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BetriebsmanagerIn für Qualitäts- und Umweltmanagement

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.830,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BetriebsmanagerInnen, die auf den Bereich Qualitäts- und Umweltmanagement spezialisiert sind, nehmen neben allgemeinen umwelttechnischen Aufgaben insbesondere Qualitätssicherung und Audit-Aufgaben wahr. Ein Audit ist ein Untersuchungsverfahren.  Dieses betrachtet einzelne Prozesse und Zuständigkeiten im Produktions- und Fertigungssverfahren oder bei der Bereitstellung von Dienstleistungen.

Im Rahmen des Qualitätsmanagement beschäftigen sie sich mit der Festlegung und Kontrolle von Standards für betriebliche Leistungen. Das Aufgabengebiet beginnt mit der Rohstoff- und Werkstoffkontrolle, geht über die Festsetzung von Produktionszielen und der Kontrolle der Zwischenprodukte bis hin zur Endkontrolle. Sie versuchen, mit Hilfe statistischer Methoden, z.B. mittels Stichprobenprüfung zu ermitteln, wie hoch der Ausschussanteil ist. Zudem stellen sie sicher, dass ein Betrieb ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem einführt wird.

BetriebsmanagerInnen arbeiten an Lösungen die darauf abzielen, nicht nur entstandene negative Einflüsse zu beseitigen, sondern schon im Vorfeld dafür sorgen sollen, dass (durch das Unternehmen hervorgerufene) Umweltprobleme erst gar nicht entstehen.

Siehe auch die Berufe AuditorIn, WirtschaftsingenieurIn, QualitätsmanagerIn oder UmwelttechnikerIn.

Allgemein sind technisches Interesse und innovatives Denken naturgemäß Voraussetzungen sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Gute Sinneswahrnehmung (gutes Sehvermögen, guter Geruchssinn)
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Kreativität
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Gutes Auftreten, Kontaktfähigkeit
  • Beratungskompetenz und Zuverlässigkeit
  • Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000)

 

Häufig sind gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich. Als QualitätsmanagerIn ist ein sicherer Umgang mit MS-Office und ERP-Systemen nötig sowie Lean Management-Kenntnisse.

 

Lean Management („schlankes Management“) bedeutet letztendlich Prozessoptimierung. Sämtliche Prozesse und Aktivitäten sollen aufeinander abgestimmt werden, um Verschwendungen oder unerwünschte Verunreinigungen (z.B. durch chemische Stoffe) zu vermeiden.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt). Zusätzlich können sie die Funktion als BetrieblicheR AbfallbeauftragteR ausführen.

Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung, die voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein werden - Infolink der VOI (Verband Österreichischer Ingenieure).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmweltmanagerIn", dem der Beruf "BetriebsmanagerIn für Qualitäts- und Umweltmanagement" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Typische „Erstausbildung“ ist eine technische oder wirtschaftliche Ausbildung. Nötig sind fundierte Kenntnisse im Bereich Qualitätsmanagement und  Prozessmanagement.

Die Befähigung zur Qualitätskontrolle wird oft berufsbegleitend durch Aus- und Fortbildungslehrgänge erlangt.

FH: Z.B. Biotechnologisches Qualitätsmanagement, Business Process Engineering & Management. Marketing und Kommunikationsmanagement, Digital Marketing, Internationale Betriebswirtschaft.

Universitätslehrgang: Z.B. Qualitätsmanagement

TÜV: Ausbildung zum/r zertifizierten QualitätsauditorIn

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es existiert eine Anzahl an Kursen und Lehrgängen Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Beispiele sind Zertifizierung, Risikomanagement, Arbeitsorganisation, technisches Management, Innovations- und Technologiemanagement.

Ein spezielles Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Infos auf Refa-austria.at.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten können auch Produktionstechnik, Fertigungstechnik, Unfallvermeidung, Logistik und Vertrieb, PR und Marketing betreffen.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn oder GutachterIn.

Weitere berufliche Entwicklungsperspektiven bieten auch die Berufsbilder von Auditors, Industrial Engineers, Clinical Engineers. Darüber hinaus bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wie Unternehmens- und Betriebsberatung sowie Projektcoaching.

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