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WerkstofftechnikerIn - Metallische Werkstoffe (MetallurgIn)

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Glas, Keramik und Stein
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.710,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Metall-WerkstofftechnikerInnen beschäftigen sich mit ingenieurwissenschaftlichen, also anwendungsorientierten Aspekten der Gewinnung und der technischen Verarbeitung und Veredelung des Werkstoffes Metall sowie mit Legierungen und Verbundwerkstoffen. 

Eingeschlossen ist die Weiterverarbeitung zu Bauteilen und Systemen sowie das Recycling der Metalle und die Verwertung der bei der Verarbeitung anfallenden Nebenprodukte. Dies umfasst auch die Bereiche Verfahrenstechnik, Schweißtechnologie, Laserzuschnitt, Korrosionsschutz und Oberflächentechnik.

Sie beschäftigen sich mit der Entwicklung, Prüfung, Analyse und Kontrolle von Werkstoffen. Sie arbeiten in den Sparten der Metall verarbeitenden Industrie, des Stahl- und Maschinenbaues, in Schweißbetrieben, Härtereien und Gießereibetrieben und im Bereich der Qualitätssicherung bzw. im Qualitätsmanagement.

Aktuelle Themen und Forschungsgebiete sind: Z.B. Kunststoff-Metall-Hybridstrukturen etwa für den Automobilbau und Leichtflugzeugbau (v.a. im Kontext zur energieefizienten, umweltschonenden Mobilität), Kunststoff-Aluminium Systeme für Gebäude, Verpackungen aus Kunststoff und Metall (Milch-, Suppenpackerl etc.) für die Nahrungsmittelindustrie.

Siehe auch den Kernberuf WerkstofftechnikerIn sowie MetallverfahrenstechnikerIn, VerbundstofftechnikerIn, WerkstofftechnikerIn.

Kenntnisse in Mathematik, Mechanik, Kinematik, Hydraulik und Messtechnik sind bereits vor der Ausbildung von Vorteil.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis (Gießereitechnik, Fertigungstechnik, Werkstofftechnik) sowie

  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Laufstegen an Großanlagen
  • Handwerkliches Geschick
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Belastung durch Lärm, Hitze, Dämpfe, Staub
  • Körperliche Belastbarkeit: Montage schwerer Gegenstände, Hüttenarbeit
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: In Produktionsstätten herrscht meist Schichtbetrieb
  • Umgang mit Softwaretools: Analysen und Simulationen
  • Teamarbeit
  • Einhalten von Sicherheitsvorschriften: Hantieren mit Chemikalien (Säuren, Laugen)

 

Wichtig ist auch innovative Kompetenz bei der Planung von Anlagen oder der Neueinführung von Produkten.

Berufliche Möglichkeiten für WerkstofftechnikerInnen bestehen im Bergbau und weiteren Industriezweigen, wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Gebrauchsgüterindustrie sowie im Bauwesen. Metalle zählen zu den wichtigsten Werkstoffen. Die Metallurgie nimmt daher eine Schlüsselposition ein.

Ebenso große Bedeutung haben die Werkstoffwissenschaften: Da hoch entwickelte Werkstoffe in die Gruppe der Schlüsseltechnologien eingereiht werden, haben in den letzten 15 Jahren nahezu alle Industriestaaten Schwerpunkte für Werkstoffforschung und Werkstofftechnologie eingerichtet. Berufliche Einsatzfelder bestehen z.B. in der Metall- und Baustoffindustrie.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WerkstofftechnikerIn", dem der Beruf "WerkstofftechnikerIn - Metallische Werkstoffe (MetallurgIn)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungsmöglichkeiten bestehen grundsätzlich im Bereich Werkstoffingenieurwesen und (Technische) Chemie. Beispiele:

BHS - Technik, HLA Werkstoffingenieurwesen

Fachschule für Sehbehinderte und -Blinde, Ausbildungszweig Metall
Höhere Lehranstalten:
HLAfür Werkstoffingenieurwesen - Metallische Werkstoffe
HLA für Werkstofftechnik - Metallurgie und Umwelttechnik

Kolleg für Chemie - Technische Chemie.
Kolleg/Aufbaulehrgang für Chemie, Ausbildungszweig Instrumentelle Analytik
Werkmeisterschule für Berufstätige des WIFI OÖ und Vorarlberg.
Werkmeisterschule (Maschinenbau).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es z.B. in den Bereichen Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement sowie Sicherheitstechnik.

Zum Teil gibt es auch enge fachliche Verflechtungen zu Bereichen wie Verfahrens- und Produktionstechnik. Darüber hinaus gibt es Weiterbildungsangebote im Bereich z.B. Entsorgungs- und Umwelttechnik. Für spezifische Anwendungen und Einsatzbereiche - z.B. Bautechnik - gibt es ebenfalls Spezialisierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Werkstofftechnik für spezielle Anforderungen im Bauwesen wie Hitzeresistenz, Leitwerte u.a.m.).

Lehrgänge: Z.B. Korrosions-Expert, Uni  Leoben. Verbundwerkstoffe (akademisch geprüfteR Composite-IngenieurIn, FH OÖ).

Aufstiegsmöglichkeiten bieten z.B. Funktionen wie Abteilungsleitung/Entwicklung oder Produktion; Qualitätsmanagement, Betriebstechnik und Produktionsorganisation sind Abteilungen, in denen Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Darüber hinaus gibt es auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Verkauf (Key-Account-Funktionen).

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