SporttrainerIn

Berufsbereiche: Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 1.500,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SporttrainerInnen leiten Einzelpersonen oder Gruppen bei der Ausübung einer oder mehrerer Sportarten, wie z.B. Kampfsport, Leichtathletik, Gymnastik oder Wintersport, an. Sie können sowohl im Profibereich als auch im Amateur- und Freizeitbereich tätig sein, sodass ihr Aufgabenbereich jeweils recht unterschiedlich ist.

Im Spitzen- und Leistungssport arbeiten SporttrainerInnen eng mit SportwissenschaftlerInnen und -medizinerInnen zusammen, um einen adäquaten Trainingsplan für den/die SportlerIn zusammenzustellen. Sie sorgen dafür, dass unter Berücksichtigung der Gesundheit sportliche Höchstleistungen erbracht werden können. Neben dem Training spielen vor allem die Motivationsarbeit und die psychische Betreuung von SportlerInnen eine wichtige Rolle.

Im Freizeit- und Breitensport vermitteln SporttrainerInnen den Sporttreibenden die richtige Technik, indem sie Übungen theoretisch erklären, praktisch demonstrieren und auf eine korrekte Ausführung achten. In diesem Bereich geht es vor allem um die Freude am Sport und die körperliche Betätigung als Ausgleich zum Alltag.

Weiters können SporttrainerInnen auch im Bereich der Sondergymnastik und Rehabilitation tätig sein. Dabei betreuen sie Personen mit Behinderungen oder körperlichen Einschränkungen und bieten vor allem Aufbautrainings an. Zudem können sie sich auf die Vermittlung von achtsamkeits- und gesundheitsorientierten Übungen spezialisieren. Zu ihren Aufgaben können auch administrative Tätigkeiten wie die Mithilfe bei der Organisation von Kursen und Veranstaltungen gehören.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Sportangebot abwechslungsreich gestalten
  • Trainingseinheiten durchführen
  • Kurse und Veranstaltungen organisieren
  • Kraft- und Belastungstests planen und durchführen
  • Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit trainieren
  • Sporttechniken vermitteln
  • SportlerInnen betreuen und zu Wettkämpfen begleiten
  • Trainingsfortschritt dokumentieren
  • Motivationstraining durchführen
Siehe auch:
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Durchsetzungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Organisationstalent
  • Reisebereitschaft
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Institutionen:

  • Sportverbände und -vereine
  • Fitnessstudios
  • Kur- und Rehabilitationseinrichtungen
  • Sport- und Wellnesshotels
  • Tourismusbetriebe, wie z.B. Ferienclubs und Freizeitanlagen
  • Gemeinden, z.B. in öffentlichen Sporthallen
  • Sportartikelindustrie

Aufgrund des steigenden Gesundheitsbewusstseins und der intensiveren Sportausübung vieler Menschen, hat sich die österreichische Sport- und Fitessbranche in den letzten Jahren positiv entwickelt. Dieser Trend wurde jedoch durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen unterbrochen. Viele Betriebe aus dem Sport- und Freizeitbereich wurden von der durch Corona ausgelösten wirtschaftlichen Krise besonders stark getroffen. Der Profisport hat aufgrund der Absage von Wettkämpfen und Veranstaltungen mit vielen Einbußen zu kämpfen. Die dadurch entstandenen finanziellen Belastungen werden viele Vereine, SportlerInnen und TrainerInnen auch in Zukunft spüren. Die Berufsaussichten in diesen Bereichen werden sich erst nach der Krise wieder langsam stabilisieren.

Berufe im Sport- und Fitnessbereich werden oftmals nur saisonal, als Ferien- und Nebenjob oder freiberuflich ausgeübt. Für eine ganzjährige Beschäftigung ist eine Kombination aus Winter- und Sommersportarten anzuraten. Der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und Kompetenzen, z.B. im Bereich Mentaltraining, Beratung oder in bestimmten Trendsportarten, können die Chancen am Arbeitsmarkt verbessern.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SporttrainerIn", dem der Beruf "SporttrainerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Ausbildungen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, insbesondere im Bereich Sport. Viele Ausbildungen mit diesem Schwerpunkt bieten z.B. Fächer wie Fitness, Gesundheit oder Ernährung an. Schulen mit dem Schwerpunkt Leistungssport zeichnen sich durch eine vertiefte sportliche Ausbildung zumeist in einer bestimmten Sportart sowie eine vertiefte sporttheoretische Ausbildung aus. Voraussetzungen für diese Ausbildungen sind unter anderem ein sportmedizinischer Test sowie eine erfolgreich absolvierte sportliche Eignungsprüfung.

An den Österreichischen Bundessportakademien kann die 3-jährige Ausbildung zum/zur Diplom-SportlehrerIn absolviert werden. Für diese Ausbildung ist die Ablegung einer Eignungsprüfung zum Nachweis der körperlichen und geistigen Eignung erforderlich. Zusätzlich bieten verschiedene nationale und regionale Sportverbände spezielle Sportausbildungen und Schulungen an.

Für weitere Informationen über Kurz- und Spezialausbildungen im Bereich Sport, siehe den Beruf SporttrainerIn und -instruktorIn (Kurz-/Spezialausbildung). Der Beruf kann auch auf akademischem Niveau erlernt werden, siehe den Beruf SporttrainerIn (UNI/FH/PH).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Universitäten, z.B. im Bereich Sportwissenschaften. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive.

Zudem können an den Österreichischen Bundessportakademien weitere Aus- und Weiterbildungen im Sportbereich absolviert werden.

Darüber hinaus können Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Training
  • Bewegungswissenschaften
  • Sportmanagement
  • Tennistraining
  • Mentaltraining
  • Sportmedizin
  • Sporternährungswissenschaften
  • Wellnessmanagement
  • Entspannungstraining
  • Sportjournalismus

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie Aufstiegschancen in diesem Berufsfeld bestehen z.B. im Bereich des Sportartikelhandels und der Sportartikelindustrie, im Veranstaltungsmanagement, im Tourismus und im Sportjournalismus. Auch im Consulting und Eventmanagement bestehen mit entsprechender Zusatzausbildung und Berufserfahrung Karrieremöglichkeiten.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des freien Gewerbes "Betrieb eines Fitnessstudios" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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