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Ehe- und FamilienberaterIn

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.190,- bis € 2.410,- * Arbeitsmarkttrend: keine Angabe
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Ehe- und FamilienberaterInnen beraten Einzelpersonen, Paare und Familien bei persönlichen Krisen, partnerschaftlichen und familiären Problemen. Sie begleiten und unterstützen diese bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten. BeraterInnen versuchen hier vor allem „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.

Im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit versuchen Ehe- und FamilienberaterInnen durch gezielte Gesprächsführung mit den Ratsuchenden Probleme klarer zu verstehen, auf andere mögliche Sichtweisen hinzuweisen und Anregungen zu möglichen Veränderungen zu geben.

Ziel ihrer Tätigkeit ist es, die Ratsuchenden zu wirksamer Selbsthilfe anzuregen. Um auf ihre Beratungsstellen aufmerksam zu machen, wenden sich Ehe- und FamilienberaterInnen in Vorträgen und Gesprächen (z.B. in Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen) an die Öffentlichkeit. Darüber hinaus gehören auch organisatorische Aufgaben innerhalb einer Beratungsstelle (z.B. Führen von Statistiken) zum Tätigkeitsbereich der Ehe- und FamilienberaterInnen.

Die Beratung berücksichtigt soziale, wirtschaftliche, rechtliche sowie psychische Belange (z.B. Partnerschaftsprobleme, Familienplanung, Probleme allein stehender Elternteile, Erziehungsschwierigkeiten, Trennungs- und Scheidungskrisen).

Siehe auch die Berufe Diplom-SozialbetreuerIn für Familienarbeit oder SozialarbeiterIn.

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit

 

Der Beruf erfordert auch Organisationsgeschick (Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der Beratungsstelle) und Vertraulichkeit/Diskretion.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht

Einsatzmöglichkeiten bieten vor allem einschlägige Beratungsinstitutionen, zum Beispiel geförderte Beratungsstellen (familienberatung.gv.at), psychosoziale Einrichtungen oder in freier Praxis. Träger dieser Einrichtungen sind entweder private oder öffentliche Körperschaften (z.B. Gemeinden), Religionsgemeinschaften, kirchliche Organisationen (z.B. Caritas), Initiativen und Dachverbände.

SozialarbeiterInnen arbeiten z.B. in Erziehungs-, Ehe- und Familienberatungsstellen, in Beratungsstellen für Jugendliche oder ältere Menschen, in der Jugendgerichtshilfe, in Beratungsstellen für Haftentlassene oder in der Bewährungshilfe. BewährungshelferInnen sind üblicherweise beim Verein Bewährungshilfe angestellt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialberaterIn", dem der Beruf "Ehe- und FamilienberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildung zum/zur FamilienberaterIn:

Die Ausbildung dauert etwa 6 bis 7 Semester und besteht aus theoretischen und praktischen Teilen. Aufnahmevoraussetzung ist ein Mindestalter von 24 Jahren, bei manchen Ausbildungen auch Matura oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Die Ausbildung an den Schulen für Sozialbetreuungsberufe (Fach-SozialbetreuerIn oder Diplom-SozialbetreuerIn) erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung, Familienarbeit, Heimhilfe).

Die dreijährige Fachschule für Sozialberufe (z.B. Caritas Wien) bietet eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozialbereich. Der Abschluss ist dem Lehrberuf Betriebsdienstleistungskaufmann/Betriebsdienstleistungskauffrau gleichgestellt.

Die Ausbildung wird auch berufsbegleitend angeboten.

Das reglementierte Gewerbe Lebens- und Sozialberatung kann auf ein bestimmtes Fachgebiet eingeschränkt sein, z.B. eingeschränkt auf Psychologische Beratung.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt es ein umfangreiches Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. Ergänzend ist auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen.

Es gibt auch Ausbildungen in Bereichen Therapie, Sozialkunde und Rechtskunde (für Beratungstätigkeiten) sowie Ausbildungen für leitende Funktionen im Sozialwesen.

Bachelorstudien gibt es für Sozialarbeit, Sozialmanagement sowie Sozialwirtschaft.

Spezielle Qualifikationen, Fachprüfungen, sonstige Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich bieten unterschiedliche Lehrgänge und Masterprogramme: Lehrgang für Ehe-, Familien- und Lebensberater, Lehrgang für Familien- und Gruppenarbeiter, Lehrgang für Erziehungs- und Jugendberater, Lehrgang für systemische Familientherapie oder das Propädeutikum und Psychotherapie.

 

Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten vor allem Positionen im Sozialmanagement und der Sozialverwaltung und im Ausbildungsbereich (Lehrpersonal für Sozialberufe). Für diese Funktionen stehen eine Anzahl an Qualifikationsmaßnahmen (z.B. Lehrgänge) offen.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des Gewerbes Lebens- und Sozialberatung. Es gibt Freie Gewerbe und Reglementierte Gewerbe. Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO. Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe ist auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort BMDW abrufbar.

Die aktuelle Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung (und Zugangsvoraussetzungen) ist im österr. Rechtsinformationssystem RIS einsehbar. Ebenso befindet sich die Rechtsvorschrift für Standes- und Ausübungsregeln für Lebens- und Sozialberatung im RIS.

Infos über genehmigte Lehrgänge für Lebens- und Sozialberatung bietet z.B. das Lehrgangsregister des Fachverbandes der gewerblichen Dienstleister der Wirtschaftskammer Österreich. Die WKO bietet Infos zu Zugangsvoraussetzungen Lebens- und Sozialberatung. Infos zu zertifizierten Ausbildungen: www.lebensberatung.at.

Die Berufsbezeichnung „Berater“ ist in Österreich vom Wortlaut her an die Berufsgruppen der UnternehmensberaterInnen, LebensberaterInnen oder der psychologischen BeraterInnen gebunden.

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