SchalungsbauerIn (auslaufend)

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung (Lehrlingseinkommen)
Lehrzeit: Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 2.390,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

ACHTUNG: Dieser Lehrberuf wurde am 1. Jänner 2020 durch den Lehrberuf "BetonbauerIn" ersetzt. Lehrlinge, die am 31. Dezember 2019 im Lehrberuf "SchalungsbauerIn" ausgebildet wurden, können bis zum Ende der vereinbarten Lehrzeit weiter nach der SchalungsbauerIn-Ausbildungsordnung ausgebildet werden und bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur SchalungsbauerIn-Lehrabschlussprüfung antreten. Sie können aber auch bei voller Lehrzeitanrechnung auf den neuen Lehrberuf "BetonbauerIn" umsteigen (erforderlich ist dafür eine entsprechende Vereinbarung zwischen Lehrbetrieb und Lehrling).

Der Nachfolge-Lehrberuf "BetonbauerIn" dauert 3 Jahre; es gibt aber auch eine erweiterte 4-jährige Form mit der Berufsbezeichnung "BetonbauspezialistIn" und den beiden Schwerpunkten "Konstruktiver Betonbau" und "Stahlbetonhochbau".

Siehe auch die Lehrberufe BetonbauerIn (Lehre), BetonbauspezialistIn - Schwerpunkt Konstruktiver Betonbau (Lehre) und BetonbauspezialistIn - Schwerpunkt Stahlbetonhochbau (Lehre).

Tätigkeitsmerkmale

SchalungsbauerInnen errichten Bauwerksteile aus Beton und Stahlbeton und montieren Betonfertigteile wie Wand- und Deckenelemente, Fassadenplatten und Steinstufen. Speziell im Hochbau sind sie für viele Arbeitsbereiche zuständig, so z.B. Anlege- und Vermessungsarbeiten, Pölzungen (pölzen = stützen), Fundierungsarbeiten, Betonbau, Erstellen von Schalungen, Deckenverlegung, etc. Ein sehr wichtiger Bereich ist auch die richtige Ermittlung des Materialbedarfes für eine effiziente Baustellenbewirtschaftung.

Die Betonbautechnik wird im Hochbau, im Tiefbau und im Wasserbau angewandt. Im Hochbau wird Beton bei der Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen, Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) verwendet; im Tiefbau bei der Errichtung von Brücken, Tunnels, Autobahnen und Tiefgaragen; im Wasserbau beim Bau von Staudämmen, Be- und Entwässerungsanlagen, Hochwasserschutzbauten sowie Kanal- und Kläranlagen.

Eine der wichtigsten Aufgaben der SchalungsbauerInnen bei der Durchführung von Betonierungsarbeiten ist das Errichten von Schalungen. Schalungen sind Konstruktionen bzw. Formen aus Holzbrettern oder aus Holz-, Kunststoff- oder Stahltafeln, in die der frische Beton eingefüllt wird. Bei bestimmten Baukonstruktionen, vor allem im Brückenbau, werden vor dem Aufstellen der eigentlichen Schalung sogenannte Leergerüste errichtet; das sind Traggerüste aus Stahlkonstruktionsteilen, die zum Stützen der Schalung bzw. der Betonbauteile dienen. Die SchalungsbauerInnen bestreichen die Innenseiten der Schalungen mit Schalöl, um das Anhaften des Betons an den Schalungsteilen zu verhindern und damit das Entfernen der Schalung nach dem Erhärten des Betons ("Ausschalen") zu erleichtern.

Für Betonbauteile, die starken Zugkräften ausgesetzt sind, stellen die SchalungsbauerInnen sogenannte Bewehrungen her. Das sind Eisen- oder Stahleinlagen, die dem Beton eine hohe Zugfestigkeit verleihen. Die SchalungsbauerInnen schneiden Beton- bzw. Baustahl (Stahlstäbe mit gerippter Oberfläche) mit Bolzenschneidern oder elektrischen Schneidemaschinen zu. Dann biegen sie die Stahlstäbe mit Handbiegemaschinen oder elektrischen Biegemaschinen und verbinden sie mit Bindedraht oder durch Verschweißen zu Baustahlgittern ("Bewehrungskörbe"). Diese legen sie in die Schalungen ein und verankern sie dort.

