Ausbildungsform auswählen

MikromedizintechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.490,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MiktotechnikerInnen fertigen hier kleinste Bauelemente und miniaturisierte Produkte für den medizinischen Bereich. Baugrößen liegen hier im Mikrometerbereich (µm)*. Es wurden bereits Mikroroboter entwickelt, die ein Blutgefäß passieren können. Dazu müssen sie sehr klein sein: Die Größe eines rotes Blutkörperchens beträgt 7,5 µm. Die Größe eines Virus beträgt sogar nur 30-50 Nanometer.

MiktotechnikerInnen betreuen die Produktionsmaschinen, welche sie auch programmieren, bedienen und instandhalten. Sie überwachen den Produktionsprozess. Falls nötig, übernehmen sie die Fehlersuche und führen Reparaturarbeiten an den Produktionsmaschinen durch. Sie wenden unterschiedlichen Techniken und Methoden zur Fertigung an: Z.B. Lithografie (Flachdruckverfahren), Beschichtungsverfahren, elektrochemische Impedanz-Spektroskopie zur Widerstandsmessung und Laser-Mikrostrukturierung zur Materialbearbeitung.

Für die Medizintechnik werden unterschiedlichste Bauteile und Elemente für mikrotechnische und optische Instrumente sowie für medizinische "Smart Systems" benötigt. Dafür stellen MikrotechnikerInnen kleinste Sensoren her, sowie Laser-Beleuchtungsmodule für Endoskope, Baulemente für intelligente Operationsinstrumente und Titanbeschichtungen von Prothesen.

Für die Biomedizintechnik erzeugen sie biokompatible und biostabile Mikro- und Nanostrukturen. Sie fertigen winzige Bauelemente für Dentalgeräte, Prothesen, Diagnosegeräte, Röntgen- und Ultraschallgeräte, Computer- und Kernspintomographie. Sie arbeiten auch an der Entwicklung und Fertigung von mikroelektronischen Implantaten oder von Mikrosystemen zur biochemischen Diagnostik mit.

Spezialgebiete: Medizinprodukte, Mikromedizin, Intelligente Implantate, wie etwa Retina Implantate für sehbehinderte Personen; adaptive neuroelektronische Schnittstellen für aktive Netzhautimplantate; integrierte Assistenzsysteme zur adaptiven Stimulation für die Wiederherstellung der Greiffunktion der Hand.

Siehe auch die Berufe WerkstofftechnikerIn, OptolektronikerIn, NanotechnikerIn.

 

*1 Mikrometer (µm) = 1000 Nanometer, das sind zugleich 0,001 Milimeter.

MiktotechnikerInnen fertigen hier kleinste Bauelemente und miniaturisierte Produkte für den medizinischen Bereich. Baugrößen liegen hier im Mikrometerbereich (µm)*. Es wurden bereits Mikroroboter entwickelt, die ein Blutgefäß passieren können. Dazu müssen sie sehr klein sein: Die Größe eines rotes Blutkörperchens beträgt 7,5 µm. Die Größe eines Virus beträgt sogar nur 30-50 Nanometer.

MiktotechnikerInnen betreuen die Produktionsmaschinen, welche sie auch programmieren, bedienen und instandhalten. Sie überwachen den Produktionsprozess. Falls nötig, übernehmen sie die Fehlersuche und führen Reparaturarbeiten an den Produktionsmaschinen durch. Sie wenden unterschiedlichen Techniken und Methoden zur Fertigung an: Z.B. Lithografie (Flachdruckverfahren), Beschichtungsverfahren, elektrochemische Impedanz-Spektroskopie zur Widerstandsmessung und Laser-Mikrostrukturierung zur Materialbearbeitung.

Für die Medizintechnik werden unterschiedlichste Bauteile und Elemente für mikrotechnische und optische Instrumente sowie für medizinische "Smart Systems" benötigt. Dafür stellen MikrotechnikerInnen kleinste Sensoren her, sowie Laser-Beleuchtungsmodule für Endoskope, Baulemente für intelligente Operationsinstrumente und Titanbeschichtungen von Prothesen.

Für die Biomedizintechnik erzeugen sie biokompatible und biostabile Mikro- und Nanostrukturen. Sie fertigen winzige Bauelemente für Dentalgeräte, Prothesen, Diagnosegeräte, Röntgen- und Ultraschallgeräte, Computer- und Kernspintomographie. Sie arbeiten auch an der Entwicklung und Fertigung von mikroelektronischen Implantaten oder von Mikrosystemen zur biochemischen Diagnostik mit.

Spezialgebiete: Medizinprodukte, Mikromedizin, Intelligente Implantate, wie etwa Retina Implantate für sehbehinderte Personen; adaptive neuroelektronische Schnittstellen für aktive Netzhautimplantate; integrierte Assistenzsysteme zur adaptiven Stimulation für die Wiederherstellung der Greiffunktion der Hand.

Siehe auch die Berufe WerkstofftechnikerIn, Optolektr ...

