Ausbildungsform auswählen

FarbgestalterIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.460,- bis € 2.530,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FarbgestalterInnen befassen sich mit der farblichen und materialgerechten Gestaltung von Oberflächen an Bauwerken (Fassaden, Fenster, Carports, Sichtschutzelemente, Zäune etc.).

Sie entwerfen Farbkonzepte, präsentieren diese den AuftraggeberInnen bzw. Bauherren, ArchitektInnen und HandwerkerInnen und setzen sie materialgerecht um. Bei der Farbauswahl berücksichtigen sie die Kombination von Farbe, Material und Ausführungstechnik. Farbtöne, Farbmittel und Oberflächenstrukturen wirken je nach den gegebenen Lichtverhältnissen unterschiedlich. Diese Erkenntnis machen sich FarbgestalterInnen zu Nutze.

Aufgabengebiete bestehen v.a im Bereich Innenarchitektur, Möbel- und Einrichtungsdesign. Es bestehen aber auch Tätigkeitsfelder im Hochbaubereich. FarbgestalterInnen fertigen Muster an. Für bestimmte Aufgaben ist ein sicherer Umgang mit Softwaretools (Visualisierung, Simulationen) erforderlich.

Neben der optischen Gestaltung treffen sie auch die Wahl zwischen verschiedenen Materialien in Bezug auf Schutz vor Wetter (Nässe, Ausbleichen durch Sonneneinstahlung, Elastizität). Dies umfasst oft die Bereiche der Oberflächentechnik und Farbchemie sowie den Bereich der Bauökologie.

Siehe auch die Berufe FarbchemikerIn, Farb- und LacktechnikerIn, NanotechnikerIn.

Ästhetisches Empfinden, selbständiger Arbeitsstil und Organisationsvermögen, Kommunikationsfähigkeit (Beratungstätigkeit), Freude mit verschiedenen (Werk)Stoffen zu arbeiten und zu experimentieren, gutes Farb- und Materialempfinden.

Insbesondere der Umgang mit verschiedenen Interessentengruppen (AuftraggeberInnen, BauträgerInnen) verlangt ein hohes Maß an Entscheidungssicherheit, Verhandlungsgeschick und manchmal auch Durchsetzungsvermögen.

Wichtig sind auch interkulturelle Kompetenzen (z.B. kulturelle Unterschiede im Farbempfinden) und Englischkenntnisse.

Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Bereich bietet vor allem die erzeugende und weiterverarbeitende Industrie. Arbeitsmöglichkeiten bestehen daher in der chemischen Industrie (Farb-, Lackproduktion), im gesamten Umfeld der Drucktechnik, aber auch in den meisten sonstigen Industriebetrieben, die Farben, Lacke und Oberflächenbeschichtungen in großem Umfang einsetzen.

Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten im Bereich Fertigung/Erzeugung sind Funktionen wie AbteilungsleiterIn, ProjektleiterIn. Im Verkauf sind vor allem Key-Account-Funktionen und Generalrepräsentanzen Karriereschritte.

ProjektleiterInnen im Bereich Kunststoffe, Farben und Lacke arbeiten in industriellen Unternehmen im Bereich Oberflächentechnik. Sie entwickeln in Zusammenarbeit mit den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung und Qualitätsmanagement die bestehenden Technologien weiter und führen die Lösungen zur Serienreife.

Entwicklungsmöglichkeiten bestehen im Marketing & Vertrieb, im Management, in Consulting und Bildung, im Bereich F&E gibt an Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "OberflächentechnikerIn", dem der Beruf "FarbgestalterIn " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für Berufe in diesem Bereich ist in der Regel entweder eine Ausbildung im Bereich Chemie/Farb- und Lacktechnik, Oberflächentechnik, Nanotechnik.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Auf Grund der extrem dynamischen Entwicklung im Bereich Oberflächentechnik kommt permanenter Weiterbildung große Bedeutung zu. Wichtig dafür ist auch dauernder Kontakt zu den Anwendern, da sich auch hier die Anforderungen permanent ändern. Umweltverträglichkeit ist in diesem Zusammenhang von größter Bedeutung.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik). ProjektleiterInnen für verfahrenstechnische Aufgaben haben die Verantwortung für die Entwicklung und die Übertragung von Laborverfahren auf industrielle Maßstäbe sowie Verbesserung bestehender Produktionsverfahren (wobei ihnen in der Regel auch die Verantwortung für Qualitätskontrolle und Qualitätsdokumentation zukommt).

Große Bedeutung kommt in diesem Bereich darüber hinaus Berufen im Umfeld Sicherheitstechnik und Umweltschutz bzw. ökologisch verträglichen Verfahren zu.

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen sind für solche Karriereschritte unbedingt erforderlich. Für leitende Funktionen im Verkauf aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben sind darüber hinaus Fremdsprachenkenntnisse von Bedeutung.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau" anzeigen