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ChemikerIn - Naturstoffchemie

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 1.540,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

NaturstoffchemikerInnen befassen sich mit mikrobiellen, pflanzlichen und tierischen Naturstoffen und deren chemische Bearbeitung.

Ausgehend von den verschiedenen Naturstoffklassen (Eiweißstoffe, Kohlenhydrate, Lipide, Vitamine, Hormone usw) untersuchen sie deren Struktur, Vorkommen, chemische Eigenschaften und biologische Wirkungen. Das Ziel ist es, bestimmte Eigenschaften wie etwa die Haltbarkeit oder Farbe eines Stoffes zu verändern. Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Lederchemie.

ChemikerInnen setzen Verfahren zur Biosynthese ein, um pharmazeutische Hilfsstoffe und andere Stoffe herzustellen. Sie analysieren die Zerfall- bzw Nebenprodukte bei der chemischen Synthese*, wie etwa den Abbau von Waschmittel und deren Auswirkung auf Mensch und Umwelt.

Berufsfelder für NaturstoffchemikerInnen eröffnen sich im Qualitätsmanagement, in der Erforschung ökologischer Aspekte im Bereich der biologischen Abbaubarkeit von Naturstoffen.

Siehe auch den akademischen Kernberuf ChemikerIn sowie BiotechnologIn und PolymerchemikerIn.

 

*Synthese: Aufbau von chemische Verbindungen (vgl. externes Lexikon)

Logisch-analytisches Denkvermögen, naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, wissenschaftliche Neugierde und Kreativität, eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Reaktionsprodukten (z.B. austretende Gase und Gerüche), für viele Aufgaben ist ein sicherer Umgang mit Softwaretools (Simulationsprozesse, Statistik) erforderlich.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich Chemie bestehen in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E), Verfahrenstechnik, Produktion, Anwendungstechnik, chemische Analytik, Patentwesen, Marketing & Vertrieb. ChemikerInnen arbeiten aich an Hochschulen und Forschungsinstituten sowie in der Industrie. Sie können auch als als BeraterIn für erneuerbare Rohstoffe und Energieformen (Holz, Zucker, Stärke, Biogas) tätig sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GerbereitechnikerIn und PräparatorIn", dem der Beruf "ChemikerIn - Naturstoffchemie " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von ChemikerInnen wird üblicherweise eine Ausbildung im Bereich Chemie, Chemieingenieurwesen, Chemieverfahrenstechnik, Chemielabortechnik o.Ä. erwartet.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für AbsolventInnen einer Fachschule für Chemie kommt als Weiterbildungsmöglichkeit z.B. der Besuch einer Werkmeisterschule in Betracht (Werkmeisterschule für Berufstätige für Bio- und Lebensmitteltechnologie) sowie FH- und Unilehrgänge.

Studienmöglichkeiten in diesem Bereich sind, neben Chemie und Technischer Chemie, auch verwandte Bereiche wie Biotechnologie, Pharmazie, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (Chemie), Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik). ProjektleiterInnen für verfahrenstechnische Aufgaben haben die Verantwortung für die Entwicklung und die Übertragung von Laborverfahren auf industrielle Maßstäbe sowie Verbesserung bestehender Produktionsverfahren (wobei ihnen in der Regel auch die Verantwortung für Qualitätskontrolle und Qualitätsdokumentation zukommt).

Aktuell nachgefragte Zusatzqualifikationen sind daher Qualitätssicherungssysteme sowie in Bereichen der Abfall- und Entsorgungstechnik; ein typisches Beispiel für eine entsprechende leitende branchenspezifische Funktion ist die der/des LeiterIn für Abfallwesen.

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten die Websites: www.chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs), www.chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland, Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

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