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AnimationsdesignerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Animations-DesignerInnen arbeiten im Bereich Multimedia-Design sowie in der Filmproduktion, z.B. bei der Erzeugung von Trickfilmen, Werbefilmen und Industriefilmen.

Sie übernehmen die Nachbearbeitung von Filmszenen indem sie dreidimensionale Objekte im virtuellen Raum zu erzeugen. Sie setzen Computer-, Foto-, Film- und Videotechnik sowie Sounddesign ein - diese werden meist auch kombiniert (Mixed Media). Zu den Aufgaben der AnimationsdesignerInnen kann auch die Inszenierung von Spezialeffekten oder das Zusammenfügen von realen Filmsequenzen mit 3D-Elementen gehören. Die 3D-Technik kommt verstärkt bei Computerspielen zum Einsatz. AnimationsdesignerInnen arbeiten in erster Linie mit CAD-Programmen und speziellen Animationstools.

Spezialisierungen können in verschiedenen Bereichen stattfinden, z.B. Charakter-Design und Storyboard. Beim Charakter-Design geht es darum, die Charaktere, Hintergründe und Handlungsorte trickfilmtauglich zu entwickeln. Im Storyboard wird der Ablauf der Animation zeichnerisch skizziert, dazu gehört auch das Festlegen erster Kameraeinstellungen.

Ein starker Trend besteht in der Entwicklung (und Nutzung) sog. Serious Games. Hier werden die Lerninhalte zunehmend mit Spieleelementen angereichert um SchülerInnen oder MitarbeiterInnen entsprechend zu motivieren.

Animations-DesignerInnen müssen über Kenntnisse im Bereich Medienrecht, Urheberrecht und Markenrecht verfügen.

Die Aufgaben von Animations-DesignerInnen sind vergleichbar mit denen von 3D-DesignerIn. Siehe auch den Beruf MedieninformatikerIn.

Kreativität und Zeichen-Talent, räumliches Vorstellungsvermögen, Freude an der Technik, Verständnis für Gestaltprinzipien, Empathievermögen, Offenheit für Trends und Zeitgeist, Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, Beratungskompetenz, mathematische Kenntnisse (angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, tlw. Bereitschaft zur Mobilität.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und tlw. interkulturelle Kompetenzen (internationale Webauftritte und Projekte, Kundenorientiertheit).

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in Werbebüros, Multimedia-Agenturen, Grafikstudios, Filmstudios und Fernsehanstalten. Game-DesignerInnen arbeiten in Softwarehäusern, die sich auf die Produktion von Computerspielen spezialisiert haben oder sind selbstständig bzw. freiberuflich (Werkvertrag) tätig.

Thematisch verwandte Aufgabenbereiche, wie z.B. Web-Design, bieten weitere berufliche Möglichkeiten.

Die Games Branche hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und setzt vermehrt auf Online-Spiele und Applikationen. Vor allem die Segmente „Online-und Mobile-Gaming“ verzeichneten in den letzten Jahren einen positiven Trend. Zu verzeichnen ist der zunehmende Einsatz von sogenannten Gamification Techniken z.B. Nutzung von Spielcharakteristiken wie Skalenvergleiche und Belohnungssysteme [Stand: 2017].

In der Expertenbefragung „MMB Learning Delphi 2012“ sind es aktuell rund ein Viertel der Experten, die dem betrieblichen Lernen mit Serious Games für die nächsten Jahre eine größere Relevanz voraussagen. Nähere Infos bietet das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung unter www.mmb-institut.de, Direktlink

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Multimedia-DesignerIn", dem der Beruf "AnimationsdesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Medieninformatik, Visuelle Mediengestaltung, Bildende Kunst, Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung, Software & Information Engineering, Digital Art – Compositing, Medienkunst (Studienzweige Digitale Kunst oder Transmediale Kunst).

Privatuni: Z.B. Interactive Media Management.

FH: Z.B. Medieninformatik, Medientechnik und -design, Game Engineering und Simulation, Digitale Medien, Informationsdesign, InterMedia, Mediengestaltung, MultiMediaArt, MultiMediaTechnology, Digital Arts.

Im Bereich Industriedesign gibt es die Studienrichtung Industrial Design (Kunstuniversität oder FH).

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Relevante Weiterbildungsmöglichkeiten liegen u.a. im Bereich Multimedia, Web Publisher oder Illustration und Printmedien, z.B. das Certified Program "Visuelle Kompetenzen und TV- & Film-Produktion".

Spezialisierungen: Z.B. Kameraführung, Bühnenbild oder Regie sind für Animations-DesignerInnen geeignet, ebenso Kurse in neuen Software-Programmen.

Weiterbildung erfolgt vorwiegend durch praktische Arbeiten, Teilnahme an Symposien und Workshops. Die konkrete Arbeit an einem Thema erfordert die Einarbeitung in das entsprechende Umfeld. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind für eine internationale Karriere unabdingbare Voraussetzung.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Neue Berufe (AUSLAUFEND!) (Broschüre)
Reihe: Jobs mit Zukunft
Seite 45
IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 78-101), Seite 82
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 50-63), Seite 59
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