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MaschinenbautechnikerIn - Schwerpunkt Biomedizinische Technik

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.500,- bis € 3.190,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Biomechanik vereinigt die Lebens- mit den Ingenieurwissenschaften. Fachleute arbeiten in Bereichen wie Rehabilitationstechnik und Biomechanik.

Sie verfügen über Design- und Problemlösungskompetenzen der Ingenieurwissenschaften und sind verantwortlich für die Entwicklung und Wartung von medizinisch-technischen Geräten und medizinischen Anlagen, z.B. Analysegeräten, Sensoren, elektronische Sprechhilfen, Computertomografen und andere medizinische Systeme.

Zum Aufgabenspektrum zählt auch die Forschung an technisch-medizinischen sowie sportwissenschaftlichen Fragestellungen, die interdisziplinär bearbeitet werden. Anwendungsbeispiele: Rollstühle oder künstliche Gelenke und verschiedene Implantate. Oft arbeiten IngenieurInnen auch direkt mit Ärzten zusammen, etwa zur Implantatentwicklung und in der Sportmedizin.

Siehe auch den Kernberuf MaschinenbautechnikerIn sowie die Berufe MedizinphysikerIn oder BionikerIn.

Freude an Physik/Mathematik/Informatik (Mechanik, Hydraulik, Strömunglehre, Materialkunde). Interesse an den Kernbereichen Messtechnik, Technisches Zeichnen und Konstruktion und Grundlagenwissen aus der Medizin.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliches Geschick (feilen, fräsen schleifen, löten)
  • Umgang mit Softwaretools (Simulationen, Statistik)

 

Die Maschinenbaubranche ist stark exportorientiert

Wichtige sind Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch als Wissenschafts- und Verhandlungssprache.

Aufgrund der häufig erforderlichen interdisziplinären Zusammenarbeit mit SpezialistInnen aus unterschiedlichsten Fach- und Wissenschaftsbereichen auch ein hohes Maß an Kontakt- und Teamfähigkeit nötig.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereichen, etwa bei Herstellern von medizinischen Geräten und Medizinprodukten für Arztpraxen, Krankenhäuser und Rahabilitationszentren.

Sie können sich auf das technische Design bestimmter Trainings- und Rehabilitationsgeräte spezialisieren oder auf die Entwicklung von Hard- bzw. Software für entsprechende Informations- und Kommunikationssysteme. Weiters können sie biomechanische Bewegungs- und Ganganalysen durchzuführen und auswerten.

Sie können auch bei Zulassungsstellen von Medizinprodukten mitwirken. Ebenso sind sie in oder für Medizintechnikabteilungen von Gesundheitseinrichtungen, in der medizintechnischen Forschung in entsprechenden Forschungseinrichtungen oder in Gesundheitseinrichtungen tätig.

An der Biomechanik sind viele Disziplinen beteiligt: Fachleute aus der Biologie, Physik, Medizin, Sportwissenschaften, Mathematik, Informatik sowie Bau- und Luftfahrt.

Ein Trend besteht in Bezug auf medizinischem 3D-Druck; hier geht es darum, passgenaue (gewichtoptimierte) Implantate und sogar filigrane Metallteile zu erstellen. Als Grundlage dienen digitale 3D-Modelle, dazu wird ein spezielles Dateiformat verwendet, welches Informationen über ein 3D-Modell enthält (z.B. eine CAD Datei).

Im Bereich der Prothetik und Neuroprothetik können sie an aktuellen Forschungen und Entwicklungen mitwirken. Forschung wird zudem im Bereich von kognitiven technischen Systemen vor allem in der Telemedizin und Robotik (Operationsroboter), Automation und Produktionsplanung betrieben. Bei Auslandsvorhaben sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MaschinenbauingenieurIn", dem der Beruf "MaschinenbautechnikerIn - Schwerpunkt Biomedizinische Technik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universitäten und Fachhochschulen bieten Studiengänge im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, die zum Teil sehr spezialisiert sind (z.B. Medizinischen Anlagen). Beispiele für Studiengänge:

  • Maschinenbau - Biomechanik: TU Wien
  • Biomedizinische Technik (individuelles Diplomstudium): TU Wien
  • Biomedical Engineering mit Schwerpunkt Biomaterials & Biomechanics (das Studium bietet auch andere Schwerpunkte): TU Wien
  • Biomedical Engineering: FH Technikum Wien. Schwerpunkt Rehabilitation Engineering (Rehabilitationstechnik und Prothetik)

 

Es werden auch Studiengänge im Bereich Technische Physik oder Biomedizin angeboten sowie High Tech Manufacturing (FH Campus Wien). Studiengänge mit Bezug zu Medizintechnik:

  • Mechatronik/Robotik: FH Technikum Wien
  • Gesundheits- und Rehabilitationstechnik: FH Technikum Wien
  • Rehabilitationstechnik: FH Campus Wien
  • Health Assisting Engineering: FH Campus Wien
  • Medizintechnik: FH OÖ, FH Kärnten
  • Biomedical Engineering: FH Graz, FH Technikum Wien
  • Medical Engineering: JKU Linz
  • Robotic Systems Engineering, duales Studium: FH OÖ
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Universitätslehrgänge und Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung bzw. Erweiterung, z.B. Computational Life Sciences oder Health Care Management.

Die FH Joanneum führt den Studiengang Gesundheitsinformatik/eHealth. Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang Bio Inspired Engineering. Weitere Lehrgänge: Klinische Optometrie: Donau Uni Krems. Klinisches Risikomanagement: FH Kärnten.

Darüber hinaus stehen auch diverse Kurzlehrgänge oder Zertifizierungen bei verschiedensten Bildungseinrichtungen zur Verfügung, z.B. den Lehrgang zum/r zertifizierten Medizinprodukteberater/in.

MaschinenbautechnikerInnen können bei entsprechender (Zusatz)Qualifikation und persönlicher Kompetenz als BetriebsingenieurIn in einem Mittel- oder Großbetrieb tätig sein. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zudem in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn, AbteilungsleiterIn, Produkt- oder QualitätsmanagerIn.

Die Kontroll- und Abnahmetechnik sowie das Erstellen von Prüfzertifikaten oder Gutachten bieten berufliche Möglichkeiten (Genehmigung und Überprüfung von medizinischen Geräten).

Bei entsprechender Zusatzqualifikationbestehen berufliche Entwicklungschancen im Claim Management (auch Claimsmanagement, Nachforderungsmanagement oder Nachtragsmangement). Claim ManagerInnen sind mit der projektbegleitenden Identifikation, Beurteilung von Abweichungen bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen während des Projektverlaufes jeglicher Art beauftragt (dies ist in der DIN 69905 geregelt).

Es kann eine selbstständige Berufsausübung angestrebt werden, etwa im Rahmen des reglementierten Gewerbes (Beratende IngenieurInnen), Unternehmensberatung und -organisation oder als MechatronikerIn z.B. für Elektromaschinenbau und Automatisierung. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau, Mechatronik
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