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Umwelttechnikerin in der Werkstofftechnik

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Maschinen, Kfz und Metall / Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.710,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Im Bereich Umwelttechnik beschäftigen sich Fachleute aus der Werkstofftechnik vorwiegend mit der Planung und Umsetzung von Umweltschutzauflagen bzw. Umweltschutzmaßnahmen bei der Herstellung und Verarbeitung von Werkstoffen.

Der Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und umfasst z.B.

  • Entwicklung und Testen von Behältnissen für Precycling (z.B. bruchfeste Mehrweggläser zur Abfallvermeidung)
  • Analyse von modernen, umweltschonenden Verarbeitungsverfahren zur Produktentwicklung
  • Beobachtung, Erkennung und Bewertung der im Unternehmen eingesetzten Techniken (Produktion) und deren Auswirkungen auf die Umwelt
  • Entwicklung und Ermittlung von Werkstoffkennziffern und Werkstoffeigenschaften, wie z.B. Schwingfestigkeitsprüfung bei biologischen Baustoffen 
  • Entwicklung "grüner" Werkstoffe (z.B. biologisch abbaubare Plastiktüten)
  • Prüfung der Bioabbaubarkeit von Produkten (Umweltgütesiegel)
  • u.v.a.

 

Fachleute sind verantwortlich für die Kontrolle umweltgerechter Verfahrensabläufe sowie die Kommunikation mit Behörden, Anrainern oder Interessenvertretungen.

Ihre Tätigkeit ähnelt einer Kombination der Tätigkeit von Maschinenbau-, Verfahrens- und EntwicklungstechnikerInnen. Wesentliche Elemente: Elektronik, Automation, Biologie, Ökologie, Werkstoffprüfung, Umweltanalytik sowie Projektmanagement.

Siehe auch den Kernberuf WerkstofftechnikerIn oder VerfahrenstechnikerIn (Technischer Umweltschutz), UmwelttechnikerIn (Recyclingtechnik) sowie den Lehrberuf WerkstofftechnikerIn.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis und die Freude an Mathematik, Chemie und Physik (Berechnungen, Stoffkunde Thermodynamik).

  • Analytisches Denkvermögen
  • Interesse an Mikrobiologie und Toxikologie: Giftige Chemikaliien, Schadstoffe
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Organisations- und Kommunikationsgschick: Innerbetriebliche Infoveranstaltungen und Präsentationen zum Thema Umwelttechnik im Betrieb
  • Sicherheitsvorschriften beachten: Hantieren mit Chemikalien (Säuren, Laugen)
  • Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Statistik
  • Englischkenntnisse: Lesen von Fachliteratur

 

In Jobausschreibungen werden oft folgende Anforderungen formuliert:

  • Fähigkeit zur Erfassung und verständlichen Darstellung und Vermittlung komplexer Sachverhalte und Zusammenhänge
  • Umgang mit geobasierten Umweltinformationssystemen

Berufliche Möglichkeiten: Fast allen technisch-industriellen Betriebe, insbesondere aber im Anlagebau, in der Kunststoffindustrie (dazu gehören Betriebe, die Kunststoffe erzeugen und verarbeiten sowie Betriebe, die Maschinen zur Kunststofferzeugung produzieren) in vielen weiteren Industriezweigen, wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Verpackungs- und Gebrauchsgüterindustrie, in der Gummi-, Lack oder Chemiefaserindustrie sowie im Bauwesen.

Aufgrund des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist es erforderlich, dass jeder Betrieb (ab 100 MitarbeiterInnen) den Behörden eineN betrieblicheN AbfallbeauftragteN bekannt gibt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmwelttechnikerIn", dem der Beruf "Umwelttechnikerin in der Werkstofftechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungsmöglichkeiten bieten Schulen im Bereich Werkstoffingenieurwesen und Chemie. Beispiele für Ausbildungsmöglichkeiten:

HLA Werkstoffingenieurwesen (Eisenstadt, Kapfenberg)
HLA für Werkstoffingenieurwesen - Kunststoff- und Umwelttechnik (Wien)
HLA für Werkstofftechnik - Metallurgie und Umwelttechnik (Leoben)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Chemie, Ausbildungszweig Instrumentelle Analytik (Wien)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Kunststoff- und Umwelttechnik (Wien)

Die Befähigung im Bereich Umwelttechnik wird üblicherweise berufsbegleitend durch Aus- und Fortbildungslehrgänge erlangt.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Viele der notwendigen Kenntnisse und Befähigungen (z.B. Öko-Auditing) werden berufsbegleitend erworben. Lehrgänge wie Umweltmanagement, Management und Umwelt oder Projektmanagement bieten Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Gebiet an.

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. die Studienrichtungen Kunststofftechnik, Werkstoffwissenschaften sowie Chemie und Technische Chemie, Verfahrens- und Produktionstechnik.

Darüber hinaus gibt es Weiterbildungsangebote im Bereich z.B. Entsorgungs- und Umwelttechnik, Werkstofftechnik für spezielle Anforderungen im Bauwesen wie Hitzeresistenz und Leitwerte).

Universitätslehrgänge: Z.B. Korrosions-Expert, Uni Leoben. Verbundwerkstoffe (akademisch geprüfteR Composite-IngenieurIn, FH OÖ).

Aufstiegsmöglichkeiten bieten z.B. Funktionen wie Abteilungsleitung/Entwicklung oder Produktion, Qualitätsmanagement, Betriebstechnik und Produktionsorganisation.

Darüber hinaus gibt es auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Verkauf (Key-Account-Funktionen). Sie können sich auch allgemein (auch außerhalb des Unternehmens) mit der Beobachtung, Erkennung und Bewertung von Technologietrends befassen, etwa bei LieferantInnen oder bei den nachgelagerten Stellen.

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