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KrisenberaterIn

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.190,- bis € 2.280,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KrisenberaterInnen versuchen bei akuten menschlichen Krisen, vorerst mittels Gespräch zu helfen (persönlich oder telefonisch). Sie übernehmen auch die Beratung und Betreuung von Betroffenen nach traumatischen Erlebnissen (plötzlicher Kindestod, erfolglose Reanimation, LokfahrerInnen nach einem Unfall, usw.).

Sie versuchen, die akute Situation durch das Gesprächsangebot zu entlasten und damit mögliche Verzweiflungstaten zu verhindern und Bedürfnisse zu erkennen. Nachdem als erster Schritt versucht wird, die Situation etwas zu entspannen. Im Extremfall müssen sie das Gespräch "in die Länge zu ziehen" also nicht abreißen zu lassen, damit anschließend auf die Situation allgemeiner eingegangen werden.

Wenn möglich, werden die Klienten auf Möglichkeiten weiterer Hilfe (z.B. TherapeutInnen, PsychologInnen) aufmerksam gemacht und werden weitere Gespräche angeboten.

Siehe auch den Beruf RettungsmanagerIn und die akademischen Berufe NotfallspsychologIn und SozialarbeiterIn.

Wichtig ist die Fähigkeit, auf andere Menschen, deren Persönlichkeit und individuelle Situation eingehen zu können. Es müssen Strategien und Lösungen für spezifische Probleme gefunden und vermittelt werden können.

  • Soziale Kompetenzen und Kommunikationsgeschick: Kommunikationsmodelle, Methoden, Geduld
  • Empathievermögen
  • Fähigkeit zur Motivation anderer
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Vertraulichkeit/Diskretion
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit
  • Analytisches Denken: Analysieren der Problemlage der Ratsuchenden
  • Problemlösungskompetenz
  • Beratungskompetenz

 

Durch diese Aufgabenstellung ist es selbstverständlich notwendig, das Angebot Tag und Nacht aufrecht zu erhalten (Bereitschaft zum Nachtdienst).

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten vor allem einschlägige Beratungsinstitutionen, Informationsstellen und Vereine. Träger dieser Einrichtungen sind sowohl private als auch öffentliche Körperschaften (z.B. Gemeinden), Religionsgemeinschaften, Initiativen oder Dachverbände.

SozialarbeiterInnen sind in Erziehungs-, Ehe- und Familienberatungsstellen, in der Bewährungshilfe, in der Jugendgerichtshilfe, in Beratungsstellen für Haftentlassene, in Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämtern, geschützten Werkstätten, Heimen, Jugendzentren oder Beratungsstellen für alte Menschen tätig. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Caritas, kirchliche Organisationen und verschiedene private Vereine.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialberaterIn", dem der Beruf "KrisenberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

KrisenberaterInnen kommen aus verschiedenen Berufen. Es gibt an sich keine einschlägige Grundausbildung für den Beruf KrisenberaterIn. Zugangsmöglichkeit bietet zum Beispiel eine Grundausbildung aus den Bereich Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Psychotherape oder Systemwissenschaften.

Sehr vorteilhaft ist ein gewisses Maß an Lebenserfahrung und ev. persönliche Erfahrung innerhalb im Rahmen erlebter Krisensituationen!

Beispiele für Universitäslehrgänge:

"Beratung, Betreuung und Koordination in psychosozialen Einrichtungen", "Sozialpsychiatrie", "Sorgen und Entscheiden", "Suchtberatung und Prävention", "Flight Safety TrainerIn".

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. Fachhochschul-Studiengänge für Sozialarbeit sowie Studienrichtungen wie Psychologie, Pädagogik und Soziologie.

In diesem Bereich gibt es ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z.B. in den Bereichen Sozial- und Lebensberatung, Ehe- und Familienberatung, Jugend- und Erziehungsberatung, Psychosoziale Beratung, Interdisziplinäre Mobile Frühförderung und Familienbegleitung, Soziale Arbeit und Sozialmanagement, Psychotherapie - Fachspezifikum Existenzanalyse und Logotherapie - ABILE (Donau Uni Krems).

Fortbildungslehrgänge zu systemtheoretischen Ansätzen in der Sozialen Arbeit (Der Mensch ist neben einem biologischen auch ein psychisches und soziales System) bietet u.a. der Arbeitskreis für Systemische Sozialarbeit in Wien.

 

 

Aufstiegsmöglichkeiten in diesem Bereich bestehen z.B. in Hinsicht auf Aufgaben im Sozialmanagement. Nach dem Propädeutikum und einer Ausbildung in Psychotherapie gibt es auch in dieser Hinsicht berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

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