Es ist wichtig, dass man bereits vor der Ausbildung mathematisches und naturwissenschaftlich-technisches Verständnis aufweisen kann (Mechanik, Optik, Hydraulik, Pneumatik, Strömungstechnik, Messtechnik usw.) sowie

  • Interesse an Medizin bzw. Biomedizin
  • Analytisches Denkvermögen
  • Handgeschicklichkeit und gute Feinmotorik: Arbeiten mit Lupe und Mikroskop
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit: Chemische Werkstoffe wie Gase oder Ätzmittel
  • Teamfähigkeit
  • Weiterbildungsbereitschaft: Neue Techniken
  • Englischkenntnisse: Für das Lesen von Plänen und Fachliteratur
  • Wissenschaftliche Neugierde und Kreativität

 

Für Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung ist interdisziplinäres Denken (und Handeln) sowie wissenschaftliche Neugierde und Kreativität nötig.

Berufliche Möglichkeiten bestehen in Produktions-, Gewerbe- und Industriebetrieben, die mittels hochautomatisierter Fertigungsanlagen mikrotechnische Produkte (z.B. Chips, Leiterplatten) für die Medizintechnik herstellen und montieren. In der Branche gibt es gleichermaßen Groß- wie Kleinbetriebe.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch in Bereichen der Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Mikrozeichnen und Spezialfertigung.

Arbeitsfelder bieten sich weiters in Entwicklungsabteilungen und -labors, etwa bei der Entwicklung mechanischer, thermischer oder Magnetfeldsensoren, Feinmechanik und Optik, in Ingenieurbüros, bei Herstellern von Elementen des Mikroaschinenbaus und in Konstruktionsabteilungen.

Die Berufsaussichten sind ausgezeichnet, da dieser interdisziplinäre Bereich in der Wachstumsbranche sehr gefragt ist. Der Medizintechnik wird grundsätzlich weltweit ein überdurchschnittliches Entwicklungs- und Wachstumspotential vorausgesagt.

Die Impedanztomographie kann ein interessanter Nischenmarkt werden.
Dedizierte Systeme für spezifische Fragestellungen werden vermutlich kommen. In Großbritannien ist die Impedanztomographie ein Forschungsschwerpunkt.

Die elektrische Impedanztomographie (EIT) ist unter anderem ein neues Verfahren für die nicht-invasive (nicht-gewebseindringene), strahlungsfreie Beobachtung der regionalen Lungenfunktion.

Zukunftstrends der neuen Medizin sind geprägt durch die zunehmende Entwicklung der Fortschrittsdimensionen „Miniaturisierung“, „Computerisierung“ und „Biologisierung“ in der Medizintechnik, auch im Bereich AAL-Programme (Active and Assisted Living).

Das Active and Assisted Living Research and Development Program ist ein gemeinsames europäisches Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Aktives und unterstütztes Leben". Infos und Positionspapier der AAL Austria auf der Website des bmvit.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MedizintechnikerIn", dem der Beruf "MikromedizintechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

MikrotechnikerInnen mit Schwerpunkt Medizintechnik verfügen üblicherweise über eine fundierte Ausbildung im Bereich Mikrotechnik (Schwerpunkt Medizintechnik), Mikrosystemtechnik oder Medizintechnik, Mechatronik, ansonsten auch Feinwerktechnik, Werkstofftechnik oder Robotik.

Beispiele für Ausbildungen: Höhere Lehranstalt für Biomedizin- und Gesundheitstechnik Wien, URL: www.tgm.ac.at; HTL Spengergasse, URL: www.spengergasse.at, HTL Mössingerstraße in Klagenfurt, URL: www.htl-klu.at.

 

Auch NeurobiologInnen oder NeurowissenschaftlerInnen mit entsprechender Zusatzausbildung sind im Bereich Mikrosystemtechnik sehr gefragt!

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es in Form von Kursen in Bereichen wie Automatisierung (Mess- und Regelungstechnik, Sensortechnik), Technik-Management, Technik und Recht, Gesundheitsinformatik, Patentrecht (z.B. Patent-AssessorIn), Kommunikationstechnik oder Vertrieb und Marketing für den technischen Vertrieb.

Die Fachhochschule Wr. Neustadt bietet den Bachelorstudiengang "Mechatronik- Mikrosystemtechnik".

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Einrichtungen der technischen Prüfung, Abnahme und Kontrolle (z.B. TÜV) oder Ingenieurbüros.

Je nach Interesse, Qualifikation und Engagement kann eine leitende Funktion angestrebt werden, z.B. als EntwicklungsingenieurIn oder ProjektmanagerIn im Bereich der Spezialfertigung. Manchmal werden ForschungsmitarbeiterInnen gesucht:

Forschungsbereiche sind z.B. die Entwicklung von Mikroelektroden zur elektrischen Stimulation und Ableitung von Zellen oder innovative Beschichtungsverfahren von Implantat-Oberflächen zur Anpassung an die biologische Umgebung hinsichtlich Biokompatibilität und Biostabilität.

Ein besonderes Gebiet ist die Fertigung von Kohlenstoffelektroden und Carbon Nanotubes (CNTs); das sind Nanoröhren zur Verbesserung von Kunststoffen und für die medizinische Messtechnik.

Manche Tätigkeiten erfordern Grundlagenkenntnisse der Biomedizin sowie Kenntnisse in medizinischer Messtechnik, biokompatible Werkstoffe, Neurophysiologie und medizinische Modellbildung.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Maschinen, Kfz und Metall" anzeigen