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REFA-TechnikerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.790,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

REFA-TechnikerInnen untersuchen Arbeitsabläufe, erstellen Schwachstellenanalysen, Zeit- und Bewegungsstudien, analysieren den Materialfluss sowie den Verschleiß an Werkzeugen, Geräten und Kleidung, beschäftigen sich mit Unfallschutz und erstellen Konzepte für Rationalisierungsmöglichkeiten. Neben diesen eher physisch-technischen Aufgaben beschäftigen sich REFA-Ingenieur(e)innen mit psycho-physischen Aspekten der Arbeit: Hier werden z.B. Ermüdungsstudien erstellt, Fragen wie Motivationsmaßnahmen, Leistungsanreiz und Verhütung von Überanstrengung untersucht. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist die sogenannte „REFA-Normalleistung“, die von REFA-Ingenieur(e)innen als Maßstab ermittelt wird: Es handelt sich dabei um eine Arbeitsausführung, die als besonders ausgeglichen, harmonisch und natürlich erlebt wird. Eine solche REFA-Normalleistung ist dadurch charakterisiert, dass sie von jedem geübten und voll eingearbeiteten Arbeitnehmer auf Dauer und als Durchschnittsleistung einer Schichtzeit erbracht werden kann, und dient dazu, die Soll-Zeit einer Arbeitsleistung zu bestimmen.

Die REFA-Lehre stützt sich auf Erkenntnisse der Arbeitswissenschaft, insbesondere auf die Ergebnisse technisch-organisatorischer, soziologischer, psychologischer und ökonomischer Arbeitsforschung und besteht im wesentlichen aus anwendungsbezogenem Methodenwissen auf den Gebieten der Arbeits- und Betriebsorganisation. Ziele der Arbeit von REFA-Ingenieur(e)innen sind sinnvoll gestaltete Arbeitsplätze und menschengerechte Arbeitsbedingungen sowie möglichst wirtschaftliche und humane Arbeitsabläufe zum Nutzen der ArbeitnehmerInnen und der Unternehmen, im weiteren Sinne zum Vorteil der gesamten Volkswirtschaft.

Eine typische Tätigkeit der Arbeit von REFA-Ingenieur(e)innen ist die Arbeitsplatzbewertung:

ArbeitsplatzbewerterInnen beschäftigen sich mit der Beschreibung und Analyse von Arbeitsplätzen hinsichtlich der fachspezifischen und individuellen Anforderungen, die von den Beschäftigten zu erfüllen sind. ArbeitsplatzbewerterInnen sind in Unternehmensberatungsbetrieben tätig, aber auch in der Industrie sowie in größeren Dienstleistungs- und Handelsunternehmen angestellt, wo sie hauptsächlich im Falle innerbetrieblicher Veränderungen (z.B. Einsatz neuer Technologien oder Umstellung der Produktpalette) eine Neubewertung der Arbeitsplätze vornehmen. Da ArbeitsplatzbewerterInnen durch ihre Tätigkeit gründliche Kenntnisse des gesamten Betriebes erwerben, werden sie auch zur Beratung bei der Vereinbarung von Akkordvorgaben, bei Rationalisierungen und anderen betrieblichen Organisationsfragen hinzugezogen. Als Grundlage für eine Arbeitsplatzbewertung dient die zwischen Direktion und Betriebsrat vereinbarte Prioritätenliste (Anforderungsliste) der für die Tätigkeiten im Betrieb erforderlichen Fähigkeiten. ArbeitsplatzbewerterInnen beschreiben systematisch alle Arbeitsplätze, analysieren sie hinsichtlich der vorgegebenen Anforderungsliste, stellen fest, welche Voraussetzungen für jeden Arbeitsplatz zu erfüllen sind, welche Verantwortung zu übernehmen ist und welche arbeitsumfeldbedingten physischen und psychischen Belastungen auftreten. Diese Analysen sind Grundlage für den Vergleich einzelner Arbeitsplätze und beeinflussen die Höhe der Löhne. Deshalb sind auch die auf Grund der Analyse vorgeschlagenen Umwertungen in der Regel von Geschäftsführung und Betriebsrat zu genehmigen. Um eine möglichst hohe Objektivität der Ergebnisse zu gewährleisten, verwenden ArbeitsplatzbewerterInnen bei ihrer Analysetätigkeit so weit wie möglich genormte Messgeräte. Sie stellen damit z.B. Belastungen (durch Staub, Lärm) oder den erforderlichen Kraftaufwand an bestimmten Arbeitsplätzen exakt fest.

