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AkustiktechnikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.940,- bis € 2.130,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Akustik ist die Lehre vom Schall, seinen Ausbreitungen und Phänomenen.

AkustiktechnikerInnen befassen sich mit einem weiten und vielfältigen Betätigungsfeld. Sie können in der Planung, Installation, Prüfung und Inbetriebnahme von akustischen Systemen (z.B. Lautsprechersysteme, Trittschallplatten) tätig sein. Oder sie übernehmen die Auslegung und Entwicklung von Signalkonditionierungs-Schaltungen.

Sie führen Messungen mit akustischen Messwerkzeugen durch und erstellen Geräusch und Schwingungsprüfungen. Mittels Schall-Analysen können sie die Wechselwirkung von Schall mit unterschiedlichsten Materialien und Stoffen ermitteln. Ein Bereich ist die Analyse von akustikrelevanten Bauteilen oder Systemen (Automobil, Kältetechnik, Bautechnik, Musik).

AkustiktechnikerInnen beschäftigen sich mit der Wandlung von Schwingungen in elektrische Signale sowie mit der informationstechnischen Signalverarbeitung. Ein besonderer Bereich ist das Sound-Design. Sound-Design wird unter anderem in der Automobilindustrie zur Erzeugung eines bestimmten Motoren- oder Türengeräusches eingesetzt.

Akustiktechnik umfasst als wissenschaftliche Disziplin auch die Wahrnehmung durch das Gehör und die Wirkung von Schallwellen auf den Menschen. Ein besonderer Bereich der Akustik ist die Hörgeräteakustik:

HörgeräteakustikerInnen beraten hörgeschädigte Personen beim Kauf ärztlich verordneter Hörgeräte und nehmen die für jeden Patienten bzw. jede Patientin spezifisch durchzuführende Anpassung und Einstellung der Hörhilfen vor.

HörgeräteakustikerInnen messen mit Hilfe eines Hörtestgerätes (Reinton-Audiometer) die Gehörleistung und erstellen ein Audiogramm, indem sie die Hörschwellen (Lautstärke, ab der ein bestimmter Ton wahrgenommen wird) und die Unbehaglichkeitsschwellen (Lautstärke, ab der ein bestimmter Ton als unangenehm erlebt wird) für verschiedene Frequenzen ermitteln. Auf Grund der Ergebnisse dieser Untersuchungen entscheiden sie über die für die jeweiligen PatientInnen erforderliche Art der Hörhilfe.

Zu den Aufgaben der HörgeräteakustikerInnen gehört auch die Wartung und Instandhaltung der Hörgeräte und Zusatzeinrichtungen. Außerdem führen sie z.B. in Industriebetrieben mit starker Lärmentwicklung Beratungen über Schallschutzmaßnahmen durch. Darüber hinaus verkaufen sie Sprechhilfsgeräte, die z.B. von kehlkopfoperierten Personen benötigt werden und installieren verschiedene Zusatzgeräte für gehörgeschädigte Personen wie Radio-, Fernseh- oder Telefonverstärker.

AkustiktechnikerInnen sind je nach Spezialisierung in verschiedenen Bereichen tätig:

  • Bauakustik: Planung von Maßnahmen zur Verbesserung der Luft– und Körperschalldämmung in kritischen Schallübertragungssituationen
  • Akustische Produkte (Staubsauger, Gassensoren, Unterwassermikrophone u.a.)
  • Filmsounds und Soundlogos (Erzeugung und Wirkung)
  • Messung der Geräuschsituation bzw. Schallübertragung bei Schallquellen innerhalb des Wohnungsverbandes (z.B. Lift, Heiz- und Kühlgeräte)
  • Einrichtungen der Verkehrsleittechnik: Akustische Warnsysteme
  • Fahrzeugindustrie: Geräuscharme Elektromotoren, Frequenzmodulation bei Eisenbahnen u.a.
  • Lärmschutztechnik: Entwicklung geräuscharmer Betriebsanlagen, Erstellung digitaler Geländemodelle (Schallquellen)
  • Musikinstrumentenbau (Computersimulationen, Einschwingvorgang, Klangfarbe)
  • Medizintechnik: Sound-Design für medizintechnische Produkte, Vibroakustische Optimierung von Prothesen
  • u.v.a.

 

Forschungsgebiete entstehen zunehmend im Bereich der Medizinischen Akustik in Bezug auf die menschliche Wahrnehmung (Lärmforschung, Psychoakustik, Entwicklung von Ohrsimulatoren/Kupplern und Verfahren für die Hörgerätetechnologie).

Forschungsgebiete in der Technischen Akustik: Raum- und Bauakustik, geometrische Akustik, Maschinenakustik.

