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Fachkraft für Sozialberufe

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.190,- bis € 2.280,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Zu den Sozialberufen im Sinne des Sozialberufegesetzes zählen in Österreich jeweils die Fach-Sozialbetreuung sowie die Diplom-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung, Familienarbeit oder Heimhilfe.

Tätigkeitsmerkmale

Fachkräfte für Sozialberufe sind SozialbetreuerInnen oder Diplom-SozialbetreuerInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

unterstützen Menschen die ihren Alltag als schwierig empfinden oder nur eingeschränkt in der Lage sind ihre Probleme alleine zu bewältigen. Die Gründe dafür sind vielfältig und entstehen zum Beispiel durch körperliche und seelische Beeinträchtigungen oder plötzlich auftretende Lebenskrisen (z.B. Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Trennung).

Altenarbeit: Hier steht die individuelle und umfassende Unterstützung von hilfs- oder pflegebedürftigen Menschen in ihrem Alltagsleben im Vordergrund. Sie übernehmen die Begleitung und Betreuung älterer Menschen und deren Angehöriger. Je nach Qualifikation führen sie auch sowie pflegerische Maßnahmen durch. Siehe den Beruf AltenpflegerIn.

Behindertenarbeit: Im Fokus steht die ganzheitliche soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung sowie Durchführung pflegerischer Maßnahmen.

Behindertenbegleitung: Der Aufgabenbereich erfasst die ganzheitliche soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung sowie Unterstützung bei der Basisversorgung. Der Aufgabenschwerpunkt liegt in der Begleitung, Beratung und Assistenz.

Familienarbeit: Kernaufgaben sind die soziale Betreuung von Familien und familienähnlichen Gemeinschaften in schwierigen Lebenssituationen, und zwar dort, wo und wie es die jeweilige Situation erfordert. Es geht darum, eine Familie vorübergehend oder auch dauerhaft zu unterstützen und mitzuhelfen, wo es gerade notwendig ist, z.B. wenn die primäre Bezugsperson der Familie aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig ausfällt oder wenn Eltern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen, sei es körperlich oder seelisch.

Heimhilfe: HeimhelferInnen unterstützen betreuungsbedürftige Menschen aller Altersstufen bei der Haushaltsführung und bei Aktivitäten des täglichen Lebens sowie bei der Basisversorgung.

Siehe auch die Berufe SozialarbeiterIn, SozialforscherIn und Diplom-SozialbetreuerIn für Familienarbeit.

Fachkräfte für Sozialberufe sind SozialbetreuerInnen oder Diplom-SozialbetreuerInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

unterstützen Menschen die ihren Alltag als schwierig empfinden oder nur eingeschränkt in der Lage sind ihre Probleme alleine zu bewältigen. Die Gründe dafür sind vielfältig und entstehen zum Beispiel durch körperliche und seelische Beeinträchtigungen oder plötzlich auftretende Lebenskrisen (z.B. Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Trennung).

Altenarbeit: Hier steht die individuelle und umfassende Unterstützung von hilfs- oder pflegebedürftigen Menschen in ihrem Alltagsleben im Vordergrund. Sie übernehmen die Begleitung und Betreuung älterer Menschen und deren Angehöriger. Je nach Qualifikation führen sie auch sowie pflegerische Maßnahmen durch. Siehe den Beruf AltenpflegerIn.

Behindertenarbeit: Im Fokus steht die ganzheitliche soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung sowie Durchführung pflegerischer Maßnahmen.

Behindertenbegleitung: Der Aufgabenbereich erfasst die ganzheitliche soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung sowie Unterstützung bei der Basisversorgung. Der Aufgabenschwerpunkt liegt in der Begleitung, Beratung und Assistenz.

Familienarbeit: Kernaufgaben sind die soziale Betreuung von Familien und familienähnlichen Gemeinschaften in schwierigen Lebenssituationen, und zwar dort, wo und wie es die jeweilige Situation erfordert. Es geht darum, eine Familie vorübergehend oder auch dauerhaft zu unterstützen und mitzuhelfen, wo es gerade notwendig ist, z.B. wenn die primäre Bezugsperson der Familie aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig ausfällt oder wenn Eltern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen, sei es körperlich oder seelisch.

Heimhilfe: HeimhelferInnen unterstützen betreuungsbedürftige Menschen aller Altersstufen bei der Haushaltsführung und bei Aktivitäten des täglichen Lebens sowie bei der Basisversorgung.

Siehe auch d…

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Vertraulichkeit/Diskretion

 

Die Arbeit mit Menschen (unterschiedliche Bedürfnisse und Charaktere) erfordert zudem ein hohes Maß an Abgrenzungsvermögen und Resilienz (Psychische Stabilität und Belastbarkeit).

Fachkräfte für Sozialberufe arbeiten vorrangig in Einrichtungen der Sozialdienste, das sind unter anderem Seniorenwohnheime, ambulante Dienste, Wohn- und Arbeitseinrichtungen für Menschen mit Behinderung und für psychisch kranke Menschen, Kindergärten und Schulen (mit weiteren Zugangsvoraussetzungen).

Beschäftigungsmöglichkeiten für qualifiziertes Personal besteht in den Berufsfeldern „Altenarbeit“ sowie „Behindertenarbeit” aufgrund der demografischen Entwicklung; gemeint ist der wachsende Anteil an alten Menschen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Schon jetzt gibt es in der Langzeitbetreuung und im mobilen Bereich eine große Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften (Stand: 2018).