ArbeitsplatzbewerterInnen informieren sich laufend über arbeitsrechtliche Vorschriften und Kollektivverträge sowie über alle für den Betrieb wesentlichen technologischen Neuerungen. Bei der Einführung neuer Technologien untersuchen sie die Auswirkungen auf die vorhandenen Arbeitsplätze und stellen ihr Fachwissen bei Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zur Verfügung.

REFA-TechnikerInnen untersuchen Arbeitsabläufe, erstellen Schwachstellenanalysen, Zeit- und Bewegungsstudien, analysieren den Materialfluss sowie den Verschleiß an Werkzeugen, Geräten und Kleidung, beschäftigen sich mit Unfallschutz und erstellen Konzepte für Rationalisierungsmöglichkeiten. Neben diesen eher physisch-technischen Aufgaben beschäftigen sich REFA-Ingenieur(e)innen mit psycho-physischen Aspekten der Arbeit: Hier werden z.B. Ermüdungsstudien erstellt, Fragen wie Motivationsmaßnahmen, Leistungsanreiz und Verhütung von Überanstrengung untersucht. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist die sogenannte „REFA-Normalleistung“, die von REFA-Ingenieur(e)innen als Maßstab ermittelt wird: Es handelt sich dabei um eine Arbeitsausführung, die als besonders ausgeglichen, harmonisch und natürlich erlebt wird. Eine solche REFA-Normalleistung ist dadurch charakterisiert, dass sie von jedem geübten und voll eingearbeiteten Arbeitnehmer auf Dauer und als Durchschnittsleistung einer Schichtzeit erbracht werden kann, und dient dazu, die Soll-Zeit einer Arbeitsleistung zu bestimmen.

Die REFA-Lehre stützt sich auf Erkenntnisse der Arbeitswissenschaft, insbesondere auf die Ergebnisse technisch-organisatorischer, soziologischer, psychologischer und ökonomischer Arbeitsforschung und besteht im wesentlichen aus anwendungsbezogenem Methodenwissen auf den Gebieten der Arbeits- und Betriebsorganisation. Ziele der Arbeit von REFA-Ingenieur(e)innen sind sinnvoll gestaltete Arbeitsplätze und menschengerechte Arbeitsbedingungen sowie möglichst wirtschaftliche und humane Arbeitsabläufe zum Nutzen der ArbeitnehmerInnen und der Unternehmen, im weiteren Sinne zum Vorteil der gesamten Volkswirtschaft.

Eine typische Tätigkeit der Arbeit von REFA-Ingenieur(e)innen ist die Arbeitsplatzbewertung:

ArbeitsplatzbewerterInnen beschäftigen sich mit der Beschreibung und Analyse von Arbeitsplätzen hinsichtlich der fachspezifischen und individuellen Anforderungen, die von den Beschäftigten zu e ...

