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VermessungstechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Das Vermessungswesen ist ein sehr vielfältiger Aufgabenbereich, der sich mit der genauen Erfassung von Grundstücksgrenzen, Bauwerksmaßen, Straßenverläufen, Waldgrenzen usw. befasst. Die Daten werden mit verschiedenen Messgeräten (z.B. Winkelmessgerät bzw. Theodolit) im Freien aufgenommen und dann in Karten übertragen. Diese Karten dienen vor allem zur Darstellung der Geländeformationen und -gegebenheiten, zur Anzeige der Besitzverhältnisse an Grund und Boden, als Grundlage für die genaue Festlegung des Standortes von Bauwerken (z.B. Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Straßen und Wege, Brücken, Kanäle, Lifte usw.) sowie als Planungsgrundlage für die Flächenwidmung. Die meisten Arbeiten im Vermessungswesen erfolgen heute mit elektronischen Mess- und Aufnahmegeräten, welche die Messdaten automatisch speichern, sodass sie zur Erstellung von Plänen und Karten direkt auf einen Computer übertragen werden können. Bisher war die Ausbildung der VermessungstechnikerInnen zwar lehrberufsähnlich aufgebaut (praktische Ausbildung im Betrieb in Kombination mit einer berufsschulähnlichen theoretischen Ausbildung), aber lediglich im Kollektivvertrag für die Angestellten der Architekten und Ingenieurkonsulenten geregelt. Dadurch waren einige Berechtigungen, die mit einer offiziell anerkannten Lehrabschlussprüfung verbunden sind, für VermessungstechnikerInnen nicht gegeben. Daher wurde nun diese Ausbildung als Lehrberuf eingerichtet. Wenn sie im Außendienst beschäftigt sind, erfassen die VermessungstechnikerInnen die Daten im Gelände. Mit den dafür erforderlichen Geräten (insbesondere digitalen Geräten und Präzisionsnivelliergeräten) nehmen die VermessungstechnikerInnen Höhenmessungen vor. Sie messen Distanzen, Richtungen, Strecken und Bauwerke. Dafür verwenden sie Theodoliten und Distanzmessgeräte, die direkt, optisch und elektronisch funktionieren. Außerdem wenden sie für die Messungen codierte Methoden und das Globale Positionierungssystem (GPS) an. Sie kennen die Messgenauigkeit der von ihnen verwendeten Geräte und wissen, wie sich etwaige Fehler auf die Ergebnisse auswirken können. Natürlich trachten sie auch danach, diese Fehler zu beseitigen. Ein Schwerpunkt der Arbeit von VermessungstechnikerInnen ist die Datenauswertung. Sie wandeln die Messergebisse mittels trigonometrischer und geodätischer Berechnungen um. Dabei verwenden sie technische Taschenrechner und EDV-Programme, (vor allem CAD - Programme; computer aided design = computergestütztes Design). Danach fertigen die VermessungstechnikerInnen Skizzen an, bzw. erneuern diese oder führen sie fort. Sie berechnen und konstruieren Höhenschichtlinien sowie Längs- und Querprofile, sie berechnen Kubaturen und Massen und erfassen Leitungen und unterirdische Einbauten. Dafür setzen sie auch Luftbilder ein. Die VermessungstechnikerInnen erstellen sie die Pläne sowohl in analoger als auch in digitaler Form, wobei sie die einschlägigen Vorschriften (Verordnungen, Normen usw.) beachten. Außerdem berücksichtigen die VermessungstechnikerInnen die Verwendung normgerechter Papierformate, die normgerechte Blatteinteilung und das normgerechte Planfalten. Für die Planerstellung arbeiten sie mit ganz bestimmten Zeichenträgern, die in ihrer Beschaffenheit jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile für die Bearbeitung haben. Weiters bestehen einschlägige Normen und Signaturvorschriften für das Zeichnen und Anfertigen von Plänen, die von den VermessungstechnikerInnen bei der Erfassung der Daten berücksichtigt werden müssen. Die erfassten Daten werden abschließend dokumentiert und archiviert. Schließlich verfügen die VermessungstechnikerInnen auch über Kenntnisse der berufsbezogenen Rechtsvorschriften (Bauordnung, Raumordnungsgesetz, Grundbuchsgesetz, Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetze (AVG), Vermessungsgesetz und Vermessungsverordnung). Zu ihren Tätigkeiten gehören auch die Erhebungen bei Behörden und Leitungsbetreibern (vor allem Vermessungsamt, Grundbuchsgericht und Baubehörden), das Abfragen aus der Grundstücksdatenbank sowie Kenntnisse über Koordinatensysteme und die Einteilung des amtlichen Mappenblattschnitts.

