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Facharzt/Fachärztin - Sonderfach Histologie, Embryologie und Zellbiologie

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.730,- bis € 4.840,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Das Aufgabengebiet umfasst das gesamte Mikromorphologie und Entwicklung des menschlichen Körpers, angeborene Anomalien, Grundlagen und Methoden der experimentellen Zell- und Molekularbiologie, Reproduktionsmedizin, Stammzellbiologie und regenerativen Medizin.

Histologie ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben und der Zelllehre (Zytologie). Es geht z.B. um die Untersuchung bestimmter Bereiche einer Zelle. Mikroskopische Gewebsschnitte können mittels besonderer Färbetechniken untersucht werden. Mit moderner Technik lassen sich schon an winzigen Gewebestückchen feingewebliche Diagnosen erstellen.

Wesentliche Arbeitsmittel sind das Lichtmikroskop und das höher auflösende Elektronenmikroskop. Durch das moderne Verfahren der Endomikroskopie ist die vergrößerte Betrachtung und Beurteilung lebender Gewebe, die In-vivo-Histologie, möglich.

Die allgemeine Embryologie befasst sich neben der Entwicklung der Keimzellen und der Implantation auch mit Grundlagen der Reproduktionsmedizin, z.B. Klonen und Stammzellforschung. Ebenso befassen sie sich mit der vergleichenden Betrachtung der Embryonalentwickung der verschiedenen Spezies.

Siehe auch Facharzt/Fachärztin für Physiologie und Pathophysiologie.

  • Genauigkeit und Sorgfalt
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Soziale Kompetenzen (vor allem Empathievermögen)
  • Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten
  • Gute Beobachtungsgabe

 

In bestimmten Fachbereichen ist besonderes feinmotorisches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen nötig.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

Die Berufsberechtigung für FachärztInnen gilt nur für das jeweilige Fach in der die Fachprüfung erfolgreich abgelegt wurde.

Ärztinnen und Ärzte arbeiten selbstständig oder in einem Dienstverhältnis in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens. Beispiele: in Ordinationen oder Gruppenpraxen, Krankenhäusern, Ambulatorien, Rehabilitations- oder Kuranstalt oder im Rettungswesen. MedizinerInnen können z.B. auch an Schulen, in der pharmazeutischen Industrie oder im Versicherungswesen tätig sein. Zudem können sie im Bereich Forschung und Lehre tätig sein.

Bei einer freiberuflichen Tätigkeit von Fachärzten und -ärztinnen in einer eigenen Ordination besteht die Möglichkeit, als Privat-, Kassen- oder Wahlarzt/Wahlärztin tätig zu sein.

Eine weitere Möglichkeit der Berufsausübung ist die Tätigkeit als sogenannter "Wohnsitzarzt". WohnsitzärztInnen sind zur selbständigen Berufsausübung berechtigte ÄrztInnen, die weder in einem Anstellungsverhältnis tätig, noch eine eigene Ordination führen: Dazu zählen beispielsweise gutachterliche Tätigkeiten, Praxisvertretungen, Tätigkeiten als SchulmedizinerIn, Teilnahme an ärztlichen Notdiensten.

Für niedergelassene Ärztinnen/Ärzte ohne eine zusätzliche Beschäftigung im Rahmen eines Dienstverhältnisses – etwa in einem Spital oder Ambulatorium – gilt jedoch ein Kassenvertrag mit einem österreichischen Sozialversicherungsträger vielfach als wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Wartezeit bei der Vergabe von Kassenverträgen ist aber je nach Region nicht unerheblich.

Obwohl die ÄrztInnendichte in Österreich insgesamt relativ hoch ist, aber trotzdem gibt es teilweise Versorgungslücken – sowohl in fachlicher als auch in regionaler Hinsicht.

Im Grunde besteht ein drohender Ärztemangel. Die Gesamt-Dropout-Quote beträgt 38 Prozent. Das ist die Anzahl jener Absolventen, die nie in den Arztberuf einsteigen oder kurz danach wieder aussteigen oder in einem anderen Land praktizieren (vgl. Infos auf www.aerztekammer.at).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/Fachärztin - Sonderfach Histologie, Embryologie und Zellbiologie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Seit Juni 2015 gilt die neue Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung. Diese findet sich im österreichischen Rechtssystem - RIS § 6.

Berufsbilder unterliegen grundsätzlich einen Wandel. Daher werden berufliche Aufgaben und Ausbildungsinhalte zeitweise optimiert. Für tagesaktuelle Infos bitte die Österr. Ärztekammer (ÖÄK) kontaktieren: www.aerztekammer.at.

Uni: Medizinische Universitäten Wien, Graz, Innsbruck: Diplomstudium Humanmedizin, Die Johannes Kepler Universität Linz bietet gemeinsam mit dem Kooperationspartner Medizinische Universität Graz das Studium der Humanmedizin im Bachelor/Master System an.

Privatuni: Paracelsus Medizinische Privatuniversität: Studium der Humanmedizin.

Während der Ausbildung ist das sog. Klinisch Praktische Jahr (KPJ) zu absolvieren. Das KPJ findet im 6. Studienjahr statt und umfasst eine praktische Ausbildung von 48 Wochen á 35 Wochenstunden, die im Spital absolviert werden. Infos über Ausbildungsplätze bietet z.B. der Wiener Krankenanstaltenverbund - KAV.

Die einzelnen Ausbildungsschritte müssen in Rasterzeugnissen dokumentiert werden. Infos zu Rasterzeugnissen, Sonderfächer und Spezialisierungen bietet die Österreichische Ärztekammer.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Verpflichtung zur Fortbildung ist im Ärztegesetz (ÄrzteG) verankert, Infos.

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) bietet zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten für ÄrztInnen in Form von Diplomen, Zertifikaten und CPD's (continuing professional development). Zudem bilden sich ÄrztInnen auch durch den Besuch von Symposien und Fachtagungen sowie durch das Studium von Literatur und Fachzeitschriften weiter.

Es werden Kurse, Universitäts- und Hochschullehrgänge angeboten, etwa im Bereich Interdisziplinäre Schmerzmedizin oder Toxikologie.

Unter Histologie versteht sich im weiteren Sinn die mikroskopische Anatomie. Kenntnisse im Umgang mit technischen Geräten sind hier besonders wichtig, ebenso Mikroskopierkurse.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Medizin (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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