Berufliche Anforderungen sind neben technischem Verständnis und einer einschlägigen Ausbildung (Bereitschaft zur fachlichen Weiterbildung ist obligatorisch) vor allem Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit. Viele der Berufe im Außendienst verlangen ein hohes Maß an Reisebereitschaft und Mobilität, im Servicebereich ist darüber hinaus zum Teil mit extrem unterschiedlichen Arbeitszeiten zu rechnen. Berufsvoraussetzungen für Funktionen in diesem Bereich ist eine einschlägige berufsbildende Vorbildung (vor allem Wirtschaftsingenieurwesen oder ähnliche HTL-Ausbildungen). Allgemein sind technisches Interesse, logisch-analytisches Denken, die Fähigkeit zu innovativem Denken naturgemäß Voraussetzungen für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich. Team- und Kommunikationsfähigkeit sind ebenso erforderlich wie die Bereitschaft zu intensiven Arbeitsbedingungen. Für manche Einsatzgebiete sind auch verschiedene körperlich-physische Voraussetzungen notwendig (z.B. Arbeit unter Tag, unter großer Hitzeentwicklung, in großer Höhe u.v.a.m.).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei allen gewerblichen und industriellen Betrieben in den verschiedenen Abteilungen, aber auch in Stabsstellen. Weitere wichtige Arbeitsmöglichkeiten sind technische Prüfung und Kontrolle, die Mitarbeit in Ingenieurbüros, aber auch der Unterricht an technischen (Hoch )Schulen, die Mitarbeit in technischen Verlagen u.a.m. Beschäftigungsmöglichkeiten für Wirtschaftsingenieur(e)innen bestehen vor allem in Großunternehmen im industriellen Sektor. Die Aufgabenfelder reichen hier von speziellen Bereichen (z.B. Personal, Produktion, Logistik) bis hin zu zentralen Managementpositionen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als Konsulentinnen/Konsulenten, GutachterInnen u.ä.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftsingenieurIn", dem der Beruf "REFA-TechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Da es sich beim Berufsbereich der technischen Angestellten um keinen speziellen Fachbereich handelt, kommen für Berufe in diesem Bereich prinzipiell alle technisch orientierten Ausbildungen (Fachschulen, höhere technische Lehranstalten) in Betracht. Insbesondere Ausbildungen im Bereich Betriebsmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschineningenieurwesen bieten gute Voraussetzungen für dieses Berufsfeld. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten z.B. Aufbaulehrgänge, Studienberechtigungsprüfungen, Meister- und Werkmeisterprüfungen. Darüber hinaus besteht - je nach Bildungsabschluss die Möglichkeit für Berufstätige - einer Höhere Lehranstalt für Berufstätige oder ein Kolleg für Berufstätige zu besuchen. Für FachschulabsolventInnen sowie sonstige Personen, die auf Grund ihres Bildungsabschlusses über keine Studienberechtigung verfügen, besteht die Möglichkeit eine Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung abzulegen. Die Berufsreifeprüfung berechtigt zum Besuch aller Ausbildungsmöglichkeiten, die ab Maturaniveau angeboten werden, die Studienberechtigungsprüfung führt zu eingeschränkten Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb eines bestimmten Faches oder Bereichs: Ab Maturaniveau stehen prinzipiell alle Bachelorstudien und Diplomstudien, die an öffentlichen Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen angeboten werden offen (für einige Studienrichtungen sind allerdings Aufnahmeverfahren zu absolvieren). Zum Besuch von Fachhochschul-Studiengängen sind grundsätzlich auch für Personen mit abgeschlossener Fachschul- oder Lehrberufsausbildung berechtigt (allerdings ist in der Regel ein erweitertes Aufnahmeverfahren zu absolvieren). Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. Ergänzend ist auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen.

Die konkreten Ausbildungsanforderungen hängen vom konkreten Berufsfeld ab. Allgemein lässt sich allerdings feststellen, dass technische Ausbildungen, die Qualifikationen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen beinhalten, für Berufe in diese Bereich besonders gute Voraussetzungen bieten.

Darüber hinaus werden für viele Spezialaufgaben Weiterbildungs- und Spezialisierungskurse (Wirtschaftsingenieurwesen, technisches Management, Innovationsmanagement, Qualitätssicherung u.a.m.) angeboten. Als Aus- und Weiterbildungen für Berufe in diesem Bereich kommen grundsätzlich alle technisch orientierten Studienrichtungen (insbesondere im Bereich des Maschinenbaus) in Betracht. Beispiel ist die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen mit ihren verschiedenen Studienzweigen.

Darüber hinaus bietet eine Anzahl an Kursen und Lehrgängen Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Beispiele sind Qualitätssicherung und Zertifizierung, Sicherheitstechnik, Arbeitsorganisation, technisches Management, Innovations- und Technologiemanagement u.a.m.

Ein spezielles Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Je nach erreichter Qualifikation sind bestimmte Aufgabenbereiche möglich, die durch folgende Berufsbezeichnungen charakterisiert sind: REFA-SachbearbeiterInnen, REFA-Fachmann/ frau, REFA-TechnikerInnen für Industrial Engineering, REFA-OrganisationsassistentInnen, REFA-OrganisatorInnen, REFA-Ingenieur(e)innen für Industrial Engineering.

Andere Weiterbildungsmöglichkeiten für WirtschaftstechnikerInnen können z.B. Produktionstechnik, Fertigungstechnik, Logistik, Vertrieb betreffen. Aber auch alle Managementfunktionen bieten Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Weiterbildungsanforderungen für WirtschaftstechnikerInnen.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik). Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen ist für solche Karriereschritte üblicherweise grundsätzlich erforderlich. Für kaufmännische Leitungsfunktionen sind darüber hinaus in der Regel eine kaufmännische (Grund )Ausbildung sowie in der Praxis erworbene Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzierung und Personalwesen notwendig. Für leitende Funktionen im Verkauf, aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben, sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar. Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung: Es handelt sich dabei um einen europaweit einheitlich anerkannten Berufstitel für Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung; obwohl es sich hier eher um einen Formalismus handelt, wird die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn in Zukunft voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein.

Weitere berufliche Entwicklungsperspektiven bieten auch die Berufsbilder von Auditors, Industrial Engineers, Clinical Engineers u.a.m.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Berufe mit Kurz- oder Spezialausbildung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: SICHERHEIT UND RECHT - Sicherheit und Recht, Seite 69
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