Siehe auch die akademischen Berufe AkustikerIn, MedizintechnikerIn, MusiktherapeutIn sowie den Lehrberuf HörgeräteakustikerIn.

Akustik ist die Lehre vom Schall, seinen Ausbreitungen und Phänomenen.

AkustiktechnikerInnen befassen sich mit einem weiten und vielfältigen Betätigungsfeld. Sie können in der Planung, Installation, Prüfung und Inbetriebnahme von akustischen Systemen (z.B. Lautsprechersysteme, Trittschallplatten) tätig sein. Oder sie übernehmen die Auslegung und Entwicklung von Signalkonditionierungs-Schaltungen.

Sie führen Messungen mit akustischen Messwerkzeugen durch und erstellen Geräusch und Schwingungsprüfungen. Mittels Schall-Analysen können sie die Wechselwirkung von Schall mit unterschiedlichsten Materialien und Stoffen ermitteln. Ein Bereich ist die Analyse von akustikrelevanten Bauteilen oder Systemen (Automobil, Kältetechnik, Bautechnik, Musik).

AkustiktechnikerInnen beschäftigen sich mit der Wandlung von Schwingungen in elektrische Signale sowie mit der informationstechnischen Signalverarbeitung. Ein besonderer Bereich ist das Sound-Design. Sound-Design wird unter anderem in der Automobilindustrie zur Erzeugung eines bestimmten Motoren- oder Türengeräusches eingesetzt.

Akustiktechnik umfasst als wissenschaftliche Disziplin auch die Wahrnehmung durch das Gehör und die Wirkung von Schallwellen auf den Menschen. Ein besonderer Bereich der Akustik ist die Hörgeräteakustik:

HörgeräteakustikerInnen beraten hörgeschädigte Personen beim Kauf ärztlich verordneter Hörgeräte und nehmen die für jeden Patienten bzw. jede Patientin spezifisch durchzuführende Anpassung und Einstellung der Hörhilfen vor.

HörgeräteakustikerInnen messen mit Hilfe eines Hörtestgerätes (Reinton-Audiometer) die Gehörleistung und erstellen ein Audiogramm, indem sie die Hörschwellen (Lautstärke, ab der ein bestimmter Ton wahrgenommen wird) und die Unbehaglichkeitsschwellen (Lautstärke, ab der ein bestimmter Ton als unangenehm erlebt wird) für verschiedene Frequenzen ermitteln. Auf Grund der Ergebnisse dieser Untersuchungen entscheiden sie über die für die jeweiligen PatientInnen erforderliche Art der Hörhilfe.

Zu de ...

Wichtig ist die Freude an Technik und das Interesse an Mathematik und Physik (Phonetik, Audiometrie, Thermoakustik, Messtechnik, Berechnungen).

  • Naturwissenschaftlich-technisches Verständnis
  • Analytisches Denkvermögen
  • Wissenschaftliche Neugierde und Kreativität
  • Kontakt- und Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit (z.B. Automobil, Medizintechnik, Musik)

 

Ein einwandfreies Gehör ist ebenfalls sehr vorteilhaft. Die wissenschaftliche Literatur ist vorwiegend in Englisch abgefasst; internationale Projekte erfordern ebenfalls gute Kenntnisse der englischen Sprache.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen vor allem in Betrieben des Hörgeräteakustiker-Gewerbes (Hörgeräte werden auch in Fachgeschäften für medizinisch-technische Hilfsmittel und Heilbehelfe sowie in Filialbetrieben von Handelsketten der Foto-/Optik-/Elektronik-Branche angeboten), der gewerblichen und industriellen Konstruktion, Fertigung und Produktion, Fahrzeug- und der Haustechnik, Einrichtungen der technischen Prüfung, Abnahme und Kontrolle (z.B. TÜV), Ingenieurbüros oder als GutachterIn für Schallmessungen und -berechnungen (Lärmschutz).

In der Forschung beobachten und beschreiben sie z.B. Schwingungen und Wellen in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern vor allem im Hör-Frequenzbereich.

Wichtige Arbeitsgebiete sind darüber hinaus Service und technischer Verkauf - je nach Spezialisierung:

  • Fahrzeugbau und Fluggerätebau (Sound-Design, Schallmessung)
  • Optimierung der Schwingungen neuer Sportgeräte (Vibration-Design)
  • Schallpegel und Klang bei Haushaltsgeräten (Produktsound)
  • Anlagen- und Maschinenbau (akustische Optimierung)
  • Fernseh- und Gaming-Produktion (Sounddesign)
  • Web- und Werbeagenturen (Audiodeskription, Soundlogos)
  • Frequenzanalyse von Sprachsignalen (Akustische Phonetik)
  • Psychoakustik und Audiologie (medizinisch-technische Akustik)
  • u.v.a.

