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UnternehmerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.270,- bis € 2.340,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Ein Unternehmer/eine Unternehmerin ist eine Person, die auf selbstständiger Basis ein Unternehmen betreibt, indem sie Abläufe gestaltet und dabei das Unternehmersrisiko trägt. Dies kann grundsätzlich als EinzelunternehmerIn geschehen oder im Rahmen einer Gesellschaft (z.B. GmbH).

Bestimmte Rechtsformen gelten stets als Unternehmer (selbst wenn sie kein Unternehmen betreiben (GmbH, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft, Versicherungsverein, Sparkasse).

Typischerweise befassen sich UnternehmerInnen mit der Produktion oder Fertigung von Gütern oder der Vermittlung oder Erbringung von Dienstleistungen. Sie können sich z.B. mit der Durchführung von Warenlieferungen oder Personentransporten befassen.

Ein/e Unternehmer/in kann dabei EigentümerIn oder PächterIn des Unternehmens sein. Vor Beginn eines Unternehmertums müssen bereits rechtliche Aspekte berücksichtigt werden. Diesbezüglich ist es wichtig, die unterschiedliche Bedeutung des Begriffes „Unternehmer“ im Unternehmergesetzbuch bzw. in anderen Ländern (Export/Import) zu kennen. Ebenso ist es unerlässlich, den eigenen Unternehmerstatus laufend zu prüfen (Nachteile gegenüber dem Verbraucherstatus etc.).

UnternehmerInnen müssen Bücher und Aufzeichnungen führen. Das bedeutet, sie entscheiden sich für ein Rechnungssystem, aus dem sie die Daten über Umsatz und Gewinn ermitteln. Von diesen Daten bemisst das Finanzamt in weiterer Folge die Steuern.

UnternehmerInnen kennen Richtlinien und Bestimmungen zum E-Commerce-Gesetze, Konsumentenschutz- oder Maklergesetzt und Vergaberecht.

Siehe auch die Berufe ImmobilienmaklerIn, Kaufmann/Kauffrau oder HandelsvertreterIn.

Die Möglichkeit einer Unternehmensgründung besteht in den meisten Wirtschaftsbereichen, wobei für eine Unternehmensgründung jeweils unterschiedliche Kriterien zu erfüllen sind.

UnternehmerInnen sind selbstständig tätig.

Das Unternehmensgesetzbuch löste 2007 das Handelsgesetzbuch ab; an die Stelle des Begriffs „Kaufmann“ ist der Begriff „Unternehmer“ getreten und es gilt die Definition: „Unternehmer ist, wer ein Unternehmen betreibt.“

Ein Unternehmen wiederum ist jede auf Dauer angelegte Organisation selbständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, mag sie auch nicht auf Gewinn gerichtet sein (Vgl: §§ 1 bis 4 UGB). Diese Definition deckt sich nunmehr mit der Unternehmensdefinition des Konsumentenschutzgesetzes.

Ein Einzelunternehmen entsteht grundsätzlich mit der Gewerbeanmeldung bei der Bezirksverwaltungsbehörde des Standortes bzw. mit Rechtskraft des Feststellungsbescheides. Zudem gilt ab einem bestimmten Umsatzgrenze die Rechnungslegungspflicht.

Infos zum Begriff EinzelunternehmerIn bietet auch die Website der WKO.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Betriebs- und UnternehmensleiterIn", dem der Beruf "UnternehmerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

UnternehmerInnen sind natürliche Personen, wie z.B. ZahnärztInnen, RechtsanwältInnen, ArchitektInnen, HandelsagentInnen, TechnikerInnen oder juristische Personen (das sind keine einzelnen Personen, sondern Gesellschaften).

Bei der gewerbsmäßigen Ausübung einer Tätigkeit, die der Gewerbeordnung unterliegt, muss eine Gewerbeberechtigung (Gewerbeanmeldung) vorhanden sein.

Gewerbsmäßigkeit liegt vor, wenn eine Tätigkeit selbständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, durchgeführt wird.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass: