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WirtschaftsingenieurIn für Maschinenbau

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.790,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

WirtschaftsingenieurInnen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und Technik. Sie planen, überprüfen und optimieren Betriebsabläufe und Prozesse in Hinblick auf möglichst hohe wirtschaftliche Effizienz.

WirtschaftsingenieurInnen arbeiten in der Projektierung, Entwicklung bis zur Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen aller Art. Sie entwickeln innovative Maschinentechniken und Produktionssysteme.

Zudem wirken sie bei der Auswahl von Betriebsstandorten, bei der Produktions- und Lagergestaltung, sowie bei der Konzeption von Förderanlagen und der Haustechnik (z.B. Heizung, Lüftung, Aufzüge) mit. Zu ihrem Tätigkeitsspektrum gehören auch der Vertrieb und das Service technischer Produkte, die Planung und Organisation technisch orientierter Dienstleistungen und die konstruktionstechnische Planung von Anlagen.

WirtschaftsingenieurInnen im Maschinenbau arbeiten auch an Maßnahmen der industriellen Energieverwertung und der Erstellung von Energiebilanzen. Sie bereiten Angebote für die Geschäftsführung auf (z.B. zur Entscheidungsfindung bei Großbestellungen). Zudem arbeiten sie an betriebseigenen Marketingkonzepten.

Zu den aktuellen Aufgabengebieten gehört das Erstellen integrativer Konzepte, etwa zur Umweltverträglichkeit der Produktion, zum Recycling von Stoffen und zur Entsorgung von Abfällen. Eine besondere Herausforderung liegt im Bereich Industrie 4.0; hier geht es um die intelligente Vernetzung von Maschinen bzw. kognitive Produktionssysteme.

Siehe auch den Kernberuf WirtschaftsingenieurIn und den Lehrberuf Land- und BaumaschinentechnikerIn mit Schwerpunkt Landmaschinen.

WirtschaftsingenieurInnen nehmen eine Vermittlerfunktion zwischen Technik und Ökonomie ein. Während TechnikerInnen in erster Linie an der technischen Optimierung der Produkte interessiert sind, verfolgen ÖkonomInnen primär deren Marktgängigkeit.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Systemisches Denken
  • Problemlösungskompetenz
  • Entscheidungssicherheit
  • Kreativität
  • Gutes Auftreten und Kommunikationsgeschick
  • Verhandlungskompetenz und Argumentationsfähigkeit
  • Umgang mit Softwaretools (Simulationen, Statistik)

 

Die Maschinenbaubranche ist stark exportorientiert

Wichtige Qualifikationen in der Industrie sind Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch als Wissenschafts- und Verhandlungssprache. Für manche Aufträge sind zusätzlich interkulturelle Kompetenzen (Diversity-Mangement).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei allen gewerblichen und industriellen Betrieben in den verschiedenen Abteilungen, aber auch in Stabsstellen. 

Arbeitsmöglichkeiten: Technische Prüfung und Kontrolle, Mitarbeit in Ingenieurbüros, Unterricht an technischen (Hoch)Schulen, Mitarbeit in technischen Verlagen.

Die Aufgabenfelder reichen von speziellen Bereichen (z.B. Personal, Produktion, Logistik) bis hin zu zentralen Managementpositionen, beratende Tätigkeit als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn oder GutachterIn.

WirtschaftsingenieurInnen können bei entsprechender (Zusatz)qualifikation und persönlicher Kompetenz als BetriebsingenieurIn in einem Mittel- oder Großbetrieb, als SicherheitsingenieurIn in Kraftwerken, als VersuchsingenieurIn, in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit), Unfallforschung und Unfallprävention sowie Schweißtechnik.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zudem in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektleiterIn bzw. ProjektmanagerIn. Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn, AuditorIn oder Industrial Engineer.

Forschung wird im Bereich von kognitiven technischen Systemen vor allem in der Robotik, Automation und Produktionssplanung betrieben.

In Zusammenhang mit Industrie 4.0  wird auch von einer vernetzten Produktion aufgrund Cyberphysischer Systeme im sog. Internet der Dinge gesprochen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftsingenieurIn", dem der Beruf "WirtschaftsingenieurIn für Maschinenbau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für WirtschaftsingenieurIn im Maschinenbauwesen ist in der Regel eine entsprechende Ausbildung im Bereich Maschineningenieurwesen, Maschinen- und Anlagentechnik, Fahrzeugbautechnik o.Ä.

Eine Ausbildung im in den Bereichen Sensorik, Messtechnik und Grundlagen der C-Programmierung sind dabei besonders wichtig.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Zusatz- und Weiterbildungsmaßnahmen: in den Bereichen Sicherheitstechnik, Qualitätsmanagement, Arbeitszeitermittlung. Je nach Ausbildungsschritt werden dafür zusätzliche Berufstitel bzw. berufliche Berechtigungen erlangt (z.B. AuditorInnen; Industrial Engineers).

Lehrgänge: Z.B. Management für Technik im Gesundheitswesen, Innovations-, Produkt- und Prozessmanagement, Arbeitsorganisation, technisches Management,Technologiemanagement Professional MSc Management und IT - Fachvertiefung Industrial Engineering. Studium: Smart Engineering of Production Technologies and Processes (Entwicklung und Umsetzung von Technologien und Prozessen innerhalb der Industrie 4.0), FH St. Pölten.

Ein spezielles Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird, Infolink Refa.

Für leitende Funktionen im Verkauf, aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben, sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar. Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung, die voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein werden; Infolink der VOI (Verband Österreichischer Ingenieure).

Weitere berufliche Entwicklungsperspektiven bieten auch die Berufsbilder von Auditors oder Industrial Engineers. Darüber hinaus bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wie Unternehmens- und Betriebsberatung sowie Projektcoaching.

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