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ChemikerIn - als QualitätstechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.460,- bis € 2.530,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

QualitätstechnikerInnen beschäftigen sich mit der Festlegung und Kontrolle von Standards für betriebliche Leistungen. Sie sind in einer Schnittstellenfunktion zwischen Qualitätssicherung, Einkauf, Produktion, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung.

Qualitätstechnik beginnt bei der Überprüfung der benötigten Ausgangsmaterialien (z.B. Rohstoffe) anhand von Proben und zwar noch vor der Bestellung. QualitätstechnikerInnen sind auch für die Erstellung und Einhaltung von Sicherheitsstandards bei der Entwicklung und Herstellung von Produkten (z.B. von Impfstoffen) sowie für die Einhaltung von Arbeitsabläufen verantwortlich.

Grundlagen dafür können sowohl selbst definierte Ziele als auch rechtliche Vorgaben und Normen (z.B. ISO 10993 für Medizinprodukte) sein. Insbesondere geht es auch um Fragen der Gewährleistung und Produkthaftung für die EndverbraucherInnen. QualitätstechnikerInnen erstellen chemische Analysen zur Feststellung der Eigenschaften von Stoffen. Die Kontrolle einzelner Produkte erfolgt mittels statistischer Methoden, z.B. mittels Stichprobensystem.

QualitätstechnikerInnen sorgen auch dafür, dass alle Konstruktions-, Produktions- und Organisationsprozesse dokumentiert werden. Somit lässt sich die Entstehungsgeschichte eines jeden Produktes nachvollziehen. Das sind auch wichtig, um mit international tätigen Unternehmen zu kooperieren.

Hier geht`s zum akademischen Kernberuf ChemikerIn sowie zum Beruf BiotechnologIn.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Gute Sinneswahrnehmung (gutes Sehvermögen, guter Geruchssinn)
  • Problemlösungskompetenz
  • Kreativität
  • Strukturierte, genaue Arbeitsweise
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000)

 

Häufig sind gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich. Als QualitätstechnikerIn ist ein sicherer Umgang mit MS-Office und ERP-Systemen nötig sowie Lean Management-Kenntnisse.

 

Lean Management („schlankes Management“) bedeutet Prozessoptimierung. Es geht darum, sämtliche Prozesse und Aktivitäten aufeinander abzustimmen, z.B. damit Verschwendungen vermieden werden. Ebenso sollen Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege logisch gestaltet werden.

QualitätstechnikerInnen für Chemie arbeiten oft in Industriebetrieben, z.B: Kunststoffindustrie, Erdölindustrie, Biotechnologie, lebensmittelproduzierende und lebensmittelverarbeitende Industrie, Gärungsindustrie (Molkereien, Getreide- und Fleischindustrie), Lebensmittelkontrolle, Pharmaindustrie (Erzeugung von Antibiotika und Enzymen) und in der Umweltverfahrenstechnik (Schadstoffbeseitigung und Abwasseraufbereitung);

Weiters im Bereich von Forschung und Entwicklung an universitären und anderen wissenschaftlichen Instituten sowie in der Verfahrenstechnik oder im Verkauf.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ChemotechnikerIn", dem der Beruf "ChemikerIn - als QualitätstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Nach der Erstausbildungen zum/zur Chemiker/in wird die Befähigung zur Qualitätskontrolle üblicherweise berufsbegleitend durch Aus- und Fortbildungslehrgänge erlangt.  Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich sind HTL- oder Kollegabschlüsse in Chemie oder Biotechnologie.

Für Berufstätige werden - je nach vorhandenem Bildungsabschluss - sowohl Kollegs als auch eine Höhere Technische Lehranstalten für Berufstätige angeboten. Uni-Lehrgang: Z.B. Qualitätsmanagement.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten bieten Lehrgänge (z.B. Biotech und Pharmamanagement, Qualitätsbeauftragte/r für Lebensmittel- und Biotechnologie).
Der Wissensaustausch findet vorrangig auf Kongressen statt.

FH: Z.B. Biotechnologisches Qualitätsmanagement, Business Process Engineering & Management. Marketing und Kommunikationsmanagement, Digital Marketing, Internationale Betriebswirtschaft, Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen sind für solche Karriereschritte unbedingt erforderlich.

Aktuell nachgefragte Zusatzqualifikationen sind die Bereiche der Abfall- und Entsorgungstechnik; ein typisches Beispiel für eine entsprechende leitende branchenspezifische Funktion ist die der/des LeiterIn für Abfallwesen. Voraussetzung für diese für Betriebe ab einer gewissen Größenordnung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) zwingend vorgeschriebene Position ist eine Ausbildung in Organischer Chemie (HTL oder Studium).

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten folgende Internetseiten:

www.chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs).www.chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland; Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

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