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NutztierberaterIn

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.750,- bis € 1.940,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

NutztierberaterInnen sind beratend im Bereich Handel mit Schlacht, Nutz- und Zuchtvieh tätig.

Schlachtvieh dient in erster Linie der Fleischproduktion. Als Nutzvieh gelten vor allem Milchkühe sowie Schafe, aus deren Milch Schafkäse erzeugt wird. Beim Zuchtvieh handelt es sich um hochwertige Rinder oder Schweine, die zur Zucht eingesetzt werden und über die ein Herdenbuch mit Angaben über die Milch- und Fleischleistung und die Abstammung geführt wird.

NutztierberaterInnen sind auch für den sachgerechten Transport der Tiere zu den Abnehmern verantwortlich, den sie entweder selbst oder in Zusammenarbeit mit einer Speditionsfirma durchführen. Der ordentliche Transport stellt einen wichtigen Aspekt für die Qualität des Produktes dar.

Beim Einkauf/Verkauf der Tiere von heimischen Produzenten stehen sie in engem Kontakt mit den Bauern/Bäuerinnen des jeweiligen Agrarbezirks. Sie informieren sich regelmäßig über den Viehbestand, die Betriebsführung der Bauern/Bäuerinnen und über die Art der Viehhaltung (z.B. Weide- oder Stallhaltung).

Die Auswahl der Tiere treffen sie auf Grund des erreichten Mastzustandes, von dem die Qualität des Fleisches abhängt, sowie des Gesundheitszustandes der Tiere. Bei den Verkaufsabschlüssen orientieren sich die ViehhändlerInnen an der momentanen Marktlage, wobei sie auch mögliche Marktschwankungen berücksichtigen.

Sie sind auch im Export und Import tätig. Der Viehexport unterliegt der österreichischen Fleischaustauschpolitik, die im Viehwirtschaftsgesetz geregelt ist. Auf Grund dieses Gesetzes werden die höchstzulässigen Exportmengen regelmäßig von der Agrar-Marketing-Austria (AMA) festgelegt.

Im Bereich des Viehhandels gelangen vorwiegend Zucht- und Nutzrinder in den Export, wobei die Hauptabnehmer die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und die Länder Osteuropas sind.

Siehe auch den Beruf Biobauer/Biobäuerin, den akademischen Beruf AgrarbiologIn sowie den Lehrberuf FacharbeiterIn Landwirtschaft.

Naturwissenschaftliches Grundverständnis, betriebswirtschaftliches Interesse, gutes Auftreten, gute Ausdrucksweise in Wort und Schrift, Kontaktfreude, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz, Organisationstalent.

Beschäftigungsmöglichkeiten: in landwirtschaftlichen Betrieben bzw. Handelsbetrieben, Zulieferunternehmen, bei Landwirtschaftskammern und deren Außenstellen, in Bezirksbauernkammern und landwirtschaftlichen Interessenvertretungen.

Beratertätigkeit: Z.B. im Auftrag der landwirtschaftlichen Zulieferindustrie (Zuchtauswahl, landwirtschaftliche Maschinen usw.), vor allem im Rahmen landwirtschaftlicher Interessenvertretungen (Kammer) und regionaler Beratungseinrichtungen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "AgrarberaterIn", dem der Beruf "NutztierberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für Berufe in diesem Bereich ist in der Regel eine Ausbildung im Bereich Landwirtschaft.

Standorte der Agrarschulen und Standorte der Land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen in Österreich auf der Website des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus bmnt.

AbsolventInnen einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus bmnt.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für AbsolventInnen landwirtschaftlicher Fachschulen, die im Bereich des>landwirtschaftlichen Handels tätig sind, ist der Besuch einer Handelsakademie für Berufstätige eine Weiterbildungsmöglichkeit. Fachhochschul-Studiengänge: Produktmarketing und Projektmanagement (Wieselburg), Pferdewissenschaften (VetMed Wien).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Form von politischen und administrativen Funktionen. Im Umfeld der Agrarwirtschaft bestehen darüber hinaus berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Organisationen, Interessenvertretungen bis hin zum internationalen Lobbying.

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