Es gibt Felder, indenen sich AkustiktechnikerInnen forschend und entwickelnd engagieren können. Ergebnisse der Messung über Entstehung/Erzeugung, Ausbreitung und Beeinflussung von Schall/Lärm dienen als als Grundlage für andere Fachgebiete:

Schall im Zusammenhang mit Biologie:

Die Einwirkung von Lärm auf Tiere (Fledermäuse, Wale, Vögel etc.) führt im Extremfall zum lokalen Verschwinden von Tierarten. Viele Tierarten verständigen sich untereinander nämlich akustisch. Lärm beeinträchtigt zudem das Fluchtverhalten, wenn Räuber und Alarmsignale nicht wahrgenommen werden können.

Zusammenhang mit Verkehrstechnik, Stadtplanung, Flächennutzung, Ökosystemwissenschaften:

In den Fokus rückt verstärkt der Tierschutz (der letztendlich immer zugleich als "Menschenschutz" betrachtet werden kann), da dieses Thema unweigerlich das Ökosystem berührt.

So besteht wegen der o.g. Lärmeinwirkung die Überlegung, Lärmquellen möglichst zu bündeln, indem beispielsweise bestehende Straßen ausgebaut, statt zusätzlich neue gebaut werden. In diesem Bereich bilden die Berührungspunkte der Biologie mit Akustikphysik und Technik für engagierte AbsolventInnen die Aussicht auf weitere Tätigkeitsfelder (vgl: Artikel Lärm und Naturschutz-Ein lautes Problem, auf naturtipps.com).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "HörgeräteakustikerIn", dem der Beruf "AkustiktechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es gibt technische Ausbildungen mit entsprechendem Schwerpunkt oder Weiterbildung (Akustik, Audiotechnik oder Veranstaltungstechnik) z.B. in den Branchen Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik, Audiotechnik oder Prüf- und Messtechnik.

Ausbildungen bieten grundsätzlich die Bereiche Hörgeräteakustik, Physikalische Energie- und Messtechnik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Elektro- oder Nachrichtentechnik, auch Tontechnik, Bautechnik (Bauphysik) o.Ä.

Wichtig sind in jedem Fall Kenntnisse in akustischer und schwingungstechnischer Messtechnik! Beim Berufseinstieg sind erste Erfahrungen (Praktika, Projektmitarbeit) mit 3D-Entwurfswerkzeugen und akustischen Simulationswerkzeugen vorteilhaft.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen sowohl in Form einschlägiger technischer Studien (Bachelor/Masterstudien) sowie in Form von Weiterbildungsseminaren, die vor allem als postgraduale Lehrgänge für UniversitätsabsolventInnen oder Personen mit einschlägiger beruflicher Erfahrung angeboten werden. Aktuelle Studienrichtungen bieten auch fachliche Erweiterungsmöglichkeiten wie Mikrosystemtechnik, Robotik, Umwelttechnik/Lärmschutz.

Für berufliche Aspirationen in Bereichen wie Nanotechnologie sind Universitätsstudien in Bereichen wie Technische Mathematik oder Physik geeignete Qualifikationen. In diesem Bereich gibt es auch eine ganze Anzahl an Fort- und Weiterbildungsangeboten.

Besonders hervorzuheben sind hier insbesondere Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit) sowie Unfallforschung und Unfallprävention. In diesen Bereichen bestehen auch berufliche Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Weitere Ausbildungswege können sich auf Industrial Engineering mit Karrieren in Projektmanagement beziehen.

Für den Bereich Hörkustik bietet die Die Akademie für Optometrie und Hörakustik Infos und Kurse.

Infos bieten auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften - Institut für Schallforschung ÖAW und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung als IngenieurkonsulentIn; für HörgeräteakustikerInnen als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn in den Handwerken "Hörgeräteakustik" oder "Augenoptik" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Es existieren weitere Fachgebiete, denen grundsätzlich die Erkenntnisse aus Ergebnissen der Messung über Entstehung/Erzeugung, Ausbreitung und Beeinflussung von Schall/Lärm als Grundlage dienen. 

Überschneidungen zu Forschungsvorhaben bestehen grundsätzlich im Bereich Messtechnik/Schallanalyse, etwa im Zusammenhang mit: Lärmschutztechnik (z.B. Wand- und Trittschalldämmung), Geräuschemmissionen (Industrieprozesse, Zulieferverkehr) und deren Einwirkung auf die menschliche Wahrnehmung, Musiktherapie.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für HörgeräteakustikerInnen in den Handwerken "Hörgeräteakustik" oder "Augenoptik" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Mit einem Beschluss im Nationalrat wird der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und der WKO

 

 

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