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AltenpflegerIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Schule
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

AltenpflegerInnen betreuen pflegebedürftige alte Menschen in deren eigener Wohnung oder im Krankenhaus, Pflegeheim oder Pensionistenheim.

Sie begleiten, fördern und unterstützen SeniorInnen. Dabei gehen sie auf deren körperlichen, geistigen, sozialen und seelischen Bedürfnisse ein. Sie leisten persönliche Hilfe und betreuen Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags. Sie besorgen Einkäufe, übernehmen einen gewissen Teil der Hausarbeit, kümmern sich um rechtzeitige ärztliche Hilfe, helfen bei der Zubereitung altersgemäßer Kost oder einer speziellen Diät.

AltenpflegerInnen verfügen auch über das notwendige Wissen um in Pensions- bzw. Beihilfenfragen Auskunft zu geben. Sie animieren bzw. motivieren zu körperlicher Aktivität (Geh- und Bewegungsübungen) und helfen beim Umgang mit Hilfsmitteln wie z.B. einem Gehgestell.

Sie kümmern sich um die Medikamenteneinnahme und die Einhaltung von Diät- und Kurvorschriften. Im Notfall veranlassen sie die ärztliche Betreuung oder ziehen z.B. eine mobile Krankenschwester zu Rate. Wenn körperliche Unterstützung und Pflege notwendig ist, helfen sie bei Tätigkeiten wie dem Aufstehen, bei der Körperpflege und beim Aufsuchen der Toilette.

In Krankenhäusern, Pflegeheimen und Pensionistenheimen sind AltenpflegerInnen und PflegeassistentInnen eng in den Stationsbetrieb eingebunden und der Stationsschwester unterstellt.

Sie führen, je nach Arbeitsablauf, auf der Station verschiedene Tätigkeiten durch. Sie lagern und betten die PatientInnen, helfen bei der Körperpflege. Das umfasst das Waschen, die Hautpflege, Rasur, Haar- und Nagelpflege sowie füttern und Versorgen mit Leibschüssel bzw. Harnflasche.

Siehe auch die Berufe PflegewissenschafterIn und PflegeassistentIn.

Freude am Umgang mit älteren Menschen, Geduld, Empathievermögen, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, praktische Fähigkeiten (z.B. Mahlzeiten zubereiten), körperliche Belastbarkeit und Ausdauer, Resilienz (psychische Stabilität), Bereitschaft zu Wochenenddiensten und Nachtdiensten.

Fachleute im Bereich der Altenpflege arbeiten z.B. in Ambulanzen, Krankenanstalten, Pflegeheimen, Pflegestationen, Pensionistenheimen und geriatrischen Zentren, Religionsgemeinschaften und sonstigen sozialen und karitativen Einrichtungen. Sie können auch die Senioren und Seniorinnen direkt zu Hause unterstützen.

Die Altenbetreuung gehört zu den größten Dienstleistungsbranchen. Arbeitsorte können dabei öffentliche, kirchliche oder private Einrichtungen sein. Die Anzahl der Betreuungskräfte vervielfachte sich in den letzten Jahren.

In Zukunft sind innovative IKT-gestützte Lösungen für ein aktives und gesundes Altern im eigenen Heim, in der Gemeinschaft oder am Arbeitsplatz gefragt. Diese sollen zur Steigerung der Lebensqualität ältere Menschen beitragen. In diesem Bereich können sich Fachleute aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, Pflege, Informatik und Medizintechnik gemeinsam für Projekte in Forschung und Entwicklung AAL-Programme (Active and Assisted Living) engagieren.

Das Active and Assisted Living Research and Development Program ist ein gemeinsames europäisches Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Aktives und unterstütztes Leben". Infos und Positionspapier der AAL Austria auf der Website des bmvit.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialbetreuerIn in der Altenarbeit", dem der Beruf "AltenpflegerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Fachlich einschlägige Ausbildungen können an Schulen für Sozialbetreuungsberufe, Fachschulen und Lehrgänge, zum Teil auch berufsbegleitend, erworben werden können. Wirtschaftliche bzw. landwirtschaftliche Fachschulen bieten ebenfalls Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung. Spezialkenntnisse (z.B. Hygiene- und Qualitätsmanagement) können durch Fort- und Weiterbildung erworben werden.

Die Schulen für Sozialbetreuungsberufe (Fach-SozialbetreuerIn oder Diplom-SozialbetreuerIn) erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Z.B. Altenarbeit, Behindertenarbeit oder Familienarbeit.

Die Schulen bieten grundsätzlich eine 3- bis 4-jährige Ausbildung für Berufe in der Sozialbetreuung, etwa im Bereich Altenarbeit.

Die Ausbildungen werden häufig auch berufsbegleitend durchgeführt. Die Ausbildung zum/zur Diplom-Sozialbetreuer/in mit Schwerpunkt Altenarbeit kann auch als
Ergänzung zu einem anderen Beruf (z.B. PflegeassistentIn) absolviert werden.

Die Altenbetreuungsschule des Landes OÖ bietet unter anderem den Lehrgang "Junge Pflege" Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit für Schulabgänger/innen sowie einen Lehrgang für bereits ausgebildete Personen in der Pflegehilfe oder Pflegeassistenz.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt unterschiedliche Fortbildungen und Spezialisierungen, etwa in folgenden Bereichen:

  • Personalentwicklung
  • Hygiene- und Qualitätsmanagement
  • Fachkraft für Hygiene, Geriatrie oder Gerontopsychiatrie
  • Ethik in der Pflege
  • Gerontologische Pflege
  • Allgemeine und spezielle Medikamentenlehre in der Altenpflege
  • Validation

 

Personen mit einer Vorbildung als PflegeassistentIn (vormals: PflegehelferIn) können eine Umschulung oder Aufschulung für den Fachbereich Altenpflege absolvieren. Darüber hinaus stehen zur Erweiterung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten verschiedene fakultative Fort-/Weiterbildungen zur Verfügung:

  • Basale Stimulation in der Pflege
  • Pflege bei Demenz
  • Pflege von behinderten Menschen
  • Pflege von chronisch Kranken
  • Forensik in der Pflege
  • Hauskrankenpflege
  • Kinästhetik
  • Palliativpflege
  • Pflege bei Demenz
  • Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen
  • Pflege von behinderten Menschen
  • Pflege von chronisch kranken Personen
  • u.v.a.

 

Hochschullehrgänge: Z.B. Demenzstudien, Angewandte Ethik im Gesundheitswesen, Demenzstudien (beide Donau Uni Krems), Academic Advanced Nursing Practice mit verschiedenen Vertiefungen: Demenz, Familiengesundheitspflege (family health care), ANP für Versorgungssysteme und Netzwerkarbeit, Interkulturelle Pflege, Palliativpflege.

FH: Z.B. European Health Economics & Management (MA).

Fachleute im Bereich der Altenpflege können - je nach Qualifikation - eine Position als Leiter/-in eines Wohnbereichs oder als Praxisanleiter/-in anstreben. Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten auch Positionen im Sozialmanagement und der Sozialverwaltung und im Ausbildungsbereich (Lehrpersonal für Sozialberufe). Für diese Funktionen stehen eine Anzahl an Qualifikationsmaßnahmen (z.B. Universitätslehrgänge) offen.

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist ein Studium möglich. Studienrichtungen in diesem Bereich sind z.B. unter PflegewissenschafterIn angeführt.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Gesundheit, Fitness, Wellness (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Pflege- und Betreuungsberufe, Seite 84
Soziales (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Alten-, Familien- und Behindertenarbeit, Seite 12
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Menschen, Kinder, Kommunikation, Seite 104
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