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ElektronikerIn im Bereich Netzwerktechnik

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.490,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

In Unternehmen sind Computer zu Netzwerken zusammengeschaltet. Ein Netzwerk ist die physikalische und logische Verbindung zweier oder mehrerer Computersysteme zur Adressierung, Vermittlung und Übertragung von Daten und Informationen über das Internet.

Die Installation und Wartung dieser Netzwerke ist eine der Hauptaufgaben. ElektronikerInnen planen den Einsatz von Computernetzen und installieren diese. Sie sorgen für die Einrichtung, Inbetriebnahme, Verwaltung und Absicherung sowie für die Instandhaltung und Wartung der Serverbetriebssysteme und der zugehörigen Applikationen im speziellen Anwendungsbereich der Datenübertragung (Audio, Video, Multimedia).

Sie analysieren die Netzwerkgrundlagen, wählen die Netzwerkkomponenten aus, übernehmen die strukturierte Verkabelung nach DIN-Norm, konfigurieren die Netzwerkprotokolle und - dienste und übernehmen die Installation und die Fehleranalyse bei Störungen. Zudem setzen sie Programmiersprachen der C-Standards (C#, C++, C) ein.

Übersicht über Tätigkeiten

  • Entwurf und Realisierung von informationselektronischen Systemen (Signalverarbeitung)
  • Konfiguration der Netzwerkgeräte und Komponenten
  • Prüfen der elektrischen Schutzmaßnahmen
  • Analyse und Beseitigung von Fehlern und Störungen
  • Nachrichtentechnik und Kommunikationsnetze: Satellitennavigation, Funk, Radar
  • Smart Systems: Vernetzte Geräte zur automatischen Lichtsteuerung, Heizungs- und Klimaanlagen
  • Medizintechnik: Planung und Einsatz von Embedded Systems: Infusionspumpen oder ganze Monitoring-Systeme zur Überwachung von RisikopatientInnen
  • u.v.a.

 

Interessante Berufsfelder ergeben sich auch im Bereich Facility Management und Gebäudetechnik (Programmierung und Vernetzung von regelbaren Endgeräten) oder in der Medizintechnik. Siehe auch den Lehrberuf ElektronikerIn.

Wichtig ist das Interesse für steuer- und regelungstechnische Themenstellungen, sowie

  • Freude an Technik und Mathematik: Messtechnik, Datenstrukturen, Algorithmen
  • Analytisches Denkvermögen
  • Abstraktionsvermögen: Zur Modellbildung
  • Handgeschicklichkeit
  • Fehlersuche erfolgt vielleicht einmal auch Abends und am Wochenende
  • Bereitschaft zur Weiterbildung: Neue Technologien, rechtliche Aspekte
  • Problemlösungkompetenz
  • Kontakt- und Teamfähigkeit

 

Im Beruf ist der Umgang mit Software-Tools nötig: Simulationen, Statistik, CAD zur 3D-Modellierung.

In Jobausschreibungen werden manchmal REFA-Kenntnisse vorausgesetzt, Infos auf Refa-austria.at Englischkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil.

Beschäftigung bieten Unternehmen die sich mit folgenden Themen befassen: Erzeugung von Geräten und Systemen der Unterhaltungselektronik, Analoge und digitale Schaltungstechnik und Signalverarbeitung, Hochfrequenztechnik, Analyse von Embedded Soft- und Hardware, Testautomatisierung von Embedded Echtzeitsystemen, Telekommunikationsgesellschaften, Industriebetriebe, die im interdisziplinären Bereich Informatik – Elektrotechnik tätig sind.

Zudem eröffnen sich je nach Praxiszeit auch Tätigkeiten in einer (Material)Prüfstelle oder als GutachterIn in zahlreichen Unternehmen der Unterhaltungselektronik oder der Umwelt- und Verkehrswirtschaft.

In Jobinseraten werden ausdrücklich fundierte Fachkenntnisse im Bereich Embedded Systems/Mikrocontroller, sehr gute Kenntnisse in der Programmiersprache C, C# oder C++ gewünscht. Gute Englischkenntnisse werden ebenfalls vorausgesetzt.

Zunehmend wichtige Bereiche sind Medizintechnik, Lifestyle-Produkte und die Entwicklung von Smart Home Applikationen (z.B. Steuerungen für Licht, Klima, Jalousien).

In Bereich Active and Assisted Living (AAL) können sich SchaltungstechnikerInnen mit Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich, Informatik und Medizintechnik gemeinsam für Projekte in Forschung und Entwicklung AAL-Programme engagieren.

Das Active and Assisted Living Research and Development Program ist ein gemeinsames europäisches Forschungs- und Entwicklungs- (F&E) Programm für "Aktives und unterstütztes Leben". Infos und Positionspapier der AAL Austria auf der Website des bmvit.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ElektronikerIn", dem der Beruf "ElektronikerIn im Bereich Netzwerktechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungen bieten sich im Bereich Elektronik mit Schwerpunkt Informationstechnik, Netzwerktechnik, Mikroelektronik, Nachrichtentechnik oder Ähnliches an.

Kenntnisse in den Bereichen Messtechnik und Grundlagen der C-Programmierung sind wichtig.

Zunehmend werden duale Studiengänge angeboten - Unternehmen übernehmen oft die Studienkosten ihrer dualen StudentInnen. Z.B. Elektrotechnik Dual (Wahlfach Technische Informatik); Infos in der Broschüre der FH Vorarlberg.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen von Seiten der großen Hard- und Softwareanbieter (einige Firmen verfügen über eigene Akademien).

Einschlägige Weiterbildungskurse und Lehrgänge bieten beispielsweise die Bereiche Bioinformatik, eHealth, Information Design - Verkehr und Transport, Verkehrsstelematik, Sensor- und Aktortechnik, IT-Projektmanagement, Wirtschaftsinformatik, Rechtsinformatik.

Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten im Bereich Elektronik gibt es darüber hinaus in Form von Kursen in Bereichen wie Automatisierung (Mess- und Regelungstechnik, Sensortechnik), Kommunikationstechnik, Informationstechnologie.

Je nach Qualifikation bieten sich Aufstiegsmöglichkeiten als ProjektleiterIn, Team- oder AbteilungsleiterIn, SicherheitsmanagerIn, Applikation ManagerIn oder Ähnliches.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

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