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TischlerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Siehe auch den Lehrberuf TischlereitechnikerIn (Lehrzeit: 4 Jahre)!

Tätigkeitsmerkmale

TischlerInnen fertigen und montieren Möbelstücke und Bauteile aus Holz und Kunststoffen und führen Reparaturarbeiten an diesen Produkten durch.

Im Baubereich fertigen TischlerInnen Fenster, Türen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Treppen an. In der Möbelerzeugung stellen sie Einrichtungsgegenstände (z.B. Tische, Sessel) her. Auch Kunsttischlerarbeiten wie die Restaurierung oder der Nachbau von Stilmöbeln unter Anwendung alter Handwerkstechniken gehören zu ihren Aufgaben.

In Industriebetrieben arbeiten Bau- und Möbeltischler oft in der Serienproduktion. Die Einstellung computergesteuerter Automaten, die einzelne Arbeitsschritte wie z.B. das Fräsen ausführen, ist in Industriebetrieben infolge verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen zu einem wesentlichen Tätigkeitsbereich der TischlerInnen geworden.

In Gewerbebetrieben beschäftigte TischlerInnen stellen in der Regel Einzelanfertigungen her. Unter Berücksichtigung der Kundenwünsche fertigen sie Entwurfskizzen an und führen in kleineren Betrieben alle Arbeiten von Beginn der Fertigung bis zur Montage durch, während in größeren Betrieben die Herstellung der einzelnen Erzeugnisse arbeitsteilig erfolgt. Die TischlerInnen wählen die verschiedenen Materialien wie Grob- oder Edelhölzer, Kunststoffe und verschiedene Hilfsmaterialien aus und schneiden den Werkstoff gemäß der Werkzeichnung zu. Dabei verwenden sie für gerade Schnitte eine Kreissäge und für runde Schnitte eine Bandsäge. Sie hobeln Bretter und andere Holzteile an den Auflageflächen mit Abrichthobelmaschinen (bzw. bei kleineren Flächen mit Handhobeln) und führen weitere Bearbeitungsverfahren (z.B. Bohren, Fräsen) durch. Die Bretter fügen sie, je nach Verwendungszweck, durch verschiedene Verbindungstechniken (z.B. Zinken, Zapfen, Nuten, Leimen, Nageln) zusammen.

Im Rahmen der Oberflächenbearbeitung leimen sie zur Verschönerung der Oberfläche dünne Deckblätter (Furniere) aus besonders wertvollen und schönen Holzarten auf weniger wertvolles Holz auf oder versehen Weichholzmöbel (zum Schutz der Oberfläche) mit Hartholzplatten. Schließlich behandeln die TischlerInnen die Oberflächen mit verschiedenen Beizlösungen, um die Holzerzeugnisse vor Witterungseinflüssen zu schützen und den Farbton des Holzes zu verstärken.

TischlerInnen fertigen und montieren Möbelstücke und Bauteile aus Holz und Kunststoffen und führen Reparaturarbeiten an diesen Produkten durch.

Im Baubereich fertigen TischlerInnen Fenster, Türen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Treppen an. In der Möbelerzeugung stellen sie Einrichtungsgegenstände (z.B. Tische, Sessel) her. Auch Kunsttischlerarbeiten wie die Restaurierung oder der Nachbau von Stilmöbeln unter Anwendung alter Handwerkstechniken gehören zu ihren Aufgaben.

In Industriebetrieben arbeiten Bau- und Möbeltischler oft in der Serienproduktion. Die Einstellung computergesteuerter Automaten, die einzelne Arbeitsschritte wie z.B. das Fräsen ausführen, ist in Industriebetrieben infolge verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen zu einem wesentlichen Tätigkeitsbereich der TischlerInnen geworden.

In Gewerbebetrieben beschäftigte TischlerInnen stellen in der Regel Einzelanfertigungen her. Unter Berücksichtigung der Kundenwünsche fertigen sie Entwurfskizzen an und führen in kleineren Betrieben alle Arbeiten von Beginn der Fertigung bis zur Montage durch, während in größeren Betrieben die Herstellung der einzelnen Erzeugnisse arbeitsteilig erfolgt. Die TischlerInnen wählen die verschiedenen Materialien wie Grob- oder Edelhölzer, Kunststoffe und verschiedene Hilfsmaterialien aus und schneiden den Werkstoff gemäß der Werkzeichnung zu. Dabei verwenden sie für gerade Schnitte eine Kreissäge und für runde Schnitte eine Bandsäge. Sie hobeln Bretter und andere Holzteile an den Auflageflächen mit Abrichthobelmaschinen (bzw. bei kleineren Flächen mit Handhobeln) und führen weitere Bearbeitungsverfahren (z.B. Bohren, Fräsen) durch. Die Bretter fügen sie, je nach Verwendungszweck, durch verschiedene Verbindungstechniken (z.B. Zinken, Zapfen, Nuten, Leimen, Nageln) zusammen.

Im Rahmen der Oberflächenbearbeitung leimen sie zur Verschönerung der Oberfläche dünne Deckblätter (Furniere) aus besonders wertvollen und schönen Holzarten auf weniger wertvolles Holz auf oder v ...

