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MaschinenbautechnikerIn (Biomedizinische Technik)

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MaschinenbautechnikerInnen, die auf den Bereich der biomedizinischen Technik spezialisiert sind, arbeiten in Bereichen wie Rehabilitationstechnik und Biomechanik.

Sie verfügen über Design- und Problemlösungskompetenzen der Ingenieurwissenschaften und sind verantwortlich für die Entwicklung und Wartung von medizinisch-technischen Geräten und medizinischen Anlagen, z.B. Analysegeräten, Sensoren, elektronische Sprechhilfen, Computertomografen und andere medizinische Systeme.

Zum Aufgabenspektrum zählt auch die Forschung an technisch-medizinischen sowie sportwissenschaftlichen Fragestellungen, die interdisziplinär bearbeitet werden. Anwendungsbeispiele: Z.B. Rollstühle oder künstliche Gelenke und verschiedene Implantate etc.

Siehe auch den Kernberuf MaschinenbautechnikerIn sowie die Berufe MedizinphysikerIn oder BionikerIn.

Neben einem naturwissenschaftlich-technischen Verständnis (Mechanik, Hydraulik, Chemie, Materialkunde), ist Grundlagenwissen aus der Medizin erforderlich, wissenschaftliche Neugierde und Kreativität sowie logisches Denkvermögen.

Aufgrund der häufig erforderlichen interdisziplinären Zusammenarbeit mit SpezialistInnen aus unterschiedlichsten Fach- und Wissenschaftsbereichen auch ein hohes Maß an Kontakt- und Teamfähigkeit nötig.

Es gibt Überschneidungen zu anderen Bereichen, wie Energietechnik, Physik und Clinical Engineer (KrankenhaustechnikerIn) u.a.

Da die wissenschaftliche Literatur so gut wie ausschließlich in Englisch abgefasst ist, sind sehr gute Kenntnisse der Sprache erforderlich.

 

 

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereichen, etwa bei Herstellern von medizinischen Geräten und Medizinprodukten für Arztpraxen, Krankenhäuser, Rahabilitationszentren etc.

Sie können sich auf das technische Design bestimmter Trainings- und Rehabilitationsgeräte spezialisieren oder auf die Entwicklung von Hard- bzw. Software für entsprechende Informations- und Kommunikationssysteme. Weiters können sie biomechanische Bewegungs- und Ganganalysen durchzuführen und auswerten.

Sie können auch bei Zulassungsstellen von Medizinprodukten mitwirken. Ebenso sind sie in oder für Medizintechnikabteilungen von Gesundheitseinrichtungen, in der medizintechnischen Forschung in entsprechenden Forschungseinrichtungen oder in Gesundheitseinrichtungen tätig.

Ein Trend besteht in Bezug auf medizinischem 3D-Druck; hier geht es darum, passgenaue (gewichtoptimierte) Implantate und sogar filigrane Metallteile zu erstellen. Als Grundlage dienen digitale 3D-Modelle, dazu wird ein spezielles Dateiformat verwendet, welches Informationen über ein 3D-Modell enthält (z.B. eine CAD Datei).

Die Kontroll- und Abnahmetechnik sowie das Erstellen von Prüfzertifikaten oder Gutachten bieten gute Aussichten auf eine Karriere.

Im Bereich der Prothetik und Neuroprothetik können sie an aktuellen Forschungen und Entwicklungen mitwirken. Forschung wird zudem im Bereich von kognitiven technischen Systemen vor allem in der Telemedizin und Robotik (Operationsroboter), Automation und Produktionsplanung betrieben. Bei Auslandsvorhaben sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

 

 

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MaschinenbautechnikerIn", dem der Beruf "MaschinenbautechnikerIn (Biomedizinische Technik)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Maschinenbau - Vertiefungsschwerpunkt Biomechanik (TU Wien), Biomedizintechnik, Biomedical Engineering mit Spezialisierungsmöglichkeiten: Health Care Engineering, Bioimaging & Bioinstrumentation.

Die Studiengänge Elektrotechnik, Technische Physik oder Biomedizin können bei entsprechender Spezialisierung ebenfalls eine gute Grundlage bieten.

FH: Z.B. Mechatronik/Robotik, Systems Engineering, Gesundheits- und Rehabilitationstechnik (MSc), Health Assisting Engineering, Medizintechnik, Bionik/Biomimetics in Energy Systems, weiters Biomedical Engineering mit Spezialisierungsmöglichkeiten: Z.B. Medical & Hospital Engineering, Medical Imaging & Data Engineering oder Rehabilitation Engineering; Medical Engineering, Mechatronik.

 

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Universitätslehrgänge und Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung bzw. Erweiterung (z.B. Computational Life Sciences, Health Care Management).

Studien: Gesundheitsinformatik/eHealth (BSc, MSc, FH Joanneum). Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang „Bio Inspired Engineering".

Lehrgänge: Z.B. Klinische Optometrie, Klinisches Risikomanagement (FH Kärnten).

Darüber hinaus stehen auch diverse Kurzlehrgänge oder Zertifizierungen bei verschiedensten Bildungseinrichtungen zur Verfügung (z.B. Lehrgang zum/r zertifizierten Medizinprodukteberater/in).

MaschinenbautechnikerInnen können bei entsprechender (Zusatz)Qualifikation und persönlicher Kompetenz als BetriebsingenieurIn in einem Mittel- oder Großbetrieb tätig sein. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zudem in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektmanagerIn, Verkaufs-, AbteilungsleiterIn, Produkt- oder QualitätsmanagerIn.

Bei entsprechender Qualifikation können sie als SicherheitstechnikerIn oder als VersuchsingenieurIn arbeiten, weiters in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Geräten, Anlagen und deren Betriebssicherheit), Unfallforschung und Unfallprävention sowie in der Schweißtechnik.

Bei entsprechender Zusatzqualifikationbestehen berufliche Entwicklungschancen im Claim Management (auch Claimsmanagement, Nachforderungsmanagement oder Nachtragsmangement). Claim ManagerInnen sind mit der projektbegleitenden Identifikation, Beurteilung von Abweichungen bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen während des Projektverlaufes jeglicher Art beauftragt (dies ist in der DIN 69905 geregelt).

Es kann eine selbstständige Berufsausübung angestrebt werden, etwa im Rahmen des reglementierten Gewerbes (Beratende IngenieurInnen), Unternehmensberatung und -organisation oder als MechatronikerIn z.B. für Elektromaschinenbau und Automatisierung. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Für AbsolventInnen einer technischen Studienrichtung besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau, Mechatronik
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