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RauwarenzurichterIn

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

RauwarenzurichterInnen verarbeiten rohe Felle zu Pelzen. Durch die Einwirkung von Gerbstoffen werden die Felle konserviert und erhalten durch entsprechende chemische und physikalische Behandlungen das für die Anfertigung von Pelzwaren erforderliche Aussehen. RauwarenzurichterInnen arbeiten entweder in gewerblichen oder industriellen Rauwarenzurichtungsbetrieben. Die meisten Betriebe sind nicht spezialisiert und verarbeiten sämtliche Arten von Fellen wie z.B. Nerz, Fuchs, Kaninchen, Nutria, Schaf, Waschbär, Katze, Hase, Kalb und Wildschwein. Üblicherweise sind die Rauwarenzurichtungsbetriebe räumlich in Nass- und Trockenwerkstatt geteilt. In der Nasswerkstatt finden die Vorbereitungsarbeiten für die Gerbung und der Gerbvorgang statt, in der Trockenwerkstatt erfolgt die Weiterverarbeitung und Veredelung der Felle. Es hängt von der Größe des jeweiligen Betriebes ab, wo die RauwarenzurichterInnen eingesetzt werden und welche Tätigkeiten sie verrichten. Die RauwarenzurichterInnen sortieren die Rohfelle und stellen sie je nach Fellart zu Partien für die weitere Verarbeitung zusammen. Sie weichen die Felle in mit Waschmittellösung gefüllten Bottichen, Fässern oder Haspeln ein, um sie von Schmutz und Blutresten zu reinigen, und entfernen anschließend das an der Haut noch anhaftende Fleisch und Unterhautgewebe. Kleinere Felle wie z.B. Nerz, Fuchs oder Waschbär entfleischen sie am Kreismesser, großflächige Felle wie z.B. Schaffelle mit der Entfleischmaschine. Vor der Gerbung beizen bzw. pickeln die RauwarenzurichterInnen die Felle, indem sie sie in eine mit Kochsalz und organischen Säuren (vor allem Ameisensäure, Essigsäure) versetzte Lösung legen, um das Fasergefüge der Haut aufzulockern. Anschließend setzen sie in einem Fass oder in einer Trommel eine Gerblösung an und lassen die Felle 12 bis 24 Stunden darin liegen. Für die Zusammenstellung der Gerblösung gibt es verschiedene Rezepturen, die sich in erster Linie nach der Fellart richten. Üblicherweise werden Alaun (Aluminiumsalze), Chromsalze und synthetische Gerbstoffe (Phenole) verwendet. Um dem gegerbten Fell das gewünschte Aussehen und die erforderlichen Eigenschaften zu verleihen, nehmen die RauwarenzurichterInnen noch eine Reihe von chemischen und mechanischen Behandlungen vor ("Zurichtung"). Sie fetten die Felle, schneiden sie auf eine gleichmäßige Dicke und spannen sie zum Trocknen auf. Die getrockneten Felle werden in einer Läutertrommel, die mit Sägespänen und Wasser gefüllt ist, gereinigt ("Feuchtläutern"), anschließend geklopft ("Stollen") bzw. über einem stumpfen Messer gestreckt und gedehnt ("Ausstoßen"), um sie weich und geschmeidig zu machen. Danach schleifen sie die Innenseite an der Schleifmaschine glatt und rauen das verfilzte Haarkleid auf, sie kämmen, bürsten und lockern es also auf.
RauwarenzurichterInnen verarbeiten rohe Felle zu Pelzen. Durch die Einwirkung von Gerbstoffen werden die Felle konserviert und erhalten durch entsprechende chemische und physikalische Behandlungen das für die Anfertigung von Pelzwaren erforderliche Aussehen. RauwarenzurichterInnen arbeiten entweder in gewerblichen oder industriellen Rauwarenzurichtungsbetrieben. Die meisten Betriebe sind nicht spezialisiert und verarbeiten sämtliche Arten von Fellen wie z.B. Nerz, Fuchs, Kaninchen, Nutria, Schaf, Waschbär, Katze, Hase, Kalb und Wildschwein. Üblicherweise sind die Rauwarenzurichtungsbetriebe räumlich in Nass- und Trockenwerkstatt geteilt. In der Nasswerkstatt finden die Vorbereitungsarbeiten für die Gerbung und der Gerbvorgang statt, in der Trockenwerkstatt erfolgt die Weiterverarbeitung und Veredelung der Felle. Es hängt von der Größe des jeweiligen Betriebes ab, wo die RauwarenzurichterInnen eingesetzt werden und welche Tätigkeiten sie verrichten. Die RauwarenzurichterInnen sortieren die Rohfelle und stellen sie je nach Fellart zu Partien für die weitere Verarbeitung zusammen. Sie weichen die Felle in mit Waschmittellösung gefüllten Bottichen, Fässern oder Haspeln ein, um sie von Schmutz und Blutresten zu reinigen, und entfernen anschließend das an der Haut noch anhaftende Fleisch und Unterhautgewebe. Kleinere Felle wie z.B. Nerz, Fuchs oder Waschbär entfleischen sie am Kreismesser, großflächige Felle wie z.B. Schaffelle mit der Entfleischmaschine. Vor der Gerbung beizen bzw. pickeln die RauwarenzurichterInnen die Felle, indem sie sie in eine mit Kochsalz und organischen Säuren (vor allem Ameisensäure, Essigsäure) versetzte Lösung legen, um das Fasergefüge der Haut aufzulockern. Anschließend setzen sie in einem Fass oder in einer Trommel eine Gerblösung an und lassen die Felle 12 bis 24 Stunden darin liegen. Für die Zusammenstellung der Gerblösung gibt es verschiedene Rezepturen, die sich in erster Linie nach der Fellart richten. Übli ...
  • Physische Ausdauer: Nässe und Temperaturwechsel
  • Sehvermögen: Sortieren der Pelze
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeit mit Chemikalien, Gerbstoffen, Farbstoffen, Reinigungsmitteln
RauwarenzurichterInnen arbeiten vor allem in kleinen gewerblichen Gerbereien und Klein- und Mittelbetrieben der Leder erzeugenden Industrie, die auf Rauwarenzurichtung spezialisiert sind. Diese Betriebe befinden sich vorwiegend in der Steiermark, in Niederösterreich und in Oberösterreich. Das Arbeitsplatz- und Lehrstellenangebot für RauwarenzurichterInnen ist sehr gering, da es nur eine kleine Anzahl Pelz erzeugender Betriebe gibt (meist Kleinbetriebe mit nur wenigen Beschäftigten), die sich überdies in einer wirtschaftlich schwierigen Situation infolge starker Konkurrenz durch Billigimporte und der sinkenden Nachfrage nach Pelzen befinden. Der Beruf wird sowohl von Männern als auch von Frauen ausgeübt; in den letzten Jahren wurden allerdings nur Burschen ausgebildet (derzeit werden keine Lehrlinge ausgebildet).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GerbereitechnikerIn und PräparatorIn", dem der Beruf "RauwarenzurichterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

RauwarenzurichterIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Kürschner-, Handschuhmacher- und Gerber-Gewerbe (Arbeiter) 01.03.2017
Bekleidungsindustrie: Pelzindustrie (alle Bundesländer mit Ausnahme von Vorarlberg) (Arbeiter) 01.09.2017
Leder erzeugende Industrie (Arbeiter) 01.07.2017
RauwarenzurichterIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Frauenanteil - - - - - - - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
RauwarenzurichterIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Gerber/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Höhere Lehranstalt für Chemie, Ausbildungsschwerpunkt "Leder- und Naturstofftechnologie".
Wegen der geringen Anzahl an RauhwarenzurichterInnen werden in Österreich kaum Weiterbildungskurse angeboten. Die Zulieferfirmen organisieren für GerberInnen und RauwarenzurichterInnen Fachkurse, in denen sie die neuesten Produkte (Gerb- und Farbstoffe) und deren Anwendungsmöglichkeiten vorstellen. Spezielle Weiterbildungskurse können derzeit nur im benachbarten Ausland (z.B. in der Bundesrepublik Deutschland) besucht werden. Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Technische Chemie" und "Technische Chemie und Umwelttechnik" (2 Jahre, Abendunterricht).
RauwarenzurichterInnen können zu WerkstättenleiterInnen aufsteigen. Die Aufstiegschancen sind jedoch gering, da es zur Zeit nur einige wenige Rauwarenzurichterbetriebe gibt. Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung besteht in den Gewerben "Rauwarenzurichter" oder "Gerber", die als "freie Gewerbe" eingestuft sind (kein Befähigungsnachweis erforderlich!).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Textil, Mode, Leder, Seite 135
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