Anschließend füllen sie die Schalungen mit Beton. Dieser wird entweder von entsprechend spezialisierten Betrieben erzeugt, in Betonmischfahrzeugen zu den Baustellen geliefert und über einen Pumpenschlauch in die Schalungen gepumpt oder direkt auf der Baustelle von den SchalungsbauerInnen hergestellt. Die SchalungsbauerInnen erzeugen diesen Beton in meist automatisierten Betonmischanlagen und leeren ihn mit Krankübeln in die Schalungen. Um dem Beton die gewünschte Festigkeit zu geben, stampfen und rütteln ihn die SchalungsbauerInnen mit sogenannten "Außenrüttlern", die an der Schalung befestigt sind und den Beton bereits während des Einbringens verdichten.

Bei der Nachbehandlung gießen die SchalungsbauerInnen Wasser auf den Beton, um ein zu schnelles Trocknen ("Abbinden") und damit die Bildung von Rissen oder Sprüngen zu verhindern. Nach Erhärten des Betons entfernen sie die Schalung und reinigen die wiederverwendbaren Schalungsteile. Diese Abschlussarbeiten werden allerdings oft von Bauhilfskräften durchgeführt.

SchalungsbauerInnen errichten Bauwerksteile aus Beton und Stahlbeton und montieren Betonfertigteile wie Wand- und Deckenelemente, Fassadenplatten und Steinstufen. Speziell im Hochbau sind sie für viele Arbeitsbereiche zuständig, so z.B. Anlege- und Vermessungsarbeiten, Pölzungen (pölzen = stützen), Fundierungsarbeiten, Betonbau, Erstellen von Schalungen, Deckenverlegung, etc. Ein sehr wichtiger Bereich ist auch die richtige Ermittlung des Materialbedarfes für eine effiziente Baustellenbewirtschaftung.

Die Betonbautechnik wird im Hochbau, im Tiefbau und im Wasserbau angewandt. Im Hochbau wird Beton bei der Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen, Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) verwendet; im Tiefbau bei der Errichtung von Brücken, Tunnels, Autobahnen und Tiefgaragen; im Wasserbau beim Bau von Staudämmen, Be- und Entwässerungsanlagen, Hochwasserschutzbauten sowie Kanal- und Kläranlagen.

Eine der wichtigsten Aufgaben der SchalungsbauerInnen bei der Durchführung von Betonierungsarbeiten ist das Errichten von Schalungen. Schalungen sind Konstruktionen bzw. Formen aus Holzbrettern oder aus Holz-, Kunststoff- oder Stahltafeln, in die der frische Beton eingefüllt wird. Bei bestimmten Baukonstruktionen, vor allem im Brückenbau, werden vor dem Aufstellen der eigentlichen Schalung sogenannte Leergerüste errichtet; das sind Traggerüste aus Stahlkonstruktionsteilen, die zum Stützen der Schalung bzw. der Betonbauteile dienen. Die SchalungsbauerInnen bestreichen die Innenseiten der Schalungen mit Schalöl, um das Anhaften des Betons an den Schalungsteilen zu verhindern und damit das Entfernen der Schalung nach dem Erhärten des Betons ("Ausschalen") zu erleichtern.

Für Betonbauteile, die starken Zugkräften ausgesetzt sind, stellen die SchalungsbauerInnen sogenannte Bewehrungen her. Das sind Eisen- oder Stahleinlagen, die dem Beton eine hohe Zugfestigkeit verleihen. Die SchalungsbauerInnen schneiden Beton- bzw. Baustahl (Stahlstäbe mit gerippter Oberfläche)…

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

SchalungsbauerIn (auslaufend)
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Baugewerbe und Bauindustrie (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) (Arbeiter)
gültig ab 01.05.2020
01.05.2020
  • Handgeschicklichkeit: maßgenaues Zuschneiden und Aufbauen der Schalungen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Herstellen der Schalungen anhand von Konstruktionsplänen, Herstellen der Bewehrungen
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen des Materialbedarfs, Konstruktionsberechnungen
  • technisches Verständnis: Bedienen von Baumaschinen
  • Organisationstalent: Einteilen des Tagesablaufes, Koordinieren des Einsatzes angelernter Arbeitskräfte
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • Reaktionsfähigkeit: Vermeiden von Unfällen auf der Baustelle und bei der Arbeit mit Baumaschinen
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Organisieren und Durchführen der Betonierarbeiten, Anleiten der Mitarbeiter

Betriebe/Lehrbetriebe: SchalungsbauerInnen arbeiten in der Bauindustrie und im Baugewerbe.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge ist in den letzten Jahren relativ stabil und bewegt sich jährlich insgesamt im mittleren dreistelligen Bereich.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Beruf wird derzeit fast ausschließlich von Männern erlernt: Der Anteil der Frauen lag in den letzten Jahren bei rund einem Prozent. Dies wird oft mit den hohen körperlichen Anforderungen in diesem Lehrberuf begründet.