Das Vermessungswesen ist ein sehr vielfältiger Aufgabenbereich, der sich mit der genauen Erfassung von Grundstücksgrenzen, Bauwerksmaßen, Straßenverläufen, Waldgrenzen usw. befasst. Die Daten werden mit verschiedenen Messgeräten (z.B. Winkelmessgerät bzw. Theodolit) im Freien aufgenommen und dann in Karten übertragen. Diese Karten dienen vor allem zur Darstellung der Geländeformationen und -gegebenheiten, zur Anzeige der Besitzverhältnisse an Grund und Boden, als Grundlage für die genaue Festlegung des Standortes von Bauwerken (z.B. Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Straßen und Wege, Brücken, Kanäle, Lifte usw.) sowie als Planungsgrundlage für die Flächenwidmung. Die meisten Arbeiten im Vermessungswesen erfolgen heute mit elektronischen Mess- und Aufnahmegeräten, welche die Messdaten automatisch speichern, sodass sie zur Erstellung von Plänen und Karten direkt auf einen Computer übertragen werden können. Bisher war die Ausbildung der VermessungstechnikerInnen zwar lehrberufsähnlich aufgebaut (praktische Ausbildung im Betrieb in Kombination mit einer berufsschulähnlichen theoretischen Ausbildung), aber lediglich im Kollektivvertrag für die Angestellten der Architekten und Ingenieurkonsulenten geregelt. Dadurch waren einige Berechtigungen, die mit einer offiziell anerkannten Lehrabschlussprüfung verbunden sind, für VermessungstechnikerInnen nicht gegeben. Daher wurde nun diese Ausbildung als Lehrberuf eingerichtet. Wenn sie im Außendienst beschäftigt sind, erfassen die VermessungstechnikerInnen die Daten im Gelände. Mit den dafür erforderlichen Geräten (insbesondere digitalen Geräten und Präzisionsnivelliergeräten) nehmen die VermessungstechnikerInnen Höhenmessungen vor. Sie messen Distanzen, Richtungen, Strecken und Bauwerke. Dafür verwenden sie Theodoliten und Distanzmessgeräte, die direkt, optisch und elektronisch funktionieren. Außerdem wenden sie für die Messungen codierte Methoden und das Globale Positionierungssystem (GPS) an. ...

  • Physische Ausdauer: Vermessungstätigkeit im Außendienst, oft in schwierigem Gelände
  • Handgeschicklichkeit: präzises Einstellen und Bedienen der Messgeräte
  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Computertastatur beim Auswerten der Messdaten und beim Planzeichnen
  • Auge-Hand-Koordination: Einrichten der Messgeräte, Erstellen und Überprüfen von Plänen am Computer
  • Sehvermögen: Einrichten der Messgeräte, Planzeichnen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Vermessen und Erfassen von Geländeformationen, Bauwerken usw.
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Durchführen und Kontrollieren zahlreicher Berechnungen bei der Datenerfassung und -auswertung, Erkennen von Messfehlern
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team, vor allem bei Vermessungsarbeiten im Außendienst
  • logisch-analytisches Denken: Auswerten und Darstellen der Vermessungsdaten
  • generelle Lernfähigkeit: rasches Einstellen auf die Erfordernisse unterschiedlicher Vermessungsprojekte, regelmäßige Weiterbildung über neue Entwicklungen im Vermessungswesen

Als Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für VermessungstechnikerInnen kommen Vermessungsbüros, ZiviltechnikerInnen, Vermessungsämter von Bundesländern und Großgemeinden, große Unternehmen mit Vermessungsabteilungen (Baufirmen, Kraftwerksgesellschaften, ÖBB) oder das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Frage. Die Berufs- und Beschäftigungsaussichten in diesem Beruf werden sich erst in den nächsten Jahren herauskristallisieren, da er als Lehrberuf erst im Jahr 1998 eingerichtet wurde. Aber es ist zu bedenken, dass die Arbeitsmarktlage für VermessungstechnikerInnen schon bisher infolge des bestehenden Überangebotes an Geodäten nicht besonders günstig war; überdies gibt es auch eine Tendenz, in den Aufgabenbereichen der VermessungstechnikerInnen eher DiplomingenieurInnen einzusetzen. Der Beruf steht Männern und Frauen gleichermaßen offen, zur Zeit finden sich jedoch mehr Burschen als Mädchen unter den Lehrlingen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "VermessungstechnikerIn", dem der Beruf "VermessungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

VermessungstechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Architekten, Ingenieurkonsulenten, Ziviltechniker (Angestellte) 01.01.2018
Technische Büros, Ingenieurbüros (Angestellte) 01.01.2018
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.11.2017
VermessungstechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 153 169 169 150 141 137 141 128 133 130
weiblich 26 27 25 25 31 29 23 19 16 19
gesamt 179 196 194 175 172 166 164 147 149 149
Frauenanteil 14,5% 13,8% 12,9% 14,3% 18,0% 17,5% 14,0% 12,9% 10,7% 12,8%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
VermessungstechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bautechnische/r Zeichner/in nein
Geoinformationstechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Bautechnik (Ausbildungszweige "Maurer und Zimmerer", "Bauinformatik"), Höhere Lehranstalt für Bautechnik (Ausbildungsschwerpunkte "Hochbau", "Tiefbau", "Umwelttechnik", "Bauwirtschaft"); Höhere Lehranstalt für Innenraumgestaltung und Holztechnik (Ausbildungsschwerpunkte "Holztechnik" und "Innenraumgestaltung und Möbelbau").

VermessungstechnikerInnen müssen sich auf dem Gebiet der Bautechnik, Elektrotechnik, EDV und CAD regelmäßig weiterbilden. Möglichkeiten dazu bieten Weiterbildungskurse des Berufsförderungsinstitutes (bfi) und des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI). Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung "Bauwesen" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Bautechnik, Farbe und Gestaltung (2 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkte "Hochbau" oder "Bauwirtschaft" (4 Jahre).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bau (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Bau und Gebäudeservice, Seite 39
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Bau, Holz, Gebäudetechnik, Seite 16
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