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OptoelektronikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.480,- bis € 2.450,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Optoelektronik (Optronik) ist ein Teilgebiet der Elektronik, und befasst sich mit optischen und elektronischen Vorgängen, Bauteilen und Komponenten, welche die Schnittstelle zwischen optischen und elektronischen Signalen bilden.

OptoelektronikerInnen verfassen Pflichtenhefte und nutzen Softwaretools für das Elektronikdesign und den Bau von Prototypen (Versuchsmodelle) für Tests und Simulationsprozesse.

Typische Arbeitsgebiete sind die Herstellung, Montage und Wartung von Geräten und Bauteilen

  • Augenoptik: Prismen, Sehhilfen
  • Bauwesen: Optische Höhenmesser, Unterwasserkameras
  • Fügetechnik: Laser-Hybridweißtechnik
  • IT/Unterhaltungselektronik: Displays, Flachbildschirme, TV-Geräte
  • Lichttechnik: Energieeffiziente Beleuchtungstechnologie (LED)
  • Maschinenbau/Produktionstechnik: Sensoren und Messtaster zur autom. Kopfvermessung bei Fräs- und Fertigungsmaschinen
  • Medizintechnik: Bildgebende Diagnostik
  • Militär / Sicherheitstechnik: Radar-Bewegungsmelder zur Überwachung
  • Netzwerktechnik: Glasfasersysteme zur Lichtübertragung
  • Photovoltaik: Solarzellen
  • Robotik: 3D-Laserstrahlbearbeitung bei Fahrzeugen, Textilien, Kunststoffen etc.
  • Vermessungswesen: Laserscanning, Interferrometrie
  • u.v.a.

 

Beispiele für Tätigkeiten sind der Zusammenbau von Lasergeräten, das Justieren und Testen der Geräte sowie die Durchführung von Reparatur und Serviceaufgaben. OptoelektronikerInnen entwickeln auch Schaltungen und berücksichtigen dabei einschlägige Standards und Normen, etwa in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit.

Siehe auch die Berufe MikroelektronikerIn, LeistungselektronikerIn, OptotechnikerIn, Mess- und RegelungstechnikerIn oder den Lehrberuf AugenoptikerIn.

Logisch-analytisches Denkvermögen, grundsätzliches naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, wissenschaftliche Neugierde und Kreativität, Handgeschicklichkeit (gute Feinmotorik), gute Englischkenntnisse, Weiterbildungsbereitschaft.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten verschiedenen Bereiche: Medizin/Orthoptik (Laser, Sehhilfen, Prismen) Informations- und Unterhaltungsindustrie (Scanner, Laserdrucker), Funktechnik, Messtechnik. Ingenieurbüros für technische Fachplanung und Institutionen der technischen Untersuchung und Beratung bieten Beschäftigungsmöglichkeiten.

Neben industriellen Großbetrieben, die den größten Teil der AbsolventInnen dieser Fachschulen aufnehmen, bieten Mittelbetriebe und spezialisierte Kleinbetriebe Stellen für ElektronikerInnen manchmal auch Handelsbetriebe für entsprechende Produkte. Dazu kommt der Bereich der Kommunikationstechnik (Telefon, audiovisuelle Medien).

Optische Technologien sind ausgewiesene Schlüsseltechnologien in den Bereichen Computertechnologie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Fahrzeugelektronik, Industrieelektronik, Unterhaltungselektronik, Kein elektronischer und elektrotechnischer Industriezweig ist heute mehr ohne Optoelektronik und Sensorik vorstellbar.

Aktuelle Studienrichtungen und Lehrgänge bieten auch fachliche Erweiterungsmöglichkeiten wie Mikrosystemtechnik sowie Robotik.

Besonders hervorzuheben sind hier Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit) sowie Unfallforschung und Unfallprävention. In diesen Bereichen bestehen auch berufliche Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Weitere Ausbildungswege können sich auf Industrial Engineering und Projektmanagement beziehen.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Informations- und KommunikationstechnikerIn", dem der Beruf "OptoelektronikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von ElektronikerInnen (Optoelektronik) wird üblicherweise - je nach Branche - eine Ausbildung (vorzugsweise ein Studium) in den Fachrichtungen Elektronik mit div. Schwerpunkten: Computer- und Leittechnik, Lasertechnik, Medizintechnik, Fahrzeugtechnik, Messtechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Sensortechnik, Technische Informatik, Nachrichtentechnik, Kommuniktionselektronik o.Ä. erwartet.

Kenntnisse in den Bereichen Sensorik, Messtechnik und Grundlagen der C-Programmierung sind dabei besonders wichtig.

AbsolventInnen einer HTL kann nach 3-jähriger einschlägiger Berufsausübung die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden. (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten im Bereich Elektronik gibt es darüber hinaus in Form von Kursen in Bereichen wie Automatisierung (Mess- und Regelungstechnik, Sensortechnik), Kommunikationstechnik und Informationstechnologie.

Universitätslehrgänge: Z.B. Aufbaustudium Optoelektronik-Photovoltaik (FH Bgld, JKU). Klinische Optometrie/Clinical Optometry (MSc, Donau-Uni Krems).

Eine Ausbildung im Fachgebiet Elektronik ermöglicht für Elektronik-IngenieurInnen den Einstieg in das Berufsleben mit einer Vielzahl an traditionellen wie auch innovativen Arbeitsgebieten.

Elektronik wird als sog. Innovations-Lokomotive für andere technische Fachgebiete wie z.B. Maschinenbau, Energietechnik und Umwelttechnik betrachtet.

Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich zudem in Ingenieurbereichen: Z.B. Entwicklungs-, Fertigungs- oder VertriebsingenieurIn, VersuchsingenieurIn, in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Apparaten, Geräten und deren Betriebssicherheit), als LaserschutzbeauftragteR, Unfallprävention sowie Laser-Hybridweißtechnik oder im Qualitätsmanagement.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der Tätigkeit als selbstständigeR UnternehmerIn und die Gründung von eigenen Betrieben.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Gesundheit, Schönheitspflege, Seite 64
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