Ausbildungsform auswählen

MedizintechnischeR FachberaterIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.790,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MedizintechnischeR FachberaterInnen befassen sich im Rahmen des Vertriebes von medizintechnischen Produkten mit der Präsentation, Produktberatung, Erläuterung zur Nutzung und Einweisung in die sachgerechte Handhabung.

Ihre Produktpalette umfasst Instrumente, Apparate, Vorrichtungen, Software, Stoffe oder andere Gegenstände (Vgl. Medizinproduktegesetz §2), z.B. Stethoskope, EKG-, Blutgasanalyse- und Ultraschallgeräte, Herzschrittmacher, Diagnosesoftware, Desinfektions- und Verbandmittel, Systeme zur in-vitro-Untersuchung, OP-Tische oder ganze Praxiseinrichtungen.

MedizintechnischeR FachberaterInnen sind für die Betreuung bestehender KundInnen und für die Neuaquise zuständig. Zu ihrem Kundenstamm gehören üblicherweise Fachordinationen (Labor, Dental, Orthopädie), Krankenhäuser, Röntgeninstitute, Veterinärpraxen, Krankenkassen, Pflege- und Seniorenheime, Sanitätshäuser, Rettungsdienste, Privatkliniken, Sport Akademien und Forschungseinrichtungen.  

Sie treffen Maßnahmen zur Kundengewinnung und organisieren Informationsabende, Messen, Kongresse, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen. Sie erstellen Markt- und Wettbewerbsanalysen, stellen Werbematerial bereit, führen Verkaufsverhandlungen, nehmen Bestellungen entgegen, erledigen die Vertragsabschlüsse und schulen das medizinische Personal auf die Anwendung der Produkte ein.

Als AnsprechpartnerInnen für ihre KundInnen sorgen sie für die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung und Wartung der medizintechnischen Geräte und organisieren die Fehlerbehebung falls Störungen auftreten.

MedizintechnischeR FachberaterInnen verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Arzneimittelrecht und Medizinproduktegesetz. Sie nutzen branchenspezifische Software (Dokumentation, Statistik, Reporting).

Siehe auch die Berufe MedizintechnikerIn, MikrotechnikerIn - Medizintechnik und PharmareferentIn.

Als AnsprechpartnerIn für eine gehobene Klientel ist neben einer gepflegten Erscheinung ein einwandfreies, sicheres Auftreten und rhetorische Stärke sowie umfangreiches medizinisch-pharmazeutisches Basiswissen erforderlich (Beratungskompetenz).

Neben der fachlichen Kompetenz ist ein gewisses Maß an kommunikativer Kompetenz und entsprechende Social Skills nötig.

  • Beratungskompetenz
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit zu wirtschaftlich-ökonomischem und juristischem Denken
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
  • Organisationsgeschick: Vorzubereitung von Terminen für Präsentationen und Fortbildungsveranstaltungen
  • Überzeugendes und seriöses Auftreten

 

Reisebereitschaft und Einsatzbereitschaft ist obligatorisch für Berufe, die vorwiegend im Außendienst ausgeübt werden.

MedizintechnischeR FachberaterInnen sind als AußendienstmitarbeiterIn im medizintechnischen Fachhandel tätig. Sie arbeiten meist für ein pharmazeutisches bzw. medizintechnisches Unternehmen wobei Sie üblicherweise auf bestimmte Zielgruppen (Radiologie, Implantologie etc.) spezialisiert sind.

Sie arbeiten bei AnbieterInnen von medizintechnischen Produkten in verschiedenen Bereichen (z.B. Gefäßmedizin, Urologie, Onkologie, Intensivmedizin) oder für EntwicklerInnen von chirurgischen Spezialprodukten.

In Österreich sind rund 800 Firmen in den verschiedensten Bereichen der Medizinprodukte tätig. In den letzten Jahren erfolgte die Ausdehnung auf Wellnesseinrichtungen/Hotels, Beautyfarmen, Massageinstitute und zu Sport Akademien.

Die Entwicklung von Spezialprodukten, Technologien und Implantaten (Zahn, Gewebe, Knochen) schreitet ebenso voran. Daher werden zunehmend Produkt-ManagerInnen, Innovations-ManagerInnen, ServicetechnikerInnen und SanitätslogistikerInnen gesucht.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MedizintechnikerIn", dem der Beruf "MedizintechnischeR FachberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine einschlägige Ausbildung (naturwissenschaftlich, medizinisch oder wirtschaftlich) sowie Interesse an der Medizintechnik und die positiv absolvierte Medizinprodukteberaterprüfung bildet die Grundlage für diesen Beruf.

In Stellenangeboten wird manchmal eine technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung (Biotechnologie, Radiologietechnologie, Zahntechnik) oder eine Ausbildung in der Fachrichtung Human-, Veterinärmedizin, Pharmazie oder einfach Verkaufserfahrung im Gesundheitswesen vorausgesetzt.

Informationen zu Aus- und Weiterbildungslehrgängen bietet z.B. die Website pharma.education.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

HerstellerInnen müssen laut Medizinprodukteberater-Gesetz dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen über Aufforderung die Sachkenntnis seiner MedizinprodukteberaterInnen nachweisen (Vgl. § 79 MPG).

PharmareferentInnen können ein Upgrade zum/zur MedizinprodukteberaterIn tätigen.

Darüber hinaus werden Kurse, Lehrgänge und Workshops in den Bereichen Kommunikation, Gesprächsführung und Verkaufstechnik angeboten

Ebenso erfordert das Wachstum von Biobanken die Ausbildung von entsprechend befähigten Fachleuten. Zunehmend entstehen Lehrgänge im Bereich Biobanking, die entsprechendes Wissen für die Umsetzung von Biobanken vermitteln sollen (z.B. an der MedUni Graz).

MedizintechnischeR FachberaterInnen können den Aufstieg zum/zur GebietsleiterIn, AußendienstleiterIn, QualitätsmanagerIn oder General ManagerIn (GeschäftsführerIn) anstreben.

Sie können auch eine Stelle im Abgrenzungs- und Klassifizierungsbeirat zur Beratung des Bundesministers für Gesundheit und des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (Abgrenzung von Medizinprodukten zu anderen Produkten, Erstellung von Gutachten, Klassifizierung von Medizinprodukten) anstreben.

Selbstständige PharmareferentInnen können als MedizinprodukteberaterIn tätig werden: Wer in Österreich als MedizinprodukteberaterIn tätig sein möchte, muss laut § 79 MPG Abs.1 über die erforderliche medizinische und medizintechnische Sachkenntnis verfügen: Nachweis einer einschlägigen medizinischen bzw. pharmazeutischen Ausbildung (z.B. Medizinprodukteberater-Lehrgang) und positiv absolvierte Medizinprodukteberaterprüfung.
Anerkannte Lehrgänge in diesem Sinne können grundsätzlich von branchenerfahrene Personen oder QuereinsteigerInnen absolviert werden.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation" anzeigen