Berufsaussichten: Die Nachfrage nach Baufachkräften nimmt in den nächsten Jahren leicht zu.

Beschäftigungsaussichten: SchalungsbauerInnen können in den kommenden Jahren mit einer stabilen Nachfrage rechnen. Gute Baustoffkenntnisse und der sichere Umgang mit Dämm- und Isoliermaterialien verbessern die Beschäftigungsaussichten.

Zusatzinformationen: In diesem Beruf kann es, wie in vielen Bauberufen, zu saisonalen Schwankungen bei der Arbeitskräftenachfrage kommen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BetonbauerIn", dem der Beruf "SchalungsbauerIn (auslaufend)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
SchalungsbauerIn (auslaufend) (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
männlich 673 675 681 682 674 673 684 683 760 777
weiblich 3 1 2 2 5 6 7 8 6 7
gesamt 676 676 683 684 679 679 691 691 766 784
Frauenanteil 0,4% 0,1% 0,3% 0,3% 0,7% 0,9% 1,0% 1,2% 0,8% 0,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
SchalungsbauerIn (auslaufend)
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Eine der wichtigsten Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Bauberufe ist die BAUAkademie der Bauwirtschaft (Baugewerbe, Bauindustrie), die in allen Bundesländern (außer Burgenland) einen sogenannten Lehrbauhof betreibt. Das Weiterbildungsangebot der Lehrbauhöfe umfasst beispielsweise Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung in Bauberufen, Fachkurse zu bestimmten Bauthemen (Bautechnik, Bauvermessung, Baumaschinen, Arbeitssicherheit, Althaussanierung/Energieausweis, Schalungsbau, Trockenausbau usw.), Kranführer- und Staplerkurse, Ausbildungen für Führungspositionen (VorarbeiterIn, PolierIn), BauleiterIn-Lehrgänge, Vorbereitungskurse zur Baumeisterprüfung und vieles mehr. Adressen und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bauakademie.at.

 

Weiterbildungskurse für Bauberufe werden auch vom Berufsförderungsinstitut (BFI) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) durchgeführt. Von besonderer Bedeutung sind Kurse über Innenausbau, Althaussanierung und Bautechnologie. Das WIFI führt Vorbereitungskurse für die Baumeister-Befähigungsprüfung durch. Im Ausbildungszentrum Bundesdenkmalamt Kartause Mauerbach/NÖ finden Kurse über traditionelle Handwerkstechniken statt

 

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

 

Werkmeisterschule für Berufstätige für Bauwesen (3 Semester) (3 Semester; Guntramsdorf, Hohenems, Innsbruck, Klagenfurt, Langenlois, Salzburg, Steyregg, Übelbach)

 

Werkmeisterschule für Berufstätige für Bauwesen (4 Semester) (4 Semester; Gmünd, Oberwart, St. Pölten, Weiz, Wien 4, Wien 18, Wien 22)

 

Bauhandwerkerschule für Maurer (3 Jahre (Wintersemester); Graz, Innsbruck, Linz, Rankweil, Salzburg, Villach, Wien 3)

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik - Umwelttechnik (4 Semester);
Schulautonome Vertiefungen:

  • Landschafts-, Verkehrs- und Infrastrukturplanung (Mödling)
  • Wasserbau-, Energie- und Entsorgungstechnik (Mödling)

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik (4 Semester);
Ausbildungszweige:

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkt Hochbau (6 Semester; Linz)

 

ACHTUNG: LehrabsolventInnen werden zu Kollegs/Aufbaulehrgängen  nur mit Aufnahmeprüfung oder Vorbereitungslehrgang zugelassen!

 

 

Höhere Lehranstalt (einschl. Kolleg) für Berufstätige für Bautechnik (HTL: 8 Semester, Kolleg: 6 Semester);
Ausbildungsschwerpunkte:

 

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkt Hochbau (8 Semester; Salzburg, Villach)

 

Aufstiegsmöglichkeiten:

SchalungsbauerInnen können zu PolierInnen und zu WerkmeisterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für SchalungsbauerInnen in folgenden reglementierten Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • BaumeisterIn, BrunnenmeisterIn

Weiters können SchalungsbauerInnen im freien Gewerbe "Erzeugung von Betonwaren" tätig sein. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

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