  • Kräftiger Körperbau: Tragen schwerer Holzteile
  • Gleichgewichtsgefühl: Montieren von Fenstern
  • Handgeschicklichkeit: Schleifen, Furnieren, Zinken
  • Fingerfertigkeit: Restaurieren von Stilmöbeln
  • Auge-Hand-Koordination: Hobeln, Bohren, Fräsen
  • Sehvermögen: exaktes Übertragen der Maße auf das Holz
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Beizen und Polituren
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Entwurfskizzen
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen der Maße
  • technisches Verständnis: Einstellen computergesteuerter Maschinen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • Reaktionsfähigkeit: Arbeiten an Kreis- und Bandsägen, Schleif- und Bohrmaschinen
  • Selbständigkeit: Herstellen von Einzelanfertigungen

Betriebe/Lehrbetriebe: TischlerInnen arbeiten in Tischlereibetrieben und Betrieben der holzverarbeitenden Industrie.

Lehrstellensituation: In den letzten Jahren ist die Zahl der Lehrlinge deutlich zurückgegangen, liegt jedoch jährlich insgesamt im unteren vierstelligen Bereich und damit auf hohem Niveau. Bei den Burschen zählt der Beruf immer noch zu den "Top 10" der beliebtesten Lehrberufe.

Unterschiede nach Geschlecht: Sehr viele Männer entscheiden sich für diesen Lehrberuf. Der Anteil der Frauen lag in den letzten Jahren knapp über 10 Prozent. In der Zukunft könnte dieser Anteil weiter steigen, da der moderne Produktionsablauf immer weniger körperliche Belastbarkeit erfordert.

Berufsaussichten: In Industriebetrieben arbeiten TischlerInnen oft in der Serienproduktion. In den meist kleinen oder mittleren Handwerksbetrieben ist ein deutlicher Trend zu Spezialisierungen feststellbar. Bei den industriellen wie auch gewerblichen Tischlereien wird in den kommenden Jahren ein leichter Beschäftigungsrückgang erwartet.

Beschäftigungsaussichten: TischlerInnen müssen mit schwierigen Beschäftigungsaussichten rechnen. Kenntnisse in den Bereichen Bauökologie und Design können die Beschäftigungsaussichten verbessern.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TischlerIn", dem der Beruf "TischlerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

TischlerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Tischlergewerbe (Arbeiter) 01.05.2018
Holz verarbeitende Industrie - Möbelindustrie (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) (Arbeiter) 01.05.2018
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.01.2018
TischlerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 3.600 3.520 3.352 3.260 3.090 2.873 2.562 2.360 2.254 2.159
weiblich 340 335 350 339 327 324 326 293 281 284
gesamt 3.940 3.855 3.702 3.599 3.417 3.197 2.888 2.653 2.535 2.443
Frauenanteil 8,6% 8,7% 9,5% 9,4% 9,6% 10,1% 11,3% 11,0% 11,1% 11,6%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
TischlerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
BootbauerIn nein
DrechslerIn nein
FassbinderIn nein
FertigteilhausbauerIn nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Fertigteilproduktion nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Sägetechnik nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Werkstoffproduktion nein
LeichtflugzeugbauerIn nein
ModellbauerIn nein
TischlereitechnikerIn - Schwerpunkt Planung ja >
TischlereitechnikerIn - Schwerpunkt Produktion ja >
WagnerIn nein
ZimmereitechnikerIn nein
Zimmerer/Zimmerin nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
> Die LAP des verwandten Lehrberufs ersetzt die LAP im beschriebenen Lehrberuf

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bieten das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) u.a. Kurse für CAD und CNC, Fräsen, Holzstiegenbau, Möbel- und Innenausbau, Oberflächenbehandlung, sowie Restaurieren und Handwerkstechniken an. Im Bereich der CAD bieten auch die Lehrwerkstätten "Jugend am Werk" in Wien Weiterbildungskurse an. Das Ausbildungszentrum Bundesdenkmalamt Kartause Mauerbach/NÖ bietet Kurse und Seminare im Bereich Restaurierung an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Meisterschule für Tischlerei und Raumgestaltung (2 Jahre) in Graz, die Meisterschule für Tischler (1 Jahr) in Villach/Ktn., Pöchlarn/NÖ und Hallstatt/OÖ, und das zur Reife- und Diplomprüfung führende Kolleg für Möbeldesign (2 Jahre, Voraussetzung: Abschluss einer einschlägigen Meisterschule) in St. Pölten.

Aufstiegsmöglichkeiten:

In größeren Betrieben können TischlerInnen zu ArbeitsvorbereiterInnen, VorarbeiterInnen oder WerkmeisterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für TischlerInnen in den Handwerken "Tischler", "Binder", "Bootbauer", "Drechsler" oder "Modellbauer" (Voraussetzung: Meisterprüfung) oder im Gewerbe "Wagner", das als "freies Gewerbe" eingestuft ist (kein Befähigungsnachweis erforderlich!). Weiters können TischlerInnen folgendes Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Zusammenbau von Möbelbausätzen".

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für TischlerInnen in folgenden reglementierten Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • TischlerIn, ModellbauerIn, BootbauerIn, BinderIn, DrechslerIn (verbundenes Handwerk)
  • Holzbau-MeisterIn

Weiters können TischlerInnen in folgenden freien Gewerben tätig sein:

  • Zusammenbau von Möbelbausätzen
  • WagnerIn
  • Erzeugung von Spielzeug

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 88
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