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StempelerzeugerIn und FlexografIn

Berufsbereiche: Grafik, Druck, Papier und Fotografie
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

StempelerzeugerInnen und FlexografInnen stellen Gummistempel und Flexoklischees (Druckformen aus Kunststoff, die zum Bedrucken von Papiersäcken, Holz usw. dienen) her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind Stempel für den Bürobedarf, Namensstempel, Datumsstempel oder Firmenstempel. Bei der Herstellung eines Stempels wählen die StempelerzeugerInnen und FlexografInnen zunächst die der Vorlage (z.B. vom Kunden angefertigte Skizze) entsprechende Schriftart und Drucktype aus und setzen den Text. Den Stempelsatz führen sie bei runden und ovalen Stempeln im Handsatzverfahren mit Buchdrucklettern, bei geradzeiligen Stempeln im Fotosatzverfahren durch. Beim Setzen des Stempeltextes im Fotosatzverfahren geben sie zunächst den Text über ein Texterfassungsgerät, das mit einer schreibmaschinenähnlichen Tastatur ausgestattet ist, in einen Datenträger ein. Mit der Fotosatzanlage übertragen sie den Text vom Datenträger auf eine Folie und stellen dadurch einen kopierfähigen Film her. Diesen Film übertragen sie im fotografischen Verfahren auf eine chemisch vorbehandelte, lichtempfindliche Kunststoffplatte, wobei belichtete Stellen der Kunststoffplatte aushärten. Die unbelichteten Stellen waschen sie in einer Auswaschmaschine mit einer Lösung aus Seife und Wasser aus. Den im Hand- oder Fotosatzverfahren hergestellten Stempelsatz prägen sie in eine Matrizenmasse (erwärmte Kunststoffplatte) ein. Nach dem Abkühlen und Erhärten der Matrize legen sie diese unter eine Rohgummiplatte, die sie mit einer Vulkanisierungspresse in die ausgeformte Matrize pressen ("Vulkanisieren"); beim Vulkanisieren wird der Kautschuk der Rohgummiplatte mit Hilfe von Schwefel in Gummi umgewandelt. Die einzelnen Stempeltexte schneiden sie sodann mit einer Schere aus der Gummiplatte aus und kleben sie auf einen Stempelhalter. Bei der Herstellung von Flexoklischees gehen die StempelerzeugerInnen und FlexografInnen ähnlich vor wie bei der Herstellung eines Stempels, verwenden allerdings Spezialgummis, die als Druckform für das maschinelle Bedrucken verschiedener Materialien geeignet sind. In einigen Betrieben werden heute anstelle der Fotosatzmaschine bereits elektronische Bild- und Textverarbeitungsgeräte verwendet ("Desktop-Publishing"), wobei Texte, Bilder und Symbole auf einem Computerbildschirm gestaltet werden können. Die StempelerzeugerInnen und FlexografInnen führen auch die Kundenberatung durch und erstellen für diesen Zweck Musterbücher, in denen die im Betrieb vorhandenen Schriftarten sowie verschiedene Stempelentwürfe enthalten sind.