Nicht ganz so einfach gestaltet sich der berufliche Einstieg in den Bereich „Lebens- und Sozialberatung, Sozialarbeit, Psychosoziale Dienstleistungen”, denn hier ist Berufserfahrung besonders wichtig. Daher spielen Berufspraktika eine wichtige Rolle

Nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf wird sich die Ausbildung zur „Diplomierten Sozialbetreuerin für Familienarbeit“ voraussichtlich weiterentwickeln.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialberaterIn", dem der Beruf "Fachkraft für Sozialberufe" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Das Sozialberufegesetz regelt Ausbildung, Berufsbild und Tätigkeitsfeld der Sozialberufe österreichweit einheitlich.

Zusätzlich werden in Oberösterreich durch das OÖ Sozialberufegesetz noch folgende landesspezifische Berufsbilder geregelt: Vgl: Website der Arbeiterkammer- AK OÖ Menüpunkt: Beratung, dort unter Bildung ->Gesundheits- und Sozialberufe ->Sozialberufe.

Die dreijährige Fachschule für Sozialberufe (z.B. Caritas Wien) bietet eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich. Der Abschluss ist dem Lehrberuf Betriebsdienstleistungskaufmanns/-frau gleichgestellt.

Die zweijährige Schule für Sozialdienste bietet ebenfalls eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich an.

Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungszweig Sozialmanagement). bietet eine fundierte (fünfjährige) Ausbildung für den Sozial- und Gesundheitsbereich.

Fachlich einschlägige Ausbildungen können an Schulen für Sozialbetreuungsberufe, Fachhochschulen und Universitätslehrgänge, zum Teil auch berufsbegleitend, erworben werden können.

Die Ausbildung an den Schulen für Sozialbetreuungsberufe als Fach-SozialbetreuerIn oder Diplom-SozialbetreuerIn erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Altenarbeit, Behindertenarbeit, Familienarbeit).

Wirtschaftliche bzw. landwirtschaftliche Fachschulen bieten ebenfalls Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung. Spezialkenntnisse können durch Fort- und Weiterbildung erworben werden.

Die Ausbildung zur Heimhelferin/zum Heimhelfer erfolgt entweder an Schulen für Sozialbetreuungsberufe oder in Lehrgängen von Heimhilfeorganisationen und wird mit einer kommissionellen Prüfung abgeschlossen.

Neben dem Erwerb von fachlichen und medizinischen Kenntnissen ist ein praktischer Teil im ambulanten Bereich und zusätzlich im (teil-)stationären Bereich, z.B. im Pflegeheim oder Wohnheim zu absolvieren.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Sozialbetreuungsberufe unterliegen der Fortbildungspflicht!

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig. Bereiche wie z.B. Erlebnispädagogik, Lebens- und Sozialberatung, Betreuung von Menschen mit dementieller Erkrankung, Prozessbegleitung (neuntägiger Lehrgang zur ProzessbegleiterIn, der vom Bundesministerium für Justiz angeboten wird, siehe auf justiz.gv.at

Dipl. SozialbetreuerInnen können die einjährige Weiterbildung zur Fachkraft für die Kinderbetreuung (Kinderhorte sowie stationäre und teilstationäre Einrichtungen) absolvieren.

Ein Wechsel z.B. von der Altenarbeit in den Sozialberuf Behindertenarbeit ist im modularen Ausbildungssystem durch Absolvierung entsprechender Ausbildungsteile möglich, vgl: AK OÖ

Die Kosten für die Ausbildung zur/zum Fach-Sozialbetreuer/-in Behindertenarbeit am BFI OÖ werden seit Herbst 2012 vom Amt der OÖ Landesregierung getragen.

Für die Ausbildung an den Schulen für Sozialbetreuungsberufe von Caritas und Diakonie ist Schulgeld zu zahlen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird ein Teil dieser Kosten über das Bildungskonto des Landes OÖ rückerstattet.

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Ausbildungskosten auch von anderen Kostenträgern wie z.B. dem AMS übernommen werden. Mehr dazu auf der Website des AMS oder der AK unter Bildungsförderungen.

Bei entsprechender (Zusatz)Qualifikation und Kompetenz kann eine leitende Position in der Sozialarbeit sowie im Bereich psychosoziale Dienstleistungen angestrebt werden (Fachkraft für ambulant betreutes Wohnen). Oft wird hier eine Zusatzqualifikation im psychiatrischen oder (sucht)beraterisch-therapeutischen Bereich vorausgesetzt.

Im Rahmen der psychosozialen Prozessbegleitung können SozialbetreuerInnen ebenfalls tätig sein. Hier werden Opfer und Angehörige auf die seelischen Belastungen des Verfahrens vorbereitet, in der Aufarbeitung des Erlebten (Ängste, Verzweiflung, Trauer oder Wut) unterstützt und auch zu Vernehmungen im Ermittlungs- und Hauptverfahren begleitet. Das Institut für Sozialdienste ist eine Einrichtung, die psychosoziale Prozessbegleitung anbietet.

Eine selbstständige Tätigkeit kann im Rahmen des Gewerbes "Lebens- und Sozialberatung" erfolgen. 

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