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BioverfahrenstechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.910,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: stark steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BioverfahrenstechnikerInnen beschäftigen sich mit verfahrenstechnischen Prozessen der Produktion von und mittels Mikroorganismen.

Sie befassen sich mit der Verarbeitung, Aufbereitung und Veredelung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen für die Ernährung und für pharmazeutische Anwendungen.

Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherstellung der Qualität von Zwischenprodukten und Endprodukten sowie die Einführung von Maßnahmen zur Optimierung der Produktivität. Dazu organisieren sie die Produktionsabläufe und erarbeiten Vorschläge zu deren Optimierung. In leitenden Funktionen (z.B. ProduktionsleiterIn) sind sie darüber hinaus für die fachliche Führung der Produktionsabteilung verantwortlich.

Forschungs- bzw. Anwendungsbereiche sind z.B. Bioprozesstechnik, Lebensmittelherstellung, Ernährungswissenschaften, Biomedizin, Biopharmazie sowie die Papier- und Zellstoffindustrie.

Siehe auch die Berufe VerfahrenstechnikerIn, LebensmitteltechnikerIn, NahrungsmittelanalytikerIn.

Interesse an Physik und Chemie und Forschergeist. Kenntnisse in Mathematik, Mechanik, Kinematik, Hydraulik und Messtechnik sind bereits vor der Ausbildung von Vorteil. Eine gute Sinneswahrnehmung (Sehvermögen, Geruchssinn) ist ebenfalls von Vorteil.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Belastung durch Lärm, Hitze, Dämpfe
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Laufstegen an Großanlagen
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: In Produktionsstätten herrscht meist Schichtbetrieb
  • Körperliche Belastbarkeit: Heben schwerer Gegenstände
  • Umgang mit Softwaretools: Für Analysen und Simulationen

 

In Jobausschreibungen wird meist ein gewisses Maß an Durchsetzungsvermögen verlangt (auch für das Einhalten von Sicherheitsvorschriften!).

Wichtig ist auch innovative Kompetenz bei der Planung von Anlagen oder der Neueinführung von Produkten.

Der Bedarf an VerfahrenstechnikerInnen hat zugenommen. Aufgrund der breit gefächerten und sich neu eröffnenden Einsatzgebiete sind die Berufsaussichten bislang gut, wobei insbesondere Umwelt- und Sicherheitstechnik als Wachstumsbranchen gelten.
VerfahrenstechnikerInnen finden vor allem in Betrieben der gewerblichen und industriellen Wirtschaft (z.B. Forschung und Entwicklung, Innovationsmanagement, Produktion, Betriebstechnik und technisches Management) Beschäftigung.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Biotechnologe/-technologin", dem der Beruf "BioverfahrenstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich kommen v.a. Ausbildungen im Bereich Bioverfahrenstechnik, Verfahrenstechnik, Chemie, Biotechnologie oder auch Nahrungsmitteltechnologie in Betracht.

AbsolventInnen einer höheren technischen Lehranstalt (HTL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Mit einem Beschluss im Nationalrat ist der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und der WKO.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für die Spezialisierung in der Verfahrenstechnik gibt es als Weiterbildungsmöglichkeiten z.B. Paper & Pulp Technology, Umweltmanagement oder Projektmanagement.

Fachhochschulen kommen ab Maturaniveau Studienrichtungen (in Form von Bachelorstudien) wie Biologie, Biotechnologie, Bio- und Umwelttechnik, Bioengineering, Biomedical Engineering, Biotechnische Verfahren, Medizinische und pharmazeutische Biotechnologie Molekulare Biologie sowie Biochemie, Chemie, Technische Chemie als Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen.

Nach Abschluss eines Basisstudiums (Bachelorstudium) stehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, v.a. Master- und Diplomingenieurstudien sowie einschlägige Universitätslehrgänge an Fachhochschulen und Universitäten offen.

FH: Z.B: Lebensmitteltechnologie und Ernährung (MSc), geplant an der FH OÖ.
FH: Z.B. Lebensmitteltechnologie & Ernährung (MSc) am MCI.

Aufstiegsmöglichkeiten für BiotechnologInnen bestehen z.B. in der pharmazeutischen Industrie in Funktionen wie Abteilungsleitung oderProduktionsleitung.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere sind ein einschlägiger Studienabschluss, mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse.

Aktuell nachgefragte Zusatzqualifikationen beziehen sich darüber hinaus auf Kenntnisse in Qualitätssicherungssystemen sowie Bereiche der Abfall- und Entsorgungstechnik. Ein typisches Beispiel für eine entsprechende leitende branchenspezifische Funktion ist die der/des LeiterIn für Abfallwesen. Voraussetzung für diese für Betriebe ab einer gewissen Größenordnung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) zwingend vorgeschriebene Position ist eine Ausbildung in Organischer Chemie (HTL oder Studium).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Lebensmittel, Seite 88
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