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MikromechanikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.490,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Mikromechanik ist ebenso wie Mikroelektronik und Mikrooptik eine Anwendung der Mikrotechnik.

Tätigkeitsmerkmale

MikromechanikerInnen befassen sich mit der Konstruktion, Herstellung und Präzisionsfertigung mechanischer Systeme und feintechnischer Bauelemente. Diese Elemente liegen im Größenbereich von etwa 1-500 Mikrometer (μm).

Vergleich: Der Durchmesser eines menschlichen Haares beträgt etwa 100 µm, der von Feinstaub beträgt 10 µm.

Diese Bauelemente und Systeme werden entweder als Einzelteile oder in Serien gefertigt. Dazu gehören zum Beispiel Sensoren, Baugruppen und Elemente für die technische Diagnostik sowie Mikromotoren, etwa für die Biomechanik.

MikromechanikerInnen wählen geeignete Herstellungsverfahren (galvanische, Lithographie, Ätzprozesse, Lasertechnik) für das zu erzeugende Produkt. Sie erstellen Prototypen als Versuchsmodelle und testen diese analog und mit Simulations-Software. Sie nutzen Elektronenmikroskope, spezielle Handwerkzeuge und Spezialmaschinen, welche ausgesprochen präzise arbeiten.

MikromechanikerInnen entwickeln Druckköpfe für Tintenstrahldrucker, Mikrospiegel für Videoprojektoren, Aktoren zur Datenspeicherung, Mikroventile für chemische und biologische Analysesysteme.

Sie fertigen z.B. Zahnrädchen, Aufziehrädchen, verschiedenen Schrauben, Unruhen, Präzisionslager, Mess- und Prüfinstrumente, kleine Apparate und Werkzeuge, medizintechnische Prothesen, Gehörimplantate und viele andere Dinge.

Von besonderer Bedeutung ist die Silizium-Mikromechanik. Mikromechanische Strukturen werden dadurch erzeugt, dass aus einem Silizium-Wafern (das sind Scheiben) Teile herausgeätzt werden. Mit Methoden der Oberflächen-Mikromechanik oder Bulk-Mikromechanik* fertigen sie z.B. Beschleunigungssensoren, Drucksensoren, Mikrospiegel zum Einsatz in Industrie, Unterhaltungselektronik und im Automobilbau (Airbags, Navigation, Motorensteuerung). Große Bedeutung erlangt auch die Herstellung von Mikrostrukturen aus Kunststoff.

Siehe auch die Berufe SensortechnikerIn, SchaltungstechnikerIn, MedizitechnikerIn und BionikerIn.

 

*Bulk-Mikromechanik: Strukturen werden in den Wafer geätzt (dreidimensionale
Strukturen), während bei der Oberflächen-Mikromechanik Strukturen auf dem Wafer aufgebaut werden.

1 Mikrometer (µm) = 1000 Nanometer (nm); das ist ein millionstel Meter (10-6 m)

MikromechanikerInnen befassen sich mit der Konstruktion, Herstellung und Präzisionsfertigung mechanischer Systeme und feintechnischer Bauelemente. Diese Elemente liegen im Größenbereich von etwa 1-500 Mikrometer (μm).

Vergleich: Der Durchmesser eines menschlichen Haares beträgt etwa 100 µm, der von Feinstaub beträgt 10 µm.

Diese Bauelemente und Systeme werden entweder als Einzelteile oder in Serien gefertigt. Dazu gehören zum Beispiel Sensoren, Baugruppen und Elemente für die technische Diagnostik sowie Mikromotoren, etwa für die Biomechanik.

MikromechanikerInnen wählen geeignete Herstellungsverfahren (galvanische, Lithographie, Ätzprozesse, Lasertechnik) für das zu erzeugende Produkt. Sie erstellen Prototypen als Versuchsmodelle und testen diese analog und mit Simulations-Software. Sie nutzen Elektronenmikroskope, spezielle Handwerkzeuge und Spezialmaschinen, welche ausgesprochen präzise arbeiten.

MikromechanikerInnen entwickeln Druckköpfe für Tintenstrahldrucker, Mikrospiegel für Videoprojektoren, Aktoren zur Datenspeicherung, Mikroventile für chemische und biologische Analysesysteme.

