Ausbildungsform auswählen

Chemie-InformatikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.040,- bis € 2.450,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Chemieinformatik umfasst die Konzeption, Wartung und Customizing von Informationsverarbeitungs-Systemen im Bereich Chemie. Customizing ist das Anpassen der Standardsoftware an individuelle Anforderungen. Dies setzt fundierte Kenntnisse der Chemie voraus.

Chemie-InformatikerInnen beschäftigen sich zudem mit Aufgaben der Messdatenerfassung und -verarbeitung, Netzwerktechnik, Laborautomatisierung sowie der Visualisierung und Simulation chemischer und technischer Prozesse.

Hauptaufgabe von ChemieinformatikerInnen ist es, Lösungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Informatik auf die Probleme der Chemie zu finden. Das Gebiet der angewandten Informatik in der Chemie umfasst:

  • Visualisierung und Simulation von Prozessen
  • Messdatenerfassung und -verarbeitung
  • Objektorientierte Modelle und Datenbanken
  • Informationslogistik
  • Künstliche Intelligenz
  • Informations- und Wissensmanagement
  • Projekt- und Unternehmensmodellierung
  • Monitoring von Umweltparametern und Automatisation der Überwachung
  • u.v.m.

 

Siehe auch die Berufe InformatikerIn und WirtschaftsinformatikerIn.

Logisch-analytisches Denkvermögen, Mathematische Kenntnisse (Angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Entscheidungskompetenz, sehr gute Ausdrucksfähigkeit.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmässigen Weiterbildung und tlw. interkulturelle Kompetenzen (Teamarbeit, Kundenorientiertheit).

Berufsfelder für ChemieinformatikerInnen/Bioinformatik sind unter anderem: Analytik und Messtechnik in Forschungs- und Entwicklungslaboratorien, Monitoring von Umweltparametern und Automatisation der Überwachung, Softwareentwicklung für die Messdatenerfassung.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "Chemie-InformatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von ChemieinformatkerInnen wird eine Ausbildung im Bereich Chemie oder Biotechnologie erwartet - in Kombination mit spezifischen Wissen aus der Informatik.

Eine fundierte Informatik-Ausbildung mit Schwerpunkt im Themenfeld Chemie oder Biochemie bietet ebenfalls gute Chancen am Arbeitsmarkt.

  • HLA: Höhere Lehranstalt Chemie
  • HLA für Lebensmittel- und Biotechnologie
  • HLA für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik
  • Fachschule: Biochemie und Bioanalytik
  • FS Chemie (Biochemie und Bioanalytik)
  • BMS - Technik, Handwerk: FS Chemie (Chemische Technologie und Umwelttechnik)
  • HTL für Lebensmitteltechnologie - Getreide- und Biotechnologie

 

Weiterbildung:

  • Biomedical Engineering mit Schwerpunkt Mathematical & Computational Biology (MSc, TU Wien)
  • Computational Logic (MSc, Uni Wien)
  • Computational Life Sciences (MSc, Uni Krems)
  • u.v.m.

 

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für AbsolventInnen einer Fachschule für Chemie kommt als Weiterbildungsmöglichkeit z.B. der Besuch einer Werkmeisterschule in Betracht (Werkmeisterschule für Berufstätige für Bio- und Lebensmitteltechnologie) sowie FH- Und Unilehrgänge.

Studienmöglichkeiten in diesem Bereich sind, neben Chemie und Technischer Chemie, auch verwandte Bereiche wie Biotechnologie, Pharmazie, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (Chemie), Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik). ProjektleiterInnen für verfahrenstechnische Aufgaben haben die Verantwortung für die Entwicklung und die Übertragung von Laborverfahren auf industrielle Maßstäbe sowie Verbesserung bestehender Produktionsverfahren (wobei ihnen in der Regel auch die Verantwortung für Qualitätskontrolle und Qualitätsdokumentation zukommt).

Aktuell nachgefragte Zusatzqualifikationen sind daher Qualitätssicherungssysteme sowie in Bereichen der Abfall- und Entsorgungstechnik; ein typisches Beispiel für eine entsprechende leitende branchenspezifische Funktion ist die der/des LeiterIn für Abfallwesen.

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten die Websites: www.chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs), www.chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland, Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau" anzeigen