung von Außenwänden und Geschossdecken, Beseitigung von Wärmebrücken etc. Mit Wärmebildkameras (Thermografie) überprüfen sie die Isolierung von Häuser, spüren Risse in der Rohrleitung auf, prüfen Energieverteilungen und elektrische Anlagen.

Im Zuge von Altbausanierungen analysieren sie den Zustand des Gebäudes um nötige Sanierungsmaßnahmen festlegen zu können. Sie prüfen, ob die Fassade feucht oder trocken ist, ermitte…

Interesse an Mathematik, Chemie und Physik (Messungen, Berechnungen, Elektroosmose, elektrophysikalische Systeme*), analytisches und räumliches Denkvermögen, auch ästhetisch-kreative Fähigkeiten sind vor allem für die Entwurfphase, für Planzeichnungen und Konstruktionen erforderlich, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit (Beratung, Begutachtung, Erstellung von Expertisen).

Der Umgang mit verschiedenen Interessentengruppen (Auftraggeber, Bauträger) verlangt ein hohes Maß an Verhandlungs-, Kommunikations- und Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft zur Mobilität.

In vielen Fällen stellt der Beruf auch hohe Anforderungen in Hinsicht auf Denken in juristischen und verwaltungsmäßigen Kategorien.

*Elektroosmose/elektrophysikalische Mauerwerksentfeuchtung: Mauerwerk und Wasser ohne Inhaltsstoffe sind elektrische Nichtleiter welche durch die Erde bzw durch die beim Einbau eingebrachten Salze und Mineralien elektrisch leitfähig werden. Verfahren zur Mauerwerksentfeuchtung benötigen fundiertes Wissen in den Bereichen Baustoffkunde, Elektrotechnik, Chemie (Vgl. Elektroosmose Technisches Büro Schaaf).

Arbeiten in spezialisierten Unternehmen der Sanierungstechnik, in Wohnbau-Gesellschaften, bei Bauträgern, Hausverwaltungen, Umweltagenturen oder sind selbstständig als FachberaterIn oder GutachterIn (Baumängel, Bau- Brand- Wasserschäden etc.) tätig.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen etwa im Rahmen von Projektarbeiten bei Gebäudeerhaltern, Banken, Immobilienunternehmen, Bauämtern, Magistraten, Baudenkmalpflegern, in Ziviltechnikunternehmen.

 

Die fachgerechte Sanierung eines Einfamilienhauses inklusive Erneuerung des Heizsystems und Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung ermöglicht die Reduktion des Energieverbrauchs.

Stoffe, die ursprünglich von der NASA entwickelt wurden, werden als Produkte für die konventionelle Nutzung weiterentwickelt. Beispiel: elastische Hitzeschutzschilder, die beim Space-Shuttle eingesetzt wurden, werden zur Beschichtung von großen Hallendächern eingesetzt um den Solareintrag in das Gebäude möglichst gering zu halten und diese sogar im geringen Maße zu kühlen.

Erforscht und getestet wird auch die Entwicklung und der Einsatz sog. intelligenter Materialien und Hochleitungswerkstoffe. Beispiel: Eisen-Nickel-Legierungen die auch bei extremen Temperaturen stabil bleiben oder Legierungen die ein „Gedächtnis“ haben und daher zum Einsatz kommen, wo eine geringe thermische Ausdehnung gefragt ist.

„Memory-Metalle“ werden in Versuchsprojekten als metallische Muskeln für Roboter eingesetzt. Auch hier dient ein von der NASA entwickeltes Drahtgeflecht, das sich rhythmisch streckt und staucht um sich im Weltraum zu einer Satellitenschüssel zu entfalten. Hier gilt es, die richtige Mixtur zu entdecken, also die richtige Kombination von Materialien zu entwickeln um passende Eigenschaften zu gestalten. Die Materialforschung liefert grundsätzlich die Zutaten für Produkte der Zukunft.

Im Bereich Sanierungstechnik sollen Materialien meistens nicht nur intelligent, sondern auch schön sein. Optisch klare Medien wie Kunststoffe oder Glas können mit Laserlicht innen strukturiert werden, ohne dass äußerliche Spuren erkennbar sind.
Forschungsbereiche beziehen sich u.a. auf das sog. Selfassembly, das ist die Fähigkeit von Einzelteilen, sich in einer anderen Umgebung spontan zusammenzusetzen. Materialien mit dieser Eigenschaft könnten ev. bei der Bildung von Rissen oder bei der Verdrängung von Feuchtigkeit in Mauerwerken entgegenwirken. Vgl: Artikel im Onlinemagazin Wirtschaftswoche, 2016 Intelligente Materialien.

Die Grenzen zwischen Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung und der angewandten Wissenschaft in der Technik sind dabei meist verschwommen. Die in der Sanierungstechnik vereinten Disziplinen (Bau, Mechanik, Energie-, Elektrotechnik etc.) bilden ein komplexes Wechselspiel, in dem sich die Physik mittendrin befindet.

Physikalische Einflüsse entscheiden, ob Wassertropfen zu Schneeflocken, Eis oder Hagelkörner werden, ob ein Stück Metall als Kette oder Schwert endet – und ob eine Brücke stehen bleibt oder zusammenfällt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "SanierungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

SanierungstechnikerInnen verfügen meist über eine grundlegende Ausbildung im Bereich Bautechnik, Chemie, Physik, Werkstofftechnik, Keramiktechnik (Funktionskeramik), Baustofftechnik o.Ä.

Ausbildungen im Bereich Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Installationstechnik, Energietechnik o.Ä, mit entsprechender (Zusatz)Qualifikation bzw. Spezialisierung, bieten ebenfalls eine gute Grundlage.

(HTL Mödling) bietet den Lehrgang "Thermische/r SanierungstechnikerIn im Baugewerbe"

Wichtig sind Kenntnisse über bauphysikalische Grundlagen, Rechtsgrundlagen und ökologische Aspekte der thermischen Gebäudesanierung sowie über den Einsatz giftiger Stoffen und Substanzen (Fomaldehyd, Lindan, Chlorverbindungen), deren Langzeitwirkung bzw. Entsorgung.

Auch eine Ausbildung im Bereich Oberflächentechnik, Farbtechnik, Holztechnik, Nanotechnik o.Ä. kann in dieses Berufsbild führen, Beispiel: Durch beschichten (anstreichen) von Wandoberflächen mit wärmeleitfähigen Farben kann die Wandoberflächentemperatur etwas angehoben werden. Im Außenbereich (Fassaden) erwirken solche Farben feuchteregulierende Eigenschaften und eine starke UV-Reflektion. Bei der Sanierung von Hallendächern werden z.B. Keramikkugeln in die Beschichtung eingebracht um als Hitzeschutzschild zu wirken.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Relevante Fort- und Weiterbildungsthemen sind z.B: Korrosionskunde und Korrosionsschutz, für die Untersuchung von (Korrosions)Schadenfällen sind Grundlagen in Werkstoffkunde und Chemie nötig.

Weiters: Messtechnik (Leckortung, Dichtheitstests), Konstruktionstechnik, Statik, Konservierung und Restaurierung (Schutz vor chemischer Alterung), Umwelttechnik, Energietechnik, Elektrotechnik/Thermoelektrizität, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik, Kunststoff- und Verbundstofftechnik, Glastechnik, Holztechnik, Farb- und Lacktechnik, Rohstofftechnik/Rohstoffverarbeitung, Modellierung und Simulation von Prozessen, Abfallverwertungstechnik, Abfallwirtschaft, Recyclingtechnik, Materialprüfung (z.B. für die Erstellung von Gutachten), Baustoffbiologie, Ökologie, analytische Chemie, Strukturanalyse mit Röntgen- und Neutronenstrahlen, Labortechnik.

Die Energie- & Umweltagentur NÖ bietet Infos zu aktuellen Kursen und Zertifizierungen im Bereich Bauen, Sanieren und Energieberatung (Gebäudehülle, Heizungsanlage, Energiegewinnungsanlagen und technische, mit Energieeinsatz betriebene Geräte).
Die Montanuniversität Leoben bietet diverse Kurse, z.B. Korrosions-Expert.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Bau, Holz, Gebäudetechnik, Seite 16
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