Sie fertigen z.B. Zahnrädchen, Aufziehrädchen, verschiedenen Schrauben, Unruhen, Präzisionslager, Mess- und Prüfinstrumente, kleine Apparate und Werkzeuge, medizintechnische Prothesen, Gehörimplantate und viele andere Dinge.

Von besonderer Bedeutung ist die Silizium-Mikromechanik. Mikromechanische Strukturen werden dadurch erzeugt, dass aus einem Silizium-Wafern (das sind Scheiben) Teile herausgeätzt werden. Mit Methoden der Oberflächen-Mikromechanik oder Bulk-Mikromechanik* fertigen sie z.B. Beschleunigungssensoren, Drucksensoren, Mikrospiegel zum Einsatz in Industrie, Unterhaltungselektronik und im Automobilbau (Airbags, Navigation, Motorensteuerung). Große Bedeutung erlangt auch die Herstellung von Mikrostrukturen aus Kunststoff.

Siehe auch die Berufe SensortechnikerIn, SchaltungstechnikerIn, MedizitechnikerIn und BionikerIn.

 

*Bulk-Mikromechanik: Strukturen werden in den Wafer geätzt (d ...

Bereits für die Ausbildung ist mathematisches und naturwissenschaftlich-technisches Verständnis unbedingt nötig (Mechanik, Optik, Hydraulik, Pneumatik, Strömungstechnik, Messtechnik).

  • Interesse für mechanische Elemente und Systeme
  • Analytisches Denkvermögen
  • Handgeschicklichkeit und gute Feinmotorik: Feinmontage und Tätigkeiten unter dem Mikroskop
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Englisch: Fachliteratur und Pläne
  • Weiterbildungsbereitschaft: Neue Technologien

MikromechanikerInnen sind vielseitig einsetzbar und finden Anstellung in den verschiedensten Industriezweigen wie zum Beispiel in der Uhrenindustrie, der Medizinal- und Luftfahrttechnik, der Robotik und dem Automobil- und Maschinenbau.

Mikro(system)technikerInnen arbeiten zudem in Gewerbe- und Industriebetrieben, die mittels hochautomatisierter Fertigungsanlagen mikrotechnische Produkte (z.B. Chips, Leiterplatten) herstellen und montieren. In der Branche gibt es gleichermaßen Groß- wie Kleinbetriebe.

Die Mikrotechnik ist einer der wichtigsten Innovationsträger bei der Entwicklung moderner Produkte und gilt wie die Nanotechnik als Schlüsseltechnologie, die für die gesamte produzierende Industrie von großer Bedeutung ist.

In Zusammenhang mit Industrie 4.0 wird auch von einer vernetzten Produktion aufgrund Cyber-Physischer Systeme im sog. Internet der Dinge gesprochen, in denen sich physische und virtuelle Welt vermischen. Ein cyberphysisches System bezeichnet die Verbindung von informations- und softwaretechnischen Komponenten mit mechanischen und elektronischen Teilen. Der Datenaustausch erfolgt in Echtzeit z.B. über das Internet.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ElektronikerIn", dem der Beruf "MikromechanikerIn " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

MikromechanikerInnen verfügen üblicherweise über eine fundierte Ausbildung aus dem Bereich Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik oder Feinwerktechnik, Informatik/Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik, Bioverfahrenstechnik, Robotik oder - je nach Branche - aus dem (gesamten) Spektrum ingenieurtechnischer Disziplinen.

Je nach Branche sollte die Ausbildung diverse Schwerpunkte bieten: z.B. Anlagen-, Energie-, Fahrzeug-, Gebäude-, Informations-, Kommunikations-, Medien-, Medizin-, Sicherheits-, Umwelt- und Verkehrstechnik.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es werden unterschiedliche Kurse, Lehrgänge und Weiterbildungsseminare angeboten. Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus in Form von Kursen in Bereichen wie etwa Automatisierung (Mess- und Regelungstechnik, Sensortechnik), Kommunikationstechnik und Informationstechnologie.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen insbesondere in leitende Funktionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung.

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