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ModellmodistIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur / Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.370,- bis € 1.830,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ModellmodistInnen entwerfen und fertigen Kopfbedeckungen verschiedenster Art.

Grundsätzliche Aufgabenbereiche sind Entwurf, Schnittkonstruktion, Fertigung von Prototypen, die Endausfertigung sowie die Produktionskontrolle. Darüber hinaus führen sie nach KundInnenwunsch Änderungs-, Ausbesserungs- und Reinigungsarbeiten an Kopfbedeckungen durch und arbeiten im einschlägigen Verkauf.

ModellmodistInnen verfügen über Materialkenntnisse und spezielle Techniken zur Fertigung und Bearbeitung (Filzen, Färbung, Veredelung) von organischen und künstlichen Stoffen bzw. Textilien aller Art.

ModellmodistInnen arbeiten nach Bildvorlagen und Zeichnungen, die sie nach den Wünschen und Vorstellungen der KundInnen sowie nach eigenen Entwürfen anfertigen. AuftraggeberInnen (z.B. TheaterausstatterInnen) legen den ModellmodistInnen Figurinen* vor, dann erfolgt eine Werkstättenbesprechung, während der die Kostüme und die dazu notwendigen Kopfbedeckungen erläutert werden. Vor der Herstellung eines Hutes nehmen sie Maß und stellen eine Schnittzeichnung her. Jedes Material verlangt eine eigene Verarbeitungsweise.

Typische Tätigkeiten im Überblick:

  • Auftragsbezogenes Auswählen von Materialien
  • Das Maßnehmen an KundInnen, Erstellen von Skizzen und Schnittmustern
  • Zuschneiden von unterschiedlichen Materialien und Nähen der Schnitteile
  • Ausgestalten von Kopfbedeckungen (in Form bringen, bügeln)
  • Ändern, Reparieren, Ausbessern, Modernisieren von Kopfbedeckungen
  • Herstellen von Kopfbedeckungen wie Hüte, Kappen, Mützen u.a.
  • Beraten von KundInnen über Modelle, Schnitte, Farben und Materialien

 

Siehe auch die Berufe KostümbildnerIn, ModedesignerIn, TextiltechnikerIn und den Lehrberuf Textiltechnolog(e)in.

 

*Figurine: Figurinen werden als Vorlagen für die spätere Darstellung einer bestimmten Figur angefertigt (gezeichnet oder modelliert). Figurinen werden auch als Model Sheets bezeichnet und finden Anwendung in der Kostümbildnerei für Theater- oder Filmproduktionen, im Modedesign und in Zeichentrickfilmen.

Sehr gutes Seh- und Wahrnehmungsvermögen, Freude mit verschiedenen (Werk)Stoffen zu arbeiten und zu experimentieren, Flexibilität und Entscheidungssicherheit, gutes Farb- und Materialempfinden, gutes Gefühl für Proportionen und Maße,

Kreativität,Handgeschicklichkeit, gute Allgemeinbildung, Offenheit für Trends und Zeitgeist, gutes Auftreten, Kontaktfähigkeit, Bereitschaft zur Mobilität (Modeschauen, Ausstellungen), wirtschaftliche Grundkenntnisse, Weiterbildungsbereitschaft v.a. im Bereich neuer Technologien (Herstellungs und Bearbeitungsverfahren, neuer Materialmix, CAD Fashion Design Software).

ModellmodistInnen, die in der Hutindustrie beschäftigt sind, führen zum Teil arbeitsvorbereitende Tätigkeiten wie den Entwurf und die Herstellung von Modellen für Modehäuser mit eigenen Kollektionen oder die Erstellung von Erstmodellen und  Produktionsunterlagen für die Serienproduktion durch, wobei sie auch den Materialverbrauch ermitteln.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BekleidungsgestalterIn", dem der Beruf "ModellmodistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es ist empfehlenswert, vor Beginn der Ausbildung ein oder mehrere Volontariate (Praktika) zu absolvieren.

Kunstakademien: Z.B. Bühnengestaltung, Design (Mode), Film und Fernsehen, Musiktheaterregie, Regie, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Textil·kunst·design.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Weiterbildung erfolgt durch praktische Arbeiten sowie die Teilnahme an Symposien und Workshops. Bühnengestaltung (Stagedesign) bietet eine spezialisierte Ausbildung für historische und technisch-moderne Bühnengestaltung. Weiterbildung erfolgt z.B. über Universitätslehrgänge wie „Certified Program: Visuelle Kompetenzen“ oder „TV- & Film-Produktion“ (Privatuniversität).

Die konkrete Arbeit an einem Thema erfordert die Einarbeitung in das entsprechende Umfeld und die Beschäftigung mit unterschiedlichem Quellenmaterial. Fremdsprachenkenntnisse sind für eine internationale Karriere ein Muss.

Zunehmend werden duale Studiengänge angeboten - Unternehmen übernehmen oft die Studienkosten ihrer dualen StudentInnen. Infos über Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten, finden sich in dieser Datenbank.

Textil- und Bekleidungstechnik (duales Studium).
Textile and Clothing Management (BSc), beide an der AUBI-plus GmbH.

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