StempelerzeugerInnen und FlexografInnen stellen Gummistempel und Flexoklischees (Druckformen aus Kunststoff, die zum Bedrucken von Papiersäcken, Holz usw. dienen) her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind Stempel für den Bürobedarf, Namensstempel, Datumsstempel oder Firmenstempel. Bei der Herstellung eines Stempels wählen die StempelerzeugerInnen und FlexografInnen zunächst die der Vorlage (z.B. vom Kunden angefertigte Skizze) entsprechende Schriftart und Drucktype aus und setzen den Text. Den Stempelsatz führen sie bei runden und ovalen Stempeln im Handsatzverfahren mit Buchdrucklettern, bei geradzeiligen Stempeln im Fotosatzverfahren durch. Beim Setzen des Stempeltextes im Fotosatzverfahren geben sie zunächst den Text über ein Texterfassungsgerät, das mit einer schreibmaschinenähnlichen Tastatur ausgestattet ist, in einen Datenträger ein. Mit der Fotosatzanlage übertragen sie den Text vom Datenträger auf eine Folie und stellen dadurch einen kopierfähigen Film her. Diesen Film übertragen sie im fotografischen Verfahren auf eine chemisch vorbehandelte, lichtempfindliche Kunststoffplatte, wobei belichtete Stellen der Kunststoffplatte aushärten. Die unbelichteten Stellen waschen sie in einer Auswaschmaschine mit einer Lösung aus Seife und Wasser aus. Den im Hand- oder Fotosatzverfahren hergestellten Stempelsatz prägen sie in eine Matrizenmasse (erwärmte Kunststoffplatte) ein. Nach dem Abkühlen und Erhärten der Matrize legen sie diese unter eine Rohgummiplatte, die sie mit einer Vulkanisierungspresse in die ausgeformte Matrize pressen ("Vulkanisieren"); beim Vulkanisieren wird der Kautschuk der Rohgummiplatte mit Hilfe von Schwefel in Gummi umgewandelt. Die einzelnen Stempeltexte schneiden sie sodann mit einer Schere aus der Gummiplatte aus und kleben sie auf einen Stempelhalter. Bei der Herstellung von Flexoklischees gehen die StempelerzeugerInnen und FlexografInnen ähnlich vor wie bei der Herstellung eines Stempels, verwenden allerdings Spezialgumm ...

  • Handgeschicklichkeit: Setzen des Stempeltextes im Handsatzverfahren, Aufkleben der Gummiteile auf den Stempelhalter
  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Tastatur des Fotosatzgerätes
  • Auge-Hand-Koordination: Setzen des Stempeltextes im Handsatz- oder Fotosatzverfahren
  • Sehvermögen: Setzen des Stempeltextes, Überprüfen der Stempelqualität
  • Sprachfertigkeit schriftlich: Ausformulieren der vom Kunden oft nur in Schlagworten vorgegebenen Stempeltexte
  • gestalterische Fähigkeit: Anfertigen von Entwürfen für Stempel und Flexoklischees

Betriebe/Lehrbetriebe: StempelerzeugerInnen und FlexografInnen arbeiten in Klein- und Mittelbetrieben des Stempelerzeuger- und Flexografengewerbes und in der industriellen Stempelerzeugung.

Lehrstellensituation: Seit mehreren Jahren wurde kein Lehrling in diesem Beruf ausgebildet. Zuletzt absolvierte ein Lehrling im Jahr 2006 eine Lehre zum Stempelerzeuger und Flexografen.

Unterschiede nach Geschlecht: In den letzten Jahren wurden weder Frauen noch Männer in diesem Lehrberuf ausgebildet.

Berufsaussichten: Kleinere und mittlere Gewerbebetriebe sind vor allem in den Landeshauptstädten, insbesondere in Wien, angesiedelt. In Oberösterreich gibt es zwei größere Produktionsunternehmen.

Beschäftigungsaussichten: Der Bedarf an StempelerzeugerInnen und FlexografInnen ist gering. Betriebe lernen Arbeitskräfte bei Bedarf an oder beschäftigen Fachkräfte aus verwandten Bereichen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Druckereihilfskraft (m/w)", dem der Beruf "StempelerzeugerIn und FlexografIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

StempelerzeugerIn und FlexografIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
StempelerzeugerIn und FlexografIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Frauenanteil - - - - - - - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
StempelerzeugerIn und FlexografIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Reproduktions- und Drucktechnik (Ausbildungszweige "Drucktechnik" oder "Druckformentechnik"); Höhere Lehranstalt für Reproduktions- und Drucktechnik; (diese drei Schulformen werden nur an der Höheren Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien geführt).

Als Weiterbildungsmöglichkeiten für StempelerzeugerInnen und FlexografInnen bieten sich Kurse des Berufsförderungsinstitutes (bfi) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) an (z.B. Kurse über Desktop-Publishing Programme).

Aufstiegsmöglichkeiten:

StempelerzeugerInnen und FlexografInnen können in größeren Betrieben zu WerkstättenleiterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für StempelerzeugerInnen und FlexografInnen im freien Gewerbe "Erzeugung von Stempeln und Etiketten". Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Mediengestaltung und Fotografie, Seite 124
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