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WerkstoffinformatikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.710,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Werkstoffinformatik umfasst die Konzeption, Entwicklung, Wartung und das Customizing von Informationsverarbeitungs-Systemen im Werkstoffwesen.

Customizing ist das Anpassen der Standardsoftware an kundenindividuelle Anforderungen. Dies setzt fundierte Kenntnisse der Werkstofftechnik voraus. WerkstoffinformatikerInnen befassen sich mit der Simulation um verschiedene Zusammenhänge herauszufinden und spezifische Fragen zu beantworten, z.B: Wie reagieren Materialien auf extreme Belastungen (Feuer, hoher Druck, starke Temperaturschwankungen).

WerkstoffinformatikerInnen übernehmen dazu die Modellierung komplexer Systeme (Prozesse, Geräte, Anlagen) und führen werkstoffkundliche Standardversuche durch, wie z.B. Zug- und Ermüdungsversuche, bruchmechanische Versuche, Bildanalyse von Mikrostrukturen. Ziel ist es, Lösungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Informatik auf die Probleme der Werkstofftechnik zu finden. Das Gebiet der Angewandten Informatik in der Werkstofftechnik umfasst z.B.

  • Objektorientierte Modelle, Prozesse und Datenbanken (z.B. thermomechanische Behandlung, Parameterstudien usw.)
  • Informationslogistik (energiesparende Produktionsprozesse)
  • Künstliche Intelligenz (Erkennung von Dehngrenzen bei der plastischen Verformung)
  • Informations- und Wissensmanagement
  • Projektmanagement (Kosten, Zeit, Ressourcen, Qualität)
  • Intelligente Überwachung und Steuerung (von Fertigungsprozessen)
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufe WerkstofftechnikerIn, InformatikerIn und WirtschaftsinformatikerIn.

Logisch-analytisches Denkvermögen und hohes Abstraktionsvermögen, mathematische Kenntnisse (Angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Teamfähigkeit, Entscheidungskompetenz, sehr gute Ausdrucksfähigkeit.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse und manchmal auch interkulturelle Kompetenzen (Teamarbeit, Kundenorientiertheit).

TechnikerInnen, die auf den Bereich Werkstoffinformatik spezialisiert sind, arbeiten in IT- und EDV-Bereichen wie Computersimulation, Netzwerktechnik, Datenbanken, Online-Qualitätssicherung.

Berufliche Möglichkeiten für WerkstofftechnikerInnen bestehen neben der nach wie vor expandierenden Kunststoffindustrie (dazu gehören Betriebe, die Kunststoffe erzeugen und verarbeiten sowie Betriebe, die Maschinen zur Kunststofferzeugung produzieren) in vielen weiteren Industriezweigen, wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Verpackungs- und Gebrauchsgüterindustrie, in der Gummi-, Lack oder Chemiefaserindustrie sowie im Bauwesen.

BauinformatikerInnen finden spannende Beschäftigungsbereiche in Bauwesen, Windparks und Solaranlagen, Forschungs- und Industriebereichen sowie im gesamten Dienstleistungssektor.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WerkstofftechnikerIn", dem der Beruf "WerkstoffinformatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von WerkstoffformatkerInnen wird eine Ausbildung im Bereich Werkstofftechnik oder Materialwissenschaften erwartet - in Kombination mit spezifischen Wissen aus der Informatik. Beispiele:

  • HLA: Höhere Lehranstalt Werkstoffingenieurwesen
  • HLA: Höhere Lehranstalt Werkstofftechnik (Metallische Werkstoffe)
  • HLA: Höhere Lehranstalt Werkstofftechnik (Metallurgie und Umwelttechnik)
  • HLA: Höhere Lehranstalt Chemie
  • HLA für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik
  • BMS: Berufsbildende mittlere Schule - Technik, Handwerk
  • FS: Fachschule Chemie (Biochemie und Bioanalytik)
  • BMS - Technik, Handwerk: FS Chemie (Chemische Technologie und Umwelttechnik)

 

AbsolventInnen einer höheren technischen Lehranstalt (HTL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Mit einem Beschluss im Nationalrat ist der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und der WKO

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsangebote existieren im Bereich z.B. Entsorgungs- und Umwelttechnik. Für spezifische Anwendungen und Einsatzbereiche - z.B. Bautechnik - gibt es ebenfalls Spezialisierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Werkstofftechnik für spezielle Anforderungen im Bauwesen wie Hitzeresistenz, Leitwerte).

Aufstiegsmöglichkeiten bieten z.B. Funktionen wie Abteilungsleitung/Entwicklung oder Produktion, Qualitätsmanagement, Betriebstechnik und Produktionsorganisation sind Abteilungen, in denen Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Darüber hinaus gibt es auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Verkauf (Key-Account